Nach einem fast konzertlosen Jahr Produktionszeit sind ALIVE AT LAST jetzt mit ihrer ersten, selbstbetitelten Full-Length zurück. 10 Songs über Veränderung und Rückschritt, Entfernung und Nähe, Verzweiflung und Hoffnung, Gewohnheit und Inspiration, aber auch über das Aufbäumen und gemeinsam stark zu sein. Alive at Last stehen uns im Interview Rede und Antwort und erzählen auch einiges Interessantes über ihr neues Album.
Sie sind bunt, sie sind schrill, sie sind jung und wild und sie sind bereit, die Metalszene im Sturm zu nehmen: Alpha Tiger aus dem sächsischen Freiberg. Nach ihrem Debüt haben sie das Jahr 2012 erfolgreich als Support von W.A.S.P. abgeschlossen und im Januar stellten sie dann ihr Zweitwerk „Beneath the Surface“ vor. Gitarrist Peter stand uns Rede und Antwort.
Nach 20 Jahren musikjournalistischer Tätigkeit und den Unmengen an Alben die einem in dieser Zeit auf den Tisch gekommen sind, sollte man fast meinen, dass es nur noch wenige altgediente und zugleich hörenswerte Bands zu entdecken gäbe. Doch das Leben hält immer wieder Überraschungen bereit und im Falle ENGRAVED handelt es sich auch noch um eine positive. 2012 haben die Jungs, die bereits seit 1994 aktiv sind, ihr mittlerweile fübtes Demo ”Days We Dread” veröffentlicht: eine wirklich überzeugende Mischung aus Schwedentot und Melancholie. Johan und Martin standen uns Rede und Antwort.
In Kalifornien ist es zwar warmer und sonniger als in Hannover, doch zumindest guten Punkrock kann man auch hier in der Landeshauptstadt finden. FAT BELLY haben mit ihrem zweiten Studioalbum „Set the Flag“ buchstäblich ihre Fahne auf der Punkrock-Landkarte gesetzt. Da wurde es auch Zeit, den Jungs mal ein paar Fragen zukommen zu lassen. Gitarrist Stephan „Hinde“ Hindemith nahm sich Zeit, um die Fragen zu beantworten.
Bereits in den 90igern sprach man allerorts von einer schier unüberschaubaren Veröffentlichungsflut. Dieses Phänomen hat mit der Etablierung der digitalen Medien sicherlich noch zugenommen, fast möchte man nun von der Veröffentlichungssinnflut sprechen. Da dürfte es dem Otto-Normal-Fan schwer fallen alle wirklich guten Alben auch tatsächlich mitzubekommen. Gut, dass wir hier die Aschenbrödel-Aufgabe übernehmen und die Spreu für euch vom Weizen trennen: ION VEIN aus Chicago gehören nämlich zu eben diesen Perlen des melodischen Power Metal, die in den Fluten der mittelmäßigen Band weggespült zu drohen werden. Mit „IV“ legen die Herren nach fast 10 Jahren aber nun Songmaterial vor, welches zum Pflichtprogramm eines jeden Power Metal Fan gehört.
Eine finnische Band mit fetten Thrash Metal Riffs ist schon ein wenig ungewöhnlich und doch gibt es sie. Vor einigen Wochen kam das Debüt der Jungs von RUINSIDE in die Läden und „The Hunt“ ist wirklich ein grandioses Album mit leicht düsterer Note geworden. Grund genug also, um Gitarrist und Schreihals Kimmo Jankkari mal mit ein paar Fragen auf den Leib zu rücken.
DANKO JONES sind mal wieder oder immer noch auf Tour. Dieses Mal promoten sie das aktuelle Album ´Rock ´n´ Roll Is Black And Blue´. Warum es sich trotz des Titels dabei aber eher um einen Rock ´n´ Roll-Regenbogen handelt und einiges mehr erfahrt ihr aus dem Gespräch mit Basser JC.
Wenn ich mal etwas in meinen Schränken wühlen würde, käme vermutlich irgendwo das „As Daylight Fades“ Demo aus dem Jahre 1994 zum Vorschein. „Oceans of Time“ steht fein säuberlich im Schrank und wird auch mit gewisser Regelmäßigkeit mal wieder in den Player geschoben. Während die Jungs aus dem Harz Mitte der 90iger noch vornehmlich in dusteren Clubs in Osterode und Umgebung zu finden waren, startete man mit „Baneful Skies“ Ende des Jahrzehnts richtig durch und war plötzlich in aller Munde. Doch wie sangen schon AC/DC? „It’s a long way to the top.“ Und so stellte sich auch der Weg der Niedersachsen als steinig und schwer heraus. Nach weiteren Alben, Line-Up Wechseln und einem Labelwechsel wurde es Still um die Band und schließlich verabschiedete sich die Truppe 2007 an einem verregneten Abend auf dem Rock Harz Open Air aus der Szene. 5 Jahre später gibt es nun mit „Noneternal“ wieder ein Lebenszeichen und Sänger Thorsten „Buddy“ Kohlrausch stand Rede und Antwort.
„Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären“ In der griechischen Mythologie sorgt ALASTOR dafür, dass Freveltaten wiederholt werden und sich ein Fluch so immer wieder erneuert. Den Harry Potter Fans ist der Name eher als Vorname des kauzigen Haudegens Mad-Eye Moody bekannt. Und die Freunde der härteren Gangart sollten sich künftig – sofern nicht ohnehin schon geschehen – eine dritte Bedeutung notieren: technischer Thrash Metal im Stile von POLTERGEIST, DESPAIR und GRINDER aus dem Nachbarland Polen. Mit „Syndroms of the cities” wird dieser Tage ihr Debüt aus dem Jahre 1989 wiederveröffentlicht. Außerdem erblickt mit „Destiny” nun endlich ein Album aus dem Jahr 1990 das Licht der Welt. Drummer Sławomir Bryłka nahm sich Zeit, um meine Fragen zu beantworten.
Nachdem MORGOTH im letzten Jahr anlässlich des 20jährigen Jubileums ihres Klassikers „Cursed" wieder auf die Bühnenbretter zurück kehrten, goss man mit dem Live-Mitschnitt „Cursed To Live", welcher im Frühjahr als DVD und CD veröffentlicht wurde gleich noch einmal hochexplosiven Treibstoff nach.
Der Reunion-Tour-Zirkus der deutschen Death Metal – Veteranen über die europäischen Festivals machte auch auf dem RockHarz-Open Air in Ballenstedt eindrucksvoll Station.Höchste Zeit also, um Frontmann, Rampensau, Sprachrohr und Grunzer Marc Grewe zum A-Z zu bitten...
Auf dem With Full Force 2012 (30.06.2012) stand uns Maik Weichert von Heaven Shall Burn Rede und Antwort. Was Maik auf dem heißesten Acker Deutschlands alles zu sagen hatte, könnt ihr hier lesen:
Seit es das Twilight nicht mehr als Heft gibt, ist die Rubrik ´Sharpshooter´, bei der sich Bands zu bestimmten Songs äußern, untergegangen. Das Gastspiel von MUNICIPAL WASTE ist eine gute Gelegenheit, den Sharpshooter wieder zu beleben. Also bekam Gitarrist Ryan Waste eine Auswahl des teutonischen Thrash auf die Ohren.
Wer auf Hardrock und Metal irgendwo zwischen AC/DC und Accept steht, der kommt an Bullet nicht vorbei. Und auch wenn sich auf dem neuen Album „Full Pull“ einige andere Einflüsse eingeschlichen haben, wir die Platte Fans nicht enttäuschen. Bassist Adam Hector beantwortet die Fragen zum Album.
Das Königreich Jordanien ist umgeben von Krisenherden, das Auswärtige Amt hält für europäische Reisende eine ganze Reihe von Sicherheitshinweisen parat und seit über einem Jahr kommt es in verschiedenen Städten des Landes immer wieder zu Demonstrationen für mehr Demokratie. „Das gelobte Land der Bibel“, wie es sich in einer Selbstdarstellung nennt, ist eigentlich ein islamischer Staat. Lange Haare, schwarze Shirts und Heavy Metal fristen in dem arabischen Staat ein Untergrunddasein. Mit EXILE zeigt sich nun eine coole Oldschool Thrash Metal Band auf der Bühne der Welt. Unter eigener Regie wird der erste Logplayer „Suspended Society…Mutilated Variety“ vertrieben.
Insgesamt vier sogenannte Bodyfarmen gibt es in den USA. Dort wird der postmortale Verwesungsprozess des Menschen erforscht. Kann man sich einen schöneren Arbeitsplatz vorstellen? Na ja, ich schon. Und Thomas, seines Zeichen Gitarrist und Sänger der Niederländer von BODYFARM, wohl auch – immerhin dürfte die Luft im Proberaum der Schwermetaller deutlich besser sein als auf einer Bodyfarm. Ordentlich Schweiß und Schwermetall dürfte allerdings auch bei den Niederländern in der Luft liegen, immerhin hat man mit „Malevolence“ ein richtig gutes Death Metal Album der alten Schule abgeliefert…
Los Angeles Mitte der 80iger Jahre: eine dichte Haarspraywolke liegt über der Stadt. Greller Lippenstift und knallenger Spandex soweit das Auge reicht. Freunde des härteren Metal haben sich längst ins Exil der Bay Area zurückgezogen. Alle? Nein, nicht alle. Brian Korban & Co versuchen den klebrigen Haarspraynebel mit messerscharfen Power/Thrash Metal Riffs zu durchschneiden. Fast könnte man meinen, der Titel der 1986 erschienen EP „Torture knows no boundary“ erzählt die Wirkung des Big Hair Metal auf die Jungs von HERETIC. Und tatsächlich: Bereits nach dem ersten Longplayer „Breaking Point“ (1988) verließ Sänger Mike Howe in Richtung METAL CHURCH und Korban gründete REVEREND. Fast 25 Jahre mussten vergehen, bis die Häretiker ein neues Album präsentieren würden. Das Warten auf „A Time of Crisis“ hat sich aber gelohnt. Da war es klar, dass ich Brian Korban (Vocals) und Bassist Angelo Espino mal mit ein paar Fragen auf den Leib rücken musste.
Bemüht man mal die Metalenzyklopädie, so spuckt diese unter dem Namen STRIKER gleich 6 Einträge aus. Die entsprechenden Bands stammen aus den USA, aus Österreich und Deutschland, sind zum Teil aktiv, zum Teil bereits Geschichte. Momentan macht jedoch eine Band aus Kanada auf sich aufmerksam. Sie hört ebenfalls auf den Namen STRIKER, gehört zu dem Kreis der jungen wilden Speed/Power Metal Bands die derzeit aus dem Boden sprießen und sie hat mit „Armed tot he Teeth“ gerade ein hervorragendes Album abgeliefert. Daher habe ich mir mal eben Sänger Dan Cleary zur Brust genommen und ihm einige Antworten entlockt.
Thrash Metal erfährt derzeit einen großen Aufschwung und neue wie alte Bands tummeln sich Frisch, fromm, fröhlich, frei im Mosh Pit. Kill Ritual fiebern zwar gerade erst dem Release ihres Debüts entgegen und doch haben wir es bei der Band mit altgedienten Veteranen der Bay Area Szene zu tun: Steve Rice griff schon bei Imagika in die Saiten. In derselben Band verdrosch Wayne DeVecchi die Felle. Danyael Williams betiente den Tieftöner bei den legendären Dark Angel, während Gitarrist Roberto Proietti bei Eldritch die Gitarre verwöhnte. Seit unserem letzten Gespräch ist nun einiges Wasser die Innerste hinuter gelaufen, so dass es Zeit wurde bei Steve anzuklopfen und nach einem Update zu verlangen.
Ursprünglich die Bezeichnung für einen Mann, „der Goldene“, später für eine Stadt und schließlich für ein ganzes Land in Südamerika: das sagenhafte Goldland „El Dorado“. Heute vor allem als Bezeichnung für südamerikanische Restaurants in Deutschland bekannt, diente der Name auch als Vorlage für eine süddeutsche Metal Formation – genreentsprechend am geändert in Helldorados! Nach einigen Problemen der Beta-Version, steht die Band nun voll unter Dampf und donnert uns ihr Debüt um die Ohren. Zu hören gibt es lupenreinen…. ja, was eigentlich? Sänger Pierre und Klampfer Steve standen uns Rede und Antwort.
Obwohl die Crust Punks aus Portugal bereits 20 Jahre auf dem Buckel haben, sind sie außerhalb ihres Landes kaum bekannt. Das soll sich mit dem aktuellen Output ´Economical Terrorism´ ändern.
Man traf sich in einer lokalen Musikschule, entdeckte gemeinsame musikalische Vorlieben, wollte eigene Ideen auf der Bühne umsetzen – so passiert es wohl in allen Musikschulen der Welt und auch in Bremen, wo sich Kaja und Jana eines Tages über den Weg liefen. Das Resultat der Begegnung war die Band „pinK mercury“. Diese gehört jedoch mittlerweile der Vergangenheit an und mittlerweile firmiert man unter Eyevory und stellt sich mit dem Debüt „The True Bequest“ der Musikwelt vor.
MASTER ist mit ´The New Elite´ erneut ein starkes Old School Death Metal Album gelungen. Also gilt es, ein paar Infos von Szene-Urgestein Paul Speckmann einzuholen. Da Wim Thoelke schon länger von uns gegangen ist, muss ich die Masterfrage(n) stellen.
Mit „Iron Dawn“ haben Marduk noch im Vorjahr eine EP veröffentlicht, die man mit Kriegsgeballer und Kompromisslosigkeit so von ihnen erwarten durfte. Das neue Album „Serpent Sermon“ schlägt hingegen in eine andere Kerbe. Lest selbst, was Bandchef Morgan Steinmeyer Hakansson dazu zu sagen hat.
Mit ihrem ersten Lebenszeichen ´Desolate Isolation´ haben SKELETAL REMAINS ein großartiges Demo veröffentlicht. Nicht nur die Tatsache, dass das Demo auf Tape veröffentlicht wurde, macht neugierig auf die Amis. Also gingen ein paar Fragen per Mail nach Kalifornien.
Legenden sterben nicht. Die Belgier von Channel Zero dürften als weiterer Beweis für diese Binnenweisheit gelten. Nach über 10 Jahren entschloss man sich 2009 abermals für eine Show auf die Bühne zurückzukehren. Aus Spaß wurde Ernst, aus Ernst wurde „Feed’em with a brick“, welches nun auch endlich in Deutschland erhältlich ist. Zwar haben sich die Jungs nicht unbedingt ganz zu ihren Thrash Wurzeln zurückorientiert, aber dafür konsequent dort weitergemacht, wo sie mit „Black Fuel“ (1996) aufgehört hatten.
Bereits am 27. April gaben Frames ihr Hannover Konzert in der Glocksee und präsentierten ihr jüngstes Werk „In Via". Angesichts der mittlerweile vergangenen Zeitspanne mag man es kaum glauben, doch wir waren vor Ort und haben Fragen gestellt und diese wurden uns geduldig und mit gewohnt guter Laune von Kiryll und Neuzugang Hajo beantwortet.
Am 1. Juni ist das dritte Album der niederländischen Gothic Metaller von Delain erschienen. Der Weg dorthin war steinig, doch das Durchhaltevermögen der Band um Frontfrau Charlotte Wessels hat sich ausgezahlt. Während die Nationalmannschaft der Orangen punktlos in die Heimat zurückkehren muss, ziehen Delain erhobenen Hauptes hinaus in die Welt, um die Fans mit den Songs von „We are the others“ zu beglücken. Charlotte nahm sich ein wenig Zeit, um uns einige Fragen zu beantworten.
Mehr als 25 Jahre liegt es zurück, dass Björn Eklund (a.k.a. Ralf Hubert) die Band ins Leben rief. Während er für solch illustre Combos wie Warlock, Steeler oder Living Death im Studio an den Reglern drehte, wurde die Idee zu einem Bandprojekt geboren.
WILD FRONTIER sind beileibe keine Unbekannten: seit fast 25 Jahren beackern Jens Walkenhorst und seine Jungs nun die heimische Hardrock Szene. Beeinflusst von Bands wie Bon Jovi, Dokken, Pretty Maids oder Gary Moore, machten sich die Hessen auf die Welt zu rocken. 22 Jahre und fünf Longplayer nach der Gründung dürften Bandkopf Walkenhorst & Co zwar andere Ziele als damals haben, doch in ihrem Stil sind sie sich all die Jahre treu geblieben. Mit dem bezeichnenden Titel „2012“ meldete sich die Band jüngst zurück und bot somit den passenden Anlass, um Gitarrist und Sänger Jens zur Bestandsaufnahme zu bitten.
Anfang der 80iger Jahre wurde im sonnigen Kalifornien eine recht teuflische Combo aus dem Höllenfeuer gehoben. Hautenges Leder, toupierte Haare, Pentagramme und dröhnende Amps waren die Markenzeichen der Jungs um den Gitarristen Jay Reynolds.
Das Geschützrohr auf dem Albumcover rauchte noch, da schlug das Debüt „Theater of Hate“ der Hannoverander von Hate Squad bereits ein wie eine Bombe. Danach ging es im Senkrechtstart an die Spitze der deutschen und europäischen Metalszene, Auftritte beim Dynamo 1995 usw. waren die Folge. Ich erinnere mich noch gut, als die Jungs kurze Zeit später im Proberaum mit „Not My God“ einen Song des Zweitwerks „I.Q. Zero“ präsentierten – ein absoluter Killer. Mit „Pzyco“ folgte dann 1997 das Drittwerk: ein bis heute unter den Fans umstrittenes Album, welches sicherlich zu den markantesten Einschnitten in der Karriere der Band zählt. Jüngst meldete man sich nun mit „Katharsis“ und neuem Deal im Rücken zurück. Szeneurgestein und Frontman Burkhard nahm sich die Zeit, um uns einige Fragen zu beantworten. Dabei präsentierte er zahlreiche äußerst interessante Informationen zur Geschichte der Band. Doch lest selbst…
Blind Guardian gehören zweifelsohne zu der Spitzenklasse im deutschen Heavy Metal und mit ihrem einzigartigen Stil haben sie mittlerweile auch zahllose Bands beeinflusst. Nach einem Vierteljahrhundert darf man dann wohl guten Gewissens einen Blick in die eigene Vergangenheit werfen.
Blind Guardian gehören zweifelsohne zu der Spitzenklasse im deutschen Heavy Metal und mit ihrem einzigartigen Stil haben sie mittlerweile auch zahllose Bands beeinflusst. Nach einem Vierteljahrhundert darf man dann wohl guten Gewissens einen Blick in die eigene Vergangenheit werfen.
Warum war gerade jetzt die Zeit für ein Best of Album gekommen?
Nach 25 Jahren passte das eigentlich ganz gut, oder? Der Vorschlag kam ursprünglich von unserer alten Plattenfirma und wir mochten die Idee, das Timing passte einfach. Wir wollten aber definitiv nicht einfach nur ein paar Songs unverändert auf die CD packen, es sollte schon etwas Besonderes werden, von daher haben wir eben alles neu gemixt bzw. 4 Lieder komplett neu aufgenommen, so ist das ganze deutlich interessanter, es sind zwar bekannte Lieder, aber eben in neuen Versionen, es gibt auf jeden Fall wieder etwas zu entdecken.
Die Songauswahl hält ja doch einige Überraschungen bereit. Nach welchen Kriterien habt ihr die Songs ausgesucht?
Wir haben uns erst mal durch unseren Backkatalog gehört und haben dabei einige vergessene Perlen wieder entdeckt, „Somewhere Far Beyond“ zum Beispiel. Ich hatte zwar noch im Hinterkopf, dass ich die Nummer immer mochte, aber mir war nicht bewusst, wie gut das Lied ist. Für mich ist es wirklich eine der mit Abstand besten Nummern, die wir je geschrieben haben. Wir wollten natürlich alle Phasen der Band abdecken, es sollte also jedes Album vertreten sein, und so haben wir uns dann Schritt für Schritt durch unsere Discographie gearbeitet. Außerdem wollten wir einen guten Flow haben, ähnlich wie bei unseren Konzerten, deshalb gibt es auf den CDs auch keine chronologische Reihenfolge der Lieder.
Weshalb hat es z.B. „Lord oft he Rings“ nicht auf die Scheibe geschafft, während „The Last Candle“ drauf ist?
Klar hätten wir gerne noch mehr Lieder auf die Best of gepackt, aber irgendwo muss man halt eine Auswahl treffen, sonst hätten wir eine 10 CD Edition rausbringen müssen. „Last Candle“ war auch eine dieser vergessenen Perlen, außerdem hat das Lied auch bei unseren Fans immer einen hohen Stellenwert gehabt, von daher passte es wunderbar auf die CD. „Lord of the Rings“ kommt dann in 25 Jahren auf Teil 2, versprochen ;-)
Als Special Edition gibt es eine Version mit Bonus CD, die u.a. Aufnahmen aus Lucifer’s Heritage enthält. Die Demoaufnahmen gibt es mittlerweile ja auch auf der „Battalions of Fear – Remastered“. Warum also nochmal?
Auch die Demos konnten wir nochmal etwas bearbeiten, sie klingen jetzt besser und sind vor allen Dingen im richtigen Tempo, da gab es bei der Version auf der „Battalions“ leider ein Problem und die Stücke liefen einen kleinen Tick zu langsam. Wir bekommen auch immer wieder Nachfragen nach den ganzen Demos, viele Leute wollen das gerne alles haben, von daher gibt es die Option, sich jetzt die 3 CD Version zu besorgen, da ist dann alles komplett drauf. Wer daran kein Interesse hat kann aber eben auch zur „normalen“ Doppel-CD greifen.
Wenn du dein persönliches BG Best of Album aufnehmen müsstest, welche 10 Songs würdest du auswählen?
Schwierige Frage, da ändert sich meine Auswahl wieder ständig, momentan würde ich spontan folgende Lieder nehmen: „Majesty“, „Follow The Blind“, „Lord of the Rings“, „Somewhere Far Beyond“, „Mordred‘s Song“, „Mirror Mirror“, „Punishment Divine“, „This will never end“ und „Wheel of Time“. Damit hätte ich dann von jedem Album ein Lied am Start und so unsere Geschichte ganz gut abgedeckt, aber wie gesagt, frag mich das morgen nochmal und du bekommst garantiert eine andere Zusammenstellung.
Blind Guardian stehen dieses Jahr wieder auf verschiedenen Festival Bühnen, z.B. Wacken und Rock Harz. Was sind die Vorzüge dieser Festivalauftritte gegenüber euren eigenen Shows?
Ich mag Festivals, weil man da immer wieder alte Bekannte und Freunde trifft. Außerdem hat man auf großen Open Air Bühnen natürlich immer schön viel Platz zum Joggen oder für eine schöne große Produktion, der Nachteil ist allerdings, dass der Kontakt zum Publikum nicht so gut ist, da die Photogräben dann auch gerne schon mal 10 Meter breit sind und die Fans einfach viel weiter weg von der Bühne stehen. Ich mag aber beides, die Mischung macht’s.
Wird es nochmal eine Neuauflage des „Blind Guardian“ Festivals geben?
Ja, garantiert, aber es gibt dafür im Moment noch keine konkreten Pläne. Das Problem ist, dass das ganze für uns sehr viel Planung und Vorbereitung bedeutet, und dafür haben wir im Moment ganz einfach keine Zeit, da wir in 3 Wochen ja schon wieder auf Tour sind. Aber wie gesagt, wir wollen das auf jeden Fall nochmal machen, die Zeit muss einfach passen.
Mittlerweile nehmen verschiedene Bands in eurem Studio auf. Möchtest du auch mal in den Produzentensessel wechseln oder bleibst du lieber bei den Gitarrenstunden?
Ich hab viel Spaß daran, bei mir zu Hause mich selber aufzunehmen, beim Songwriting oder wenn ich dann Demos von meinen Ideen mache, aber ich weiß nicht, ob ich unbedingt ein toller Produzent wäre, ich glaube, das würde ich eher andere überlassen. Man muss für den Job ja nicht nur technisch fit sein, sondern muss es auch beherrschen, den Musiker nach Möglichkeit zu seiner bestmöglichen Leistung zu pushen, keine Ahnung, ob ich das gut hinbekommen würde.
Welches sind die coolsten neuen Gitarrenaccessoires der letzten Monate für dich?
Ganz klar mein Axe FX 2. Ich hatte vorher schon ein paar Jahre das Axe FX Ultra, habe aber im letzten Jahr auf das neue Modell gewechselt und muss sagen, die Kiste ist unglaublich gut. Sie bietet mit der aktuellen Firmware über 70 Amps, die echt sehr gut klingen, dazu alle Effekte, die man sich nur wünschen kann, Boxen, Mikros, was auch immer man so braucht als Gitarrist, und das ganze auf 2 HE, praktischer geht es nicht
Immer noch Les Paul oder hast du mittlerweile doch ein anderes Modell für dich entdeckt?
Ich werde wohl immer bei meinen Les Pauls bleiben, das ist für mich einfach die perfekte Gitarre, da stört mich nichts, da fehlt nichts, es gibt für mich keinen Grund, zu wechseln. Allerdings habe ich inzwischen auch eine Flying V in meinem Arsenal. Meine erste E-Gitarre war damals eine Flying V und irgendwann wollte ich einfach wieder eine haben. Die V spielt sich definitiv anders als eine Les Paul, manche Sachen fallen mir darauf sogar leichter, andere deutlich schwerer, aber meine V sieht ziemlich cool aus und klingt tierisch gut, das ist meine „Spaß-Gitarre“ für zwischendurch.
Immanuel Kant stellte einmal fest, dass mit dem Alter die Urteilskraft zunehme, das Genie hingegen ab. Dies scheint durch das Debüt einer Band aus dem baden-württembergischen Spraitbach bestätigt zu werden. Zwar sind die Jungs um Sänger/Gitarrist Timo Joos lange nicht mehr so jung, wie der ein oder andere Journalist seine Leser glauben machen will, doch dafür ist „Evolution’s Crown“ umso genialer ausgefallen. Ende März ist es endlich soweit und die Langrille wandert in die Futtertröge der Plattenläden, um dort den Hunger der Death Metal Gemeinde zu stillen. Timo nahm sich Zeit, um einige Fragen zu beantworten.
Am 24. Februar erscheint das Debüt einer neuen Schweinerockkapelle aus deutschen Landen. Ehemals waren Henny Wolters (ex-Thunderhead) und Klaus Sperling (Freedom Call) Kollegen bei Primal Fear. Doch sie tauschten blankpolierten Metal gegen den ölverschmierten Rock der Straße und fanden im hünenhaften Oimel Larcher die perfekte Ergänzung zu ihrem Trio.
Energiewende und Klimawandel hin oder her, ein paar Flaschen Haarspray für die amtliche Big Hair Frisur werden wohl erlaubt sein. Schon der Blick auf das Bandphoto zeigt, dass die Hollywood Burnouts offenbar direkt aus der Zeitmaschine entsprungen sind, denn hier werden Erinnerungen an alte Poison, Mötley Crüe, Cinderella & Co wach. Auch musikalisch hält der Vierer was die Optik verspricht: Nothing but a good time!
"Metal is Forever" dröhnt es aus den Boxen, wenn die mittlerweile international besetzt und erfolgreiche süddeutsche Power Metal Formation um Mat Sinner und Ralf Scheepers zum musikalischen Raport gebeten werden.
Mit “Global Flatline” haben ABORTED endlich wieder einen echten Kracher vorgelegt. Außerdem haben sie gerade eine Europa-Tour hinter sich. Zeit für eine Bestandsaufnahme mit Sänger Sven De Caluwe.
Der französische Schriftsteller Andrè Gide stellte einst fest: „Es ist ein Gesetz im Leben: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich dafür eine andere.“ Nach dieser Prämisse lebt auch Thrash Metal Veteran Steve Rice, der nach fast zwanzigjähriger Bandgeschichte einen Schlussstrich unter das Thema Imagika zog.
NIGHT IN GALES sind die Pioniere des deutschen Melodic Death Metal. Die Band entfernte sich etwas von ihren Wurzeln, ehe es dann sehr still um sie wurde. Mit ´Five Scars´ melden sie sich fulminant zurück und zeigen, dass sie den vielen jungen Bands des Genre locker die Butter vom Brot nehmen können. Bassist Tobias bringt uns auf den Stand der Dinge im Hause NIGHT IN GALES.
Die Zeit ist reif für ein neues Hardrock Meisterwerk und dieses Mal haben die Kalifornier ihre Kralle besonders tief ins Gesäß der strombetriebverwöhnten Gitarrengemeinde versenkt. Mit „III“ steht ein traditionsbewusstes Hardrock Scheibchen von feinster Qualität in den Läden. Grund genug also, um Drummer John Parker mal wieder ein paar Fragen zukommen zu lassen.
SAMIAM sind eine Institution in der Alternative Rock Szene. Bands wie Green Day oder Bad Religion haben sich darüber gefreut, für die Kalifornier eröffnen zu dürfen. Durch lange Pausen ist die Popularität der Band wieder gesunken.
Ein neues Album von „The Rotted“, ehemals „Gorerotted“ ist im Kasten. Höchste Zeit, mal mit Sänger Ben zu plaudern. Der ist stolz auf das neueste Werk „Ad Nauseam“ und flucht nebenbei über die Metal- und Deathcore-Szene.
Silverdollar hört sich fast mehr nach einem amerikanischen Automodel als nach einer Metalformation an und doch handelt es sich um eine solide, gußeiserne Krachcombo aus dem Norden Europas.
Gut Ding will Weile haben, das weiß der Volksmund schon lange. So dauerte es auch länger als gewöhnlich, bis ihr dieses Interview in den virtuellen Händen haltet.
Sie vermischen Horror Rock mit einer zarten Haarspraynote und den schillernden Melodien der Sleaze Rock Szene: Sister. Mit „Dead Boys Making Noise“ haben die Schweden im letzten Jahr bereits einen Leckerbissen auf den Markt gebracht.
Twisted Tower Dire aus dem schönen North Carolina haben sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe im melodischen Power Metal gemausert. Obwohl sie ihre traditionellen Power Metal / NWoBHM Wurzeln nie verleugnen, sind sie doch auch zunehmend melodiöser geworden.
Frühsommerlicher Plausch im idyllischen Freisitz des Conne Islands in Leipzig mit Armand Majidi, seines Zeichens Schlagzeuger der Band Sick Of It All am 01.04.2011.
Im Interview selbst geht es um Nazis, Touralltag und die Verbundenheit mit dem Conne Island.