Neben einem Live-Gig von CHASING DEATH bin ich auf das Quintett anlässlich der digitalen Veröffentlichung ihrer Debut-EP "Deathbringer" im Februar diesen Jahres aufmerksam geworden. Zu diesem Zeitpunkt hatte der physische Tonträger schon über ein Jahr auf dem Buckel, was mich nicht davon abgehalten hat, mich mit den Metalzone-Anbetern aus dem Harz mal näher auseinander zu setzen. Nicht nur im Review, sondern auch im folgenden Interview…
Inspiriert vom Haarsprayduft der 80er Jahre fassten Danny Rexon, Vic Zino und Joél Cirera vor 17 Jahren den Entschluss mehr 80s-Spirit in den Musik zu bringen. Als Vorbilder galten damals wie heute alte Heroen wie DEF LEPPARD, WHITESNAKE oder MÖTLEY CRÜE. Doch mittlerweile haben die Schweden mehr als genug geniale Songs am Start, um kommenden Generationen selber als Vorbild dienen zu können. Die Zeit war also mehr als reif, um Frontmann Danny mit einigen Fragen zu kontaktieren.
Am 17.05.2019 hatte ich die Gelegenheit, ein ausführliches Interview mit Joakim Brodén, dem Frontmann der schwedischen Heavy-Metal-Band SABATON, zu führen, und das Ganze bei einem kühlen norddeutschen Bierchen. Es ging selbstverständlich um das neue Album, aber auch um thematische No-Gos, die VILLAGE PEOPLE - und um einen eiskalten Gebirgsfluss in Slowenien.
DESERTED FEAR gleich zu Beginn des Jahres 2019 ihren internationalen Status weiter ausgebaut und gleichzeitig ihre Vormachtstellung in der deutschen Szene eindrucksvoll bestätigt. Das Album selbst spricht für sich und ist nicht nur in zahllosen Interviews und Rezensionen, sondern nicht zuletzt auch in unserer Twilight-Besprechung ausführlich bzw. im Kern analysiert worden. Allerdings führte es das Trio mit "Drowned By Humanity" erstmals als Headliner durch die mitteleuropäischen Clubs. Was lag also näher, als die Herren mal zum Thema Livespielen und Touren auf ihrer Station im Lux in Hannover zu befragen.
“Wir haben 100 Leute gefragt: Nennen Sie Dinge, die Ihnen zur Schweiz einfallen… 30 Sekunden Zeit…Los geht‘s”… “Äh äh, Schweiz, äh… Berge, klein, Chuchichäschtli, äh. . . Toblerone. . . kommt das überhaupt aus der Schweiz? . . . Gotthard. . . .“ „Na ja, schauen wir mal, ob da etwas richtiges dabei war. Von 100 Befragten haben 99 gesagt: BURNING WITCHES!“
Kurz vor dem Jahreswechsel erreichte mich das Debut der Emsdettener Band DANOS, dass mich mit seiner frischen und intensiven Breitseite von klassischem Metal, Thrash und Black Metal sowie Crust Punkt wie sonst selten frohlocken ließ. Mit "Doomsday Witchcraft" ist mir ein absoluter Rohdiamant in meinem Jahrespoll durchgerutscht, der mehr als nur das Zeug für meinen persönlichen Newcomer des Jahres gehabt hätte. Aber lernt die Jungs selbst im Interview kennen...
“Laos ist ein Land in Südostasien, durch das der Mekong fließt. Es ist bekannt für seine Berge, Archi-ektur aus der französischen Kolonialzeit, die Siedlungen der Bergvölker und buddhistische Klöster.“ Im Deutschland der Wendezeit wurde der Name jedoch vor allem wegen eines aufsehenerregenden Debütalbums der Band LAOS bekannt. „We want it“ blieb leider das einzige Lebenszeichen dieser vielversprechenden Kapelle um Frontfrau Aino Laos und Drummer Jörg Michael (ex-AVENGER, ex-MEKONG DELTA, ex-GRAVE DIGGER, ex-STRATOVARIUS. Grund genug, um fast 30 Jahre nach Erscheinen des Album Kontakt zu Aino aufzunehmen und ihr ein paar Fragen für unsere „Blast From The Past“-Reihe zukommen zu lassen.
EWIGHEIM haben vor zwei Wochen nicht nur ihr verflixtes und siebentes Album "Irrlichter" veröffentlicht, sondern die sarkastischen Gothic Rocker mit den deutschen Texten um The Vision Bleak - Sänger und Oul-Mainman Allen B. Konstanz, Ulf Theodor Schwadorf (Empyrium, Sun Of The Sleepless & The Vision Bleak) und Eisregen-Trommler Yantit feiern 2019 auch das 20jährige Jubileum der Band. Doch lest selbst, was Yantit dazu zu berichten weiß...
Die Revolution frisst ihre Kinder! So muss es Gründungs-Rose Matthias „Matze“ Mende vorgekommen sein, als er vor der Veröffentlichung des CHROMING ROSE Debüts „Louis XIV.“ seine eigene Band verlassene musste. Im Sommer 2018 haben wir ein Gespräch mit Frontmann Gerd U. Salewski als siebten Teil unserer „Blast From The Past“ Serie veröffentlicht. Im November gab es dann überraschend diesbezügliche Post aus Brasilien vom ehemaligen Gitarristen Mende: „Als ich das gelesen hatte, wußte ich nicht mehr so genau, ob ich mich inzwischen, ohne es zu wissen, in einem Paralleluniversum befinde. Wann sollen denn diese Dinge, die dort erzählt werden, stattgefunden haben?“ Grund genug also, um mehr über Matzes Sicht der Dinge herauszufinden. Und damit stand der neunte Teil der „Blast From The Bast“ Reihe fest!
DAEMONHEIM stehen seit rund zwei Dekaden für erdigen und sagenumwobenen Black Metal aus deutschen Landen. Zu Buche stehen seither zwei Demos und vier Longplayer. Der aktuellste hört auf den Namen "Widerwelt" und wurde im Frühjahr diesen Jahres über Naturmacht Prod. veröffentlicht und steht für sehr vielschichtigen, facettenreichen und dennoch urwüchsigen Schwarzmetall. Grund genug, den beiden Protagonisten b. und TH einmal zu Musik und Inspiration auf den Zahn zu fühlen.
DRITTE WAHL unterscheiden sich sicherlich von den bisherigen Bands in unserer kleinen Zeitreise-Reihe. Zum einen spielen die Rostocker keinen Heavy Metal und zum anderen geht die Geschichte der Band bis zurück in die letzten Jahre der DDR. Da die Jungs seit den frühen 90ern zu meinen favorisierten Punk Rock Bands gehören, war die Zeit überreif, um mit Frontmann Gunnar Kontakt aufzunehmen.
Feuerschwanz sind zurzeit noch auf Methämmer-Tour und haben die Jungs von Schattenmann als Support dabei. Nach erfolgreichen Konzerten in Bremen, Köln, Frankfurt, Karlsruhe, Pratteln (CH), Berlin, Kiel und Hannover haben sie am 13.12. in der Hamburger Markthalle Halt gemacht, wo sich Sänger Frank Herzig Vanys Fragen gestellt hat. Was die Fans schon jetzt über das neue Album und die anstehende erste Headliner-Tour wissen dürfen, was Frank die Musik bedeutet und was er über die Zukunft von Schattenmann denkt, erfahrt ihr hier!
Markus Stock, vielen besser bekannt als Ulf Theodor Schwadorf; ist eine der interessantesten und umtriebigsten Persönlichkeiten in der deutschen Rock- und Metal-Szene. Mit seiner Ausnahme-Formation EMPYRIUM setzte er weltweit Standards in Sachen vertonter Romantik und Naturmystik. Nicht weniger tat er dies als Mitglied des Horror Metal-Duos The Vision Bleak. Neben diesen mittlerweile bekanntesten Bands aus dem Schwadorf´schen Kosmos ist und war der Multiinstrumentalist, Produzent und Studiobetreiber in zahllosen weiteren Projekten involviert. Am Rande der "Heralds Of The Fall"-Tour 2018 im Hellraiser zu Leipzig, in dem er nicht nur mit EMPYRIUM die ursprünglichen Versionen der (Black- und Doom-) Metal-Ära aufleben ließ, sondern auch sein Black Metal-Projekt Sun Of The Sleepless auf einer ersten ausgedehnten Tour live promotete, gewährte uns Markus bereitwillig erstaunlich offene und umfassende Einblicke in die Welt von EMPYRIUM und darüber hinaus...
Hämatom wurde 2004 in Franken gegründet und ihre Texte befassen sich mittlerweile hauptsächlich mit gesellschafts-, religions- und sozialkritischen Themen.
In diesem Jahr war die Band Beyond the Black zwar nicht musikalisch auf dem Wacken Open Air vertreten, aber Vany konnte ein Interview mit ihnen führen. Was die Fans mit dem neuen Album erwartet, ob eine Tour ansteht, aber auch ganz private Fragen hat sie der Band gestellt. Seht selbst...
ANNISOKAY haben mit ihrem vierten Longplayer „Arms“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass ihr metalcoriger Modern Metal jenseits der dynamischen Brutalität gerade durch die einzigartige, tiefgründige und authentische Melancholie zu überzeugen vermag! Mit Keyboarder Norbert erhalten wir jetzt vertiefende Einblicke!
Allen B. Konstanz, bekannt durch The Vision Bleak und Ewigheim sowie als Live-Mitglied bei Empyrium hat im Frühjahr mit OUL ein erfrischendes Solo-Projekt abseits des Metals in Angriff genommen und mit "Antipode" nicht nur mich persönlich aufhorchen lassen, sondern in mir für soviel Inspiration gesorgt, dass ich Allen umgehend ein paar Fragen stellen musste...
1986 war ein tolles Jahr. Mit 16 Jahren erlebte ich die Heavy Metal Hochphase so gut wie es ging. Ende des Jahres war ich das erste Mal mit Freunden nach Hannover in die Eilenriedehalle gefahren, um dort Iron Maiden zu sehen, die gerade "somewhere on Tour" waren. Großartig! Doch es war nicht das erste Heavy Metal Konzert welches ich live miterleben durfte. Denn schon ein paar Wochen vorher sah ich ein Plakat im Albert Einstein Gymnasium im Hameln. Die Hamelner Heavy Metal Band STONE MADE lud zum Konzert ein in die Sertürner Realschule in Hameln. Da musste ich hin. Bei diesem Konzert half ein gewisser Ricky Van Helden am Mikrofon aus.
Chrom bringen die meisten Menschen mit schweren Zweirädern aus Milwaukee in Verbindung, seltener mit Rosen. Das sollte sich 1990 schlagartig ändern, als die süddeutsche Formation CHROMING ROSE ihr Debütalbum „Louis XIV“ auf den Markt brachte. Mit „Garden of Eden“ und „Pressure“ folgten zwei weitere Alben, bevor Band und Sänger Gerd U. Salewski sich dazu entschieden getrennte Wege zu gehen. Für viele Fans endete damit die Geschichte von CHROMING ROSE Mitte der 90er Jahre – auch wenn noch zwei weitere Studioalben in neuer Besetzung erschienen.
Deutschland – Schweden: 2:1. Was auf dem Fußballplatz eine gewisse Berechtigung haben mag, gilt für das musikalische Schlachtfeld noch lange nicht. Dort haben die Schweden in Sachen Death Metal lange Zeit die Oberhand gehabt. Doch seit 2011 konnte baden-württembergische Schwedentodkapelle REVEL IN FLESH ordentlich Boden gut machen. Jüngst wurde mit „Relics of the Deathkult“ noch ein besonderes Schmankerl für die Death Metal Jünger vorgelegt. Ein guter Anlass also, um Frontmann Haubersson und Gitarrist Herrmannsgard mit einigen Fragen zu Leibe zu rücken.
Monumentalbauten kennen wir natürlich aus der Architektur. Dabei geht es nicht unbedingt immer um Schönheit oder Originalität, sondern vor allem um den Ausdruck von Macht. Eine Macht in der mehr und mehr umkämpften Metalszene sind MONUMENT aus England mittlerweile auch. Dabei eilt ihnen auch nicht gerade der Ruf voraus den Metal neu zu erfinden. Viel mehr fällt immer wieder der Name IRON MAIDEN wenn Fans und Journalisten auf der Suche nach einer passenden Vergleichsgröße sind. Mit „Hellhound“ liefert die Band um Sänger Peter nunmehr ihr drittes Album ab. Höchste Zeit also für ein kurzes Gespräch…
Neben Antlantean Kodex sind die wieder aktiven Engländer von SOLSTICE momentan sicher die Band, die im Epic Doom Metal das Zepter fest in der Hand hält. Lest hier, was Sänger Paul Kearns zum neuen Album "White Horse Hill", seine Band und zum Verkauf von Nikolausmützen auf dem Hamburger Weihnachtsmarkt zu sagen hat.
Sie spielen “Anarchic Punk” seit 1993 und wurden bereits 1989 unter dem Namen WICKED POWER gegründet. Mit „Perlen vor die Säue“ legen SICK OF SOCIETY aus Vöhringen – zur Orientierung für den Kollegen Lison: es sind ca 3 Autostunden bis ins schöne Bad Birnbach – ihr neues und bis dato stärkstes Album vor. Steini (Bass, Vox) und Falko (Git. Vox) haben sich Zeit genommen und mir einige Fragen beantwortet.
DESERTED FEAR haben in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufstieg vollziehen können. Spätestens mit dem, Anfang diesen Jahres veröffentlichten, "Dead Shores Rising" dürfen die sympathischen Thüringer, die kürzlich schon ihr zehnjähriges Bestehen feiern durften, wohl zur Speerspitze des deutschen Death Metal aufgestiegen sein. Nach dem Release ging es im Frühjahr mit Mantar und Deathrite auf Deutschland-Tour, wo ich Drummer Simon und Gitarrist Fabian in Hannover zum Plausch bat.
Die Jüngeren kratzen sich ratlos am Kopf: „AVENGER? Da fehlt doch ein S.“ Doch lange bevor es „Die Rächer“ auf 2012 auf die Kinoleinwände schafften, trafen sich im Westen der Bonner Republik einige Jugendliche, um im Schutze der Nacht satanischen Klängen zu huldigen. Na ja, jedenfalls so in der Art. 1983 war die Geburtsstunde von AVENGER, der Band, die mittlerweile unter dem Namen RAGE auf der ganzen Welt Scheiben verkauft und Konzerte spielt. Anlässlich der Wiederveröffentlichung des alten AVENGER Materials habe ich Kontakt zu Gründungsmitglied und RAGE-Frontmann Peavy aufgenommen. Willkommen zum sechsten Teil in unserer BLAST FROM THE PAST-Reihe.
„Früher war alles besser” – Inwiefern das auch für TANKARD gilt, muss wohl jeder selbst entscheiden. Mit „One Foot In The Grave“ haben die Frankfurter Thrasher jedenfalls mal wieder ein bärenstarkes Album im Gepäck. Doch als an diesem Dienstagabend das Telefon klingelt und sich ein gutgelaunter Gerre, seines Zeichens Frontmann der Band, meldet, soll es vor allem um die Anfangszeit von TANKARD gehen. Willkommen also zu einer weiteren Episode unserer „Blast From The Past“ Reihe.
MANTAR gehören ohne Zweifel derzeit zu den angesagtesten und erfolgreichsten Bands des gesamten Rock- und Metal-Undergrounds. Auf der gemeinsamen Tour mit Deathrite und Deserted Fear im Frühjahr durfte ich Hanno (Gitarre, Vocals) und Erinc (Schlagzeug), die beiden Musiker hinter Mantar, zum ausführlichen A-Z vor das Diktiergerät bitten und traf auf zwei sehr geerdet wirkende und zuweilen nachdenkliche Menschen, die sich angesichts ihres Erfolges bevorzugt in Demut, statt in Rockstar-Allüren üben. Doch lest selbst.
Ein Urlaub bietet ja immer die Chance fremde Umgebungen, Menschen und Szenen kennenzulernen. So traf ich mich während meines Asientrips in Singapur mit Clarance Chong, Sänger der Melodic Deather von ASSAULT und Schreiber für den einheimischen Metal Tribune. Bei unserem Gespräch ging es sowohl um die Band, als auch um die Szene in Singapur. Das Interview wurde schon Anfang Februar geführt. Wir haben uns drauf geeinigt, dass es Online geht, wenn ASSAULTs neue Platte ´The Fallen Reich´ in die Läden kommt. Zum Zeitpunkt des Gesprächs kannte ich nur einen Song vom Transcending Obscurity Label Sampler. In einem traditionellen Hawker bei hervorragender asiatischer Küche und Tiger Bier hockten wir uns zusammen.
Mit ´World Gone Mad´ haben SUICIDAL wieder mal ein starkes Album im Gepäck und sind als Headliner der Persitence Tour unterwegs. Da es im letzten Interview mit Mike Muir viel um die Geschichte der Band ging, liegt der Schwerpunkt dieses mal auf dem aktuellen Geschehen, das mehr als genug Gesprächsstoff bietet.
Was verbindet die SCORPIONS, UFO, AEROSMITH, THE ROLLING STONES und OZZY miteinander? Ein Ausnahmegitarrist aus dem beschaulichen Sarstedt. Die Rede ist natürlich von MICHAEL SCHENKER, der momentan an einem Livealbum namens „Michael Schenker Fest Tokyo“ arbeitet, auf dem er sich mit seinen alten MSG Sängern Gary Barden, Graham Bonnet und Robin McAuley präsentiert. Ich nutze die Gelegenheit und bat Mr. Schenker zum Gespräch. Damit schlagen wir das vierte Kapitel unserer Blast From The Past Reihe auf und huldigen damit zugleich einem der ganz großen Musiker der Rockszene.
Mit einer schweren scharzen Aiwa Maxell Cassette begann 1989 unsere Beziehung. Ein Freund hatte mir damals das Debüt von AXXIS „Kingdom of the Night“ kopiert – allerdings mit dem Titeltrack an Platz eins der Setlist. Scheinbar war es uns unlogisch erschienen, dass der Titeltrack erst an zweiter Stelle stehen sollte. So oder so gehören aber sowohl „Kingdom of the Night“ als auch „Living in a World“ (wohl nicht nur) zu meinen Alltime-Favorites. Mittlerweile steht die Band mit dem vierzehnten Album „Retrolution“ in den Startlöchern. Doch bis es so weit ist, wollte ich erstmal von Sänger Bernhard Weiß wissen, wie eigentlich die Vorgeschichte der Band bis zu „Kingdom of the Night“ war. Willkommen zum dritten Teil unserer BLAST FROM THE PAST Serie.
RUNNING WILD – Nicht nur für mich Idole der Jugend. Eines meiner ersten Metalalben überhaupt war RUNNING WILDs „Death Or Glory“, die bis heute zu meinen absoluten Favoriten zählt. Kurz danach kam dann die Neuauflage alter Songs zum 10jährigen Bandjubiläum und mit „Blazon Stone“ ein weiteres Knalleralbum. Die Songs der „Pile of Skulls“ Scheibe liefen in unserer Metal-Disco Peppers rauf und runter und die Aufenthalte von Bandkopf Rolf Kasparek in unseren Gefilden sorgten bei uns Fans allenthalben für Aufregung – immerhin ließ sich die Band, die für einige Platten im Studio M in Machtsum weilte, auch ab und an im Peppers blicken. Mittlerweile ist es etwas ruhiger um RUNNING WILD geworden. Mit „Rapid Foray“ steht mittlerweile das 16. Studioalbum in den Regalen, doch wir wollen heute mal in die Anfangszeit der Band zurückschauen. Willkommen zum zweiten Teil unserer „Blast From The Past“-Serie!
Die Wahl-Kölner von GRAVE DIGGER gehören spätestens seit ihrem „Tunes of War“ Album zum Establishment der deutschen und europäischen Metal Szene. Bereits das Debütalbum „Heavy Metal Breakdown“ sorgte für Kultstatus und es wundert nicht, dass die Band um Frontmann Chris Bolthendahl mit „Exhumation – The Early Years“ im vergangenen Jahr eine überarbeitete Version alter Klassiker vorlegte. Doch der aus Gladbeck stammende Boltendahl kann auf eine wechselvolle Geschichte mit vielen Höhen und auch manchen Tiefen zurückblicken. Wir lenken nun unseren Blick ganz zurück in die Anfangstage und zur Geburtsstunde der Todengräber in den frühen 80er Jahren.
Fast ein ganzes Jahrzehnt war Ronald Reagan Präsident der Vereinigten Staaten. Ein Schauspieler als Präsident? Ist gut gegangen – meistens jedenfalls. Jetzt steht den Amis der Sinn nach noch abgefahreneren Dingen: Lasst uns einen Geisteskranken zum Präsidenten wählen. Gesagt getan. Und während Bands wie EXODUS, TESTAMENT, METALLICA, VIO-LENCE KREATOR, SODOM & Co in Reagans Amtszeit die Wurzeln des Thrash Metal in den Boden setzen, machen sich heuer junge Bands auf, um das Erbe der Alten weiterzutragen. Neben Bands wie DUST BOLT oder TOXIC WALTZ sollte man sich vor allem BATTLECREEK aus Oberbayern nicht entgehen lassen.
Fast zehn Jahre waren MY DARKEST HATE in der Versenkung verschwunden. Nun melden sie sich mit ihrem neuen Longplayer "Anger Temple" wirkungsmächtiger denn je zurück. Kurz vor der Veröffentlichung (25.11.2016) stand uns Drummer Klaus Sperling Rede und Antwort...
AMARANTHE entstanden 2008 eher als eine Art Zufallsprodukt, doch schnell wurde den Beteiligten, die zunächst unter dem Namen ”Avalanche” musizierten, klar, dass diese Band genau ihr Ding war. Acht Jahre und vier Alben später gehören die Skandinavier zur Speerspitze des modernen Metal. Auf dem aktuellen Album ”Maximalism” hat sich die Truppe um Sängerin ELIZE RYD und Bandgründer JAKE E. LEE musikalisch weiterentwickelt und ist dabei nicht nur auf positives Feedback gestoßen. Vor allem die erste Single ”That Song” sorgte für ordentlich Kritik. Gitarrist OLOF MÖRK stellte sich unserern Fragen.
Die Bluesrocker VDELLI aus Perth in Australien werden von Album zu Album härter. Die Band ist mittlerweile nach Deutschland ausgewandert. Hier in Hamburg hat man die Hoffnung nicht mehr im Abseits am Ende der Welt zu stehen und kann somit schneller an Gigs in ganz Europa herankommen. In Australien geblieben ist Michael Vdellis langer Wegbegleiter Schlagzeuger Ric Whittle, der durch seine jazzige Ausrichtung für dynamische Highlights bei Konzerten sorgte. Mit Hajo Schüler (auch Hanser genannt) haben VDELLI aber einen adäquaten Ersatz gefunden, der viel Punch mitbringt und auch mit seiner Stimme überzeugt. Zeit also mal MIchael Vdelli zu fragen wie es aussieht und ob sein Freund Noel eine neue Küche hat (ja, denn "Noel burnt the Kitchen down").
Die U.S. Metal Veteranen Vicious Rumors melden sich mit einer starken Scheibe zurück. Es ist das erste Studioalbum mit dem Holländer Nick Hollemann am Mikrofon. Dieser konnte schon auf der letzten Live Scheibe durch sein starkes Organ überzeugen. Bei Concussion Protokoll handelt es sich um ein Kozeptalbum. Auch das haben Vicious Rumors vorher noch nicht gebracht. Beim Treffen mit dem vor Überzeugung triefenden Bandleader Geoff Thorpe hakte ich nach.
DEMONBREED sind nur dem Namen nach Newcomer. Denn dahinter verbergen sich fast vollständig ehemalige Mitglieder der Death-Metaller von LAY DOWN ROTTEN, und zwar Jost Kleinert (Vocals), Timo Claas (Drums), Johannes Pitz (Bass) und Daniel Jakobi (Guitars/Backing Vocals). Mit von der Partie ist zudem Fernando Thielmann (Guitars/Backing Vocals), der ebenso wie Jakobi bei MILKING THE GOATMACHINE spielt. Eine überaus illustre Runde also, die sich zum Ziel gesetzt hat, den todesmetallischen Untergrund so richtig aufzumischen. Drummer Timo Claas stand uns nun in einem Interview Rede und Antwort...
Bereits am 28.07. – einen Tag vor offiziellem DVD-Release – lud das saarländische Wolfsrudel zur Kinopremiere von „The Metal Mass Live“ ein. In zahlreichen Kinos wurde die Möglichkeit geboten, die Metalmesse auf der großen Leinwand genießen zu können. Die Wölfe selbst ließen sich diesen Spaß auch nicht nehmen und waren bei der Veranstaltung in Frankfurt am Main anwesend.
Und schon gibt es den zweiten Blick in den Plattenschrank. Welche „Kultalben“ verstecken sich bei Leuten wie David DeFeis, Chris Boltandahl, Gerre & Co im Plattenschrank? Auf jeden Fall dürft ihr euch in diesem Teil auf einige sehr hingebungsvolle Ausführungen zu den jeweiligen „Kultalben“ freuen.
Marcel Reich-Ranicki sagte in einem Interview mal, dass ein literarischer Kanon nicht als Gesetzbuch zu verstehen sei, sondern als eine Liste empfehlenswerter, wichtiger, exemplarischer Werke. Angesichts der Fülle an Werken drohte der Leser die Orientierung zu verlieren und Literatur würde der Willkür, Beliebigkeit und letztlich der Ratlosigkeit anheim fallen. Gibt es einen ähnlichen Kanon auch in der Rock bzw. Metal Musik? Nützlich wäre er ja vielleicht – immerhin sprechen wir seit mindestens 20 Jahren von „Veröffentlichungsflut“ und dem Problem, dass viele gute Alben einfach in der Masse untergehen. Orientierung wäre also sicherlich hilfreich. Ich habe mal verschiedene Musiker nach ihren TOP 5 Kultalben befragt.
Das Herz der internationalen Hardcore Szene schlägt wohl nach wie vor in den Nebenstraßen und Kellern US-amerikanischer Großstädte, vor allem in New York. Zwar bin ich alles andere als ein Experte, doch wenn ich mir die europäische Landkarte so anschaue, dann fallen mir vor allem die RYKERS ein. DEAFNESS BY NOISE klingen nach den Staaten, kommen aber aus dem ehemaligen Feindesland der USA: Kroatien. Mit „A Long Way Down“ steht nun das vierte Studioalbum der Krachmacher in den Läden und Frontröhre KRMPA stand mir Rede und Antwort.
Ich gebe offen zu, dass es mit Sicherheit originellere oder auch technisch bessere Death Metal - Formationen gibt, insbesondere, wenn man sich im Fahrwasser des in den letzten Jahren immer mehr zum Trend gewordenen Retro-Todesmetall bewegt. Doch ABYSSTHRONE aus dem Ostharz sind ebenso unoriginell, wie kompromisslos und authentisch und haben daher ihre musikalische Berechtigung. Zumal es sich bei dem Quintett keinesfalls um Greenhorns, sondern um gestandene Musiker handelt, die mich mit ihrem, im vergangenen Jahr veröffentlichten Demo "Necropolis Inferno" sofort in den Bann gezogen haben. Dieser Drei-Tracker erscheint wie ein untoter, blutig-roher Musikbrocken aus den Frühneunzigern, dem von ABYSSTHRONE neben dem gewissen Etwas auch neues Leben eingehaucht wurde.
Grund genug, mit den Jungs um Fronter Slotaar mal in die Gruft hinab zu steigen...
Anlässlich des 20jährigen Jubiläums und der damit einhergehenden Wiederveröffentlichung des SATYRICON-Meilensteins „Nemesis Divina“ haben wir uns deren langjährigen Black-Metal-Überdrummer FROST geschnappt, um in alten Zeiten zu schwelgen.
Die Hildesheimer Brutal Deather CASUS sind schon seit 2008 aktiv und in Osteuropa eine recht große Nummer. In der Heimat hingegen fliegen sie für viele unter dem Radar. Zeit, die Band auch hier mal genauer vorzustellen. Dazu Besuchte ich die Jungs im Proberaum. Der befindet sich im Gebäude des ehemaligen Masterplan Studios, in dem Bands wie PUNGENT STENCH oder ATROCITY ihre ersten Scheiben aufgenommen haben. Die Umgebung stimmt also auch. Zu Beginn rockt die Band drei neue Songs und ein Cover von ´Hammer Smashed Face´. Im Anschluss gab es dann das folgende Gespräch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bei CASUS mit Hellmut, Svenne, Alex und Prasanth.
Fast drei Jahre und einige lebenskritische Momente ließen die Finnen von OMNIUM GATHERUM zurück, ehe der nunmehr siebte Longplayer mit dem bezeichnenden Titel "Grey Heavens" erscheinen konnte. Von Sänger Jukka Pelkonen haben wir allerlei Erhellendes über das neue Album erfahren....
Der Name sagt alles: TOXIC WALTZ! Da dürfte jedem Metaljünger klar sein, dass es sich hier nur um Thrash Metal der Marke Bay Area handeln kann. Doch erstklassiger Bay Area Thrash muss lange nicht mehr aus den US of A kommen. Denn während sich das Land of the Free mit Donald Trump bemüht den bayrischen Landesvater Horst Seehover noch zu übertrumpfen, ist man musikalisch schon lange auf Augenhöhe mit EXODUS & Co. Und das liegt – neben Band wie DUST BOLT – vor allem an den Münchenern von TOXIC WALTZ. Sänger Angelo stand uns Rede und Antwort.
Was lange währt, wird meistens gut. Acht Jahre nach der Bandgründung legten REFUSAL vor Kurzem ihr Debüt ´We Rot Within´ über F.D.A. Rekotz vor. Die Finnen, die gar nicht landestypisch klingen, gaben gemeinschaftlich Auskunft über die Band und die finnische Szene.
THE UNGUIDED kommen zu uns mit ihrem neuen Album "Lust And Loathing" im Gepäck auf Tour und haben uns Rede und Antwort gestanden. Was ihr verrücktestes Bühnenerlebnis in Deutschland war oder welche deutschen Bands maßgeblichen Einfluss auf ihr Leben haben, könnt ihr hier nachlesen. Außerdem natürlich allerlei Wissenswertes zum neuen Album!