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01METALREVIEW

Grailknights – Forever

  • Herkunftsland: DE
  • Rating: 12
  • V.Ö.: 17.10.2025
  • Spielzeit: 36 Minuten
  • Tracklist / Songs: Track Listing | CD:
    1-1 - Yes Sire (00:02:22) |
    1-2 - Grail Gym (00:03:09) |
    1-3 - Necronomicon (00:02:51) |
    1-4 - Weekend Ninja (00:03:07) |
    1-5 - In The Eyes Of The Enemy (00:03:54) featuring Chiara Tricarico (MOONLIGHT HAZE, AVANTASIA (live), ex-TEMPERANCE)
    1-6 - Snow In Bordeaux (00:03:13) |
    1-7 - Grailforce One (00:02:49) |
    1-8 - Mighty Metal Maiden (00:03:14) |
    1-9 - Animated Love (00:04:22) |
    1-10 - Powerlift (00:03:19) |
    1-11 - Forever (00:03:12)
    1-12 - Super Trouper (00:03:28) | Bonus Track (digipak-CD/vinyl only)

    Track Listing | Vinyl:
    A1 - Yes Sire (00:02:22) |
    A2 - Grail Gym (00:03:09) |
    A3 - Necronomicon (00:02:51) |
    A4 - Weekend Ninja (00:03:07) |
    A5 - In The Eyes Of The Enemy (00:03:54) |
    A6 - Snow In Bordeaux (00:03:13) |
    B1 - Grailforce One (00:02:49) |
    B2 - Mighty Metal Maiden (00:03:14) |
    B3 - Animated Love (00:04:22) |
    B4 - Powerlift (00:03:19) |
    B5 - Forever (00:03:12) |
    B6 - Super Trouper (00:03:28) Bonus Track (digipak-CD/vinyl only)

    Formats:
    - excl. t-shirt bundles: t-shirt + transparent yellow 1LP vinyl OR digipak-CD
    - digipak-CD
    - transparent yellow 1LP vinyl
    - jewel case-CD
    - digital
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Sir Optimus Prime | vocals
      Count Cranium | guitars
      Sovereign Storm | guitars
      Duncan MacLoud | bass
      Lord Drumcules | drums

      Produced by Sascha Paeth at Pathway Studios
      , Bild: , Bild - Copyright ©: Miss Kim
  • Website:
  • Video:
  • GALERIE - Einzelbilderauswahl:
    • Spalten: Zwei, Galerie - Einzelbilder:
  • Einleitungsbild - min. Breite 600 pixel:
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Die GRAILKNIGHTS treten erneut an, um ihren Erzfeind Dr. Skull zu besiegen – ein für alle Mal, sozusagen „Forever“. Dazu haben sich die Melodic Metal Superheroes nicht nur abermals in ihre Kampfanzüge geworfen, sondern ebenfalls ihre Instrumente geladen. Nun sind sie bereit, ihre klebrig-opulenten Metalsongs auf die Metalheads abzufeuern.

Ich muss zugeben: Ein wenig albern fand ich das Konzept sowie die dazugehörigen Kostümierungen der Jungs aus Grailham City schon immer. Andererseits muss man Sir Optimus Prime und seiner Truppe aber auch zugutehalten, dass sie sich seit Jahren den Allerwertesten abspielen, um ihre Version von melodiösem Power Metal unters Volk zu bringen. Dabei machen sie selbst vor den Muskelschmieden der Nation nicht halt und liefern mit „Grail Gym“ (inkl. Trainingseinheit auf YouTube) und „Powerlift“ gleich zwei Songs für das tägliche Workout. Zugegeben, den Kollegen Trillmich würde diese Art des Disco-Metal zweifellos zu neuen Geschwindigkeitsrekorden beim Langstrecken-Sprint animieren. Doch die Disco-Beats sind auf „Forever“ zum Glück nicht so omnipräsent und dominant wie bei BATTLE BEAST & Co. Das titelgebende „Forever“ ist beispielsweise ein sehr eingängiger Melodic Metal Song mit viel Ohrwurm-Potenzial. Und so wie die Scheibe aufhört, beginnt sie auch, denn das neueste Sing-a-long für den „Grailknights Battlechoir“ ist ein echter Fist-Raiser geworden: „Yes Sire!“. Mit „Necronomicon“, Weekend Ninja“ und „Snow In Bordeau“ liefern die farbenfrohen Metalhelden durchweg hörenswerte Songs ab, die allesamt mit guten Refrains punkten können. „Grailforce One“ erinnert fast an LORDI zu deren Hochzeiten und dürfte live ein echter Smasher sein. Auch „Mighty Metal Maiden“ lässt aufhorchen, während das verträumte „Animated Love“ etwas uninspiriert daherkommt und für mich der schwächste Song des Albums ist. Skip. Der zweite balladeske Song, „In The Eyes Of The Enemy”, entpuppt sich hingegen als einer der nachhaltigsten und bodenständigsten Tracks auf „Forever“. Neben dem gelungenen Songwriting kann hier vor allem MOONLIGHT HAZE Sängerin Chiara Tricarico als Gastsängerin punkten.
Die GRAILKNIGHTS sind sicherlich nicht für jeden Geschmack, mir gefällt „Forever“ jedoch gut und der Band gelingt es meist, den Kitsch in erträglichem Maß zu halten. Neben jeder Menge Bombast gibt es auch sehr viele eingängige Melodien und schmissige Melodic Metal Hymnen. Grwols wie in der Vergangenheit gibt es auf "Forever" nicht mehr. Und anders als die Musik, ist die Spielzeit mit 36 Minuten nicht gerade bombastisch ausgefallen.
Die laufende Tour mit den „Metal“- Erythriten von ALL FOR METAL dürfte allerdings nicht nur bei Diabetikern für einen Zuckerschock sorgen. Da warte ich doch lieber, bis die GRAILNIGHTS mal wieder in anderer Gesellschaft unterwegs sind.

24.10.2025 DE Munich - Backstage (Werk)
25.10.2025 DE Schirnding - Gemeindehalle
26.10.2025 CZ Zlín - Masters of Rock Café
27.10.2025 HU Budapest - Analog Music Hall
29.10.2025 AT Vienna - Viper Room
30.10.2025 DE Stuttgart - Im Wizemann (Club)
31.10.2025 DE Cologne - Club Volta
02.11.2025 FR Paris - Nouveau Casino
03.11.2025 ES Bilbao - Sala Groove
04.11.2025 ES Madrid - Revi Live
05.11.2025 ES Salamanca - Sala B Caem
06.11.2025 FR Lyon - Rock n’ Eat
07.11.2025 BE Kortrijk - DVG Club
08.11.2025 DE Löffingen – Rocknacht
May 8, 2026 - DE – Braunschweig

Memories Of Old – Never Stop Believing

  • Herkunftsland: GB
  • Rating: 13
  • V.Ö.: 24.10.2025
  • Tracklist / Songs: 01. The Turn of a Page (Intro) 01:13
    02. Never Stop Believing 06:16
    03. Guardians of the Kingdom 05:53
    04. Memories Of Old 04:46
    05. Fly Away Together 05:45
    06. After the Storm 05:01
    07. Fire in the Night 05:20
    08. Life Begins Again 05:46
    09. End of the Tunnel 06:43
    10. Rebirth: An Epilogue 00:32
    11. Journey to the Stars 08:12

    CD ONLY BONUS TRACK
    12. Some Day Soon (feat. Noah Simmons) 4:57
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Billy Jeffs: guitars, drums, keyboards, orchestration, backing vocals
      Noah Simmons: lead vocals
      Rhys Morgan: bass guitar
      Anthony Thompson: keyboards
      Wayne Dorman: lead guitars

      Produced by Billy Jeffs und Alessio Garavello (Power Quest)
      , Bild: , Bild - Copyright ©: Memories of Old/Promo
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Wenn ich den Kollegen Trillmich mal so richtig erschrecken möchte, dann spiele ich ihm vielleicht mal das zweite Album der Briten MEMORIES OF OLD vor. Vermutlich reicht es allerdings schon, wenn ich ihm ne Postkarte mit dem schrillen Coverartwork in den Briefkasten werfe. Denn dass der geschätzte Kollege „Never Stop Believing“ jemals bis zum Ende (des ersten Songs) durchstehen wird, ist trotz der Teilnahme des ehemaligen ONSLAUGHT-Klampfers Wayne Dorman unwahrscheinlich. Andererseits: „Never Stop Believing“!

MEMORIES OF OLD liefern auch mit „Never Stop Believing” die volle neoklassische Melodic Power Metal Breitseite, die nur für Fans von MAJESTICA, GLORYHAMMER, NARNIA oder einer der zahlreichen RHAPSODY-Auswüchse ohne psychologische Betreuung hörbar ist. Mit anderen Worten: Ich finde es geil. Und es ist sicher kein Zufall, dass auf dem Debüt noch MAJESTICA-Mastermind Tommy Johannsson am Mikro stand. Nach kurzem Gastspiel von Jamie Jordan, mit dem 2022 u. a. die Single „You know it’s Christmas“ veröffentlicht wurde, steht nun der Ami Noah Simmons am Mikro, auf den Bandkopf Billy Jeffs im Internet aufmerksam wurde. Der Song „Guardians of the Kingdom“ wurde ebenfalls bereits 2022 mit Jordan aufgenommen, nun aber nochmal mit Simmons am Mikro als Single ausgekoppelt. Deutlich stärker finde ich Songs wie „Fly Away Together“ oder „Fire in the Night“. In „After the Storm“ gibt es dann auch vorsichtige Disco-Sequenzen, wie man es etwa von BATTLE BEAST kennt. In der Ballade „Life Begins Again“ reitet der Pegasus des Covers gekonnt durch die ein oder andere Kitsch-Pfütze, bevor der Anfang von „End of the Tunnel“ durchaus als Bewerbung für Kiwis ZDF-Fernsehgarten gelten darf. „Rebirth: An Epilogue“ liefert das opulente Vorspiel für den symphonischen Melodic Metal Ohrgasmus am Ende des Albums.
Ich gebe zu, man muss es mögen, aber wem FREEDOM CALL nicht melodiös und MAJESTICA alleine nicht genug sind, der bekommt mit dem Zweitwerk von MEMORIES OF OLD in jeglicher Hinsicht ein musikalisches Aphrodisiakum für eine knappe Stunde zwanglosen Musikgenusses. Nicht umsonst heißt es in „Journey to the Stars“ „Come and join us…”! Versucht es doch mal.

Feanor – Hellhammer

  • Herkunftsland: AR
  • Rating: 12
  • V.Ö.: 19.09.2025
  • Spielzeit: 67:13 min
  • Tracklist / Songs: 01. Sirens Of Death
    02. Bad Decisions
    03. Hellhammer
    04. Remember The Fallen
    05. The Conqueror's Path
    06. The Epic Of Gilgamesh Pt2 (The Quest For Immortality)
    07. H.M.J
    08. Maglor The Singer
    09. Forged In Steel
    10. The Flight Of The Valkyries
    11. Houses Of Fire
    12. The Ballad Of Beren And Luthien
    13. This One's For You
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Mike Stark - Vocals
      Thilo Herrmann - Guitars
      EV Martel - Guitars
      Diana Boncheva - Violins
      Emiliano Wachs - Drums
      Victor Gustavo Acosta - Bass, Keyboards


      GUEST MUSICIANS
      Huseyin Kirmizi - Additional piano on "The Epic Of Gilgamesh Pt2 (The Quest For Immortality)"
      Sven D'Anna (Wizard) - Additional vocals on "The Epic Of Gilgamesh Pt2 (The Quest For Immortality)"
      Piet Sielck (Iron Savior) - Additional choirs, guitars, leads and keyboards.
      Ross The Boss (ex-Manowar) - Lead guitar on "This One's For You".
      David Shankle (ex-Manowar) - Lead guitar on "Houses Of Fire".
      Vanni (Wotan) - Additional vocals on "The Flight Of The Valkyries".
      Walter The Scorpion - Intro and outro guitars on "Bad Decisions".
      Camilla Stark - Additional choirs in "Sirens Of Death", Luthien character in "The Ballad Of Beren And Luthien".
      Alexandros Delialis - Baritone (Thingol) voice in "The Ballad Of Beren And Luthien".
      Alex Langenbach - Narrator in "The Ballad Of Beren And Luthien".

      Mixed and mastered by Piet Sielck at Powerhouse Studio
      Album artwork by Andreas Marschall
      , Bild:
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„We Are Heavy Metal” postulierten FEANOR vor knapp 10 Jahren und inhaltlich hat sich daran auch mit „Hellhammer“ nichts geändert: kernige Riffs, eingängige Melodien, gelungene Arrangements, Fantasy-Lyrics und eine homöostatische Portion Pomp. Allerdings ist das aktuelle Coverartwork aus der Feder von Andreas Marshall um Lichtjahre besser als das von dem 2016er Album.

Bandgründer Victor Gustavo Acosta hat für das aktuelle Album wieder ordentlich am Besetzungskarussell gedreht und eine internationale Truppe zu den Waffen gerufen. Am Mikro löst der Schwede Mike Stark (u. a. GENERATION STEEL, ex-STARBLIND) WIZARD-Frontmann Sven D’Anna ab, der zuletzt auf dem 2021er MANOWAR-Cover „Thor (The Powerhead)“ zu hören war. Dafür hat mit Thilo Herrmann (u. a. ex-FAITHFUL BREAT, ex-RISK, ex-RUNNING WILD) nun ein Deutscher die Gitarre übernommen – gemeinsam mit dem Kurzzeit-MANOWAR-Klampfer E.V. Martel aus Brasilien. Diana Boncheva übernimmt auf „Hellhammer“ die Violine und nur Schlagzeuger Emiliano Wachs gehört bereits zum alten Bestand der Truppe. Die Liste der Gäste ist lang und mit Sven D’Anna und David Shankle finden sich auch zwei alte Weggefährten darunter, ebenso wie Piet Sielck, der zudem für den Mix und das Mastering zuständig war.
Bandname und Coverartwork weisen auch den Ahnungslosen den Weg, denn natürlich liefern FEANOR auch auf ihrem fünften Longplayer besten Melodic Power Metal mit starkem Fantasy-Einschlag, der sich nicht nur in den Texten äußert, sondern auch in manch opulenter Passage, die mitunter im Neo-Barocken wildert (bspw. das Zwischenspiel „The Conqueror's Path“). „Remember The Fallen“ holt alle MANOWARiors dieser Welt ab, während ich meinen Pöter verwettet hätte, dass GRAVE DIGGERs Chris auf „Sirens Of Death“ zu hören ist. Ein Refrain wie „Heavy Metal Jesus. Heavy Metal is the Law” aus dem schmissigen „H.M.J.“ hätte zudem auch gut auf einem GRAVE DIGGER Album seinen Platz gefunden – wobei die Kanonenschüsse eher an RUNNING WILD erinnern. Gute Nummer. Das kurze akustische Zwischenspiel „Forged In Steel“ versammelt die Metalheads kurzzeitig ums Lagerfeuer, wobei Stark hier ein wenig in Richtung Warrel Dane singt. Dafür gibt es im folgenden „The Flight Of The Valkyries“ einige semi-Growls. Während das schnelle „House of Fire“ über so manche schwache VIRGIN STEELE-Scheibe hinwegtrösten kann, wird es in „The Ballad Of Beren And Luthien“ stellenweise symphonisch und theatralisch. Nicht mein favorisierter Song. Da skippe ich lieber zum kraftvollen Rausschmeißer „This One’s For You“.
Zwar ist auch auf „Hellhammer“ nicht alles Gold, aber die Truppe liefert doch ein hörenswertes Album für alle Anhänger von RUNNING WILD, VIRGIN STEELE, MANOWAR & Co ab und weiß doch über weite Strecken gut zu unterhalten. Ein paar Minuten weniger hätten es vielleicht auch getan.
All Hell… äh… Hail to FEANOR!

A.Y.M. – Are You Ready (EP)

Im Småland eines bekannten schwedischen Möbelhauses treibt sich mit Sicherheit so mancher kleiner Satansbraten rum, doch einen ähnlichen Punch wie A.Y.M. dürfte wohl kaum einer der kleinen Racker haben. Die Band aus der Provinz Småland bietet auf ihrer ersten EP „Are You Ready“ mehr als nur funktionalen Pressspan-Metal mit putzigen Namen.

Der Fünfer aus dem südschwedischen Växjö (u. a. auch die Heimat von AMBUSH, THUNDERMOTHER oder FURBOWL) hat sich auf seinem ersten Lebenszeichen dem schwedischen (True) Heavy Metal verschrieben, so wie man ihn auch von den Landsmännern HAMMERFALL kennt – allerdings wirken A.Y.M: irgendwie ernsthafter. Dennoch sollte man sich für einen textsicheren Konzertbesuch tunlichst Vokabeln wie „Steel“, „Hammer“, „Power“ oder „Crown“ aneignen. Allerdings hat man „Are You Ready“ einen sehr amtlichen, druckvollen Sound verpasst, so dass der Heavy Metal der Band absolut zeitgemäß und nicht retro klingt. Jeder Song ist absolut eingängig und abwechslungsreich arrangiert. Man hört, dass man es hier nicht mit Anfängern zu tun hat – auch wenn mir die ehemaligen Bands der Mitglieder allesamt unbekannt sind. Frontmann Alex Vince liefert einen hörenswerten Job ab und agiert nicht nur in hohen Regionen, sondern variiert seine Stimme in angenehmer Weise. Schon das titelgebende „Are You Ready“ offenbart, dass A.Y.M. auch von Bands wie THIN LIZZY beeinflusst sind.
A.Y.M. setzen sich mit ihrer Debüt-EP „Are You Ready“ kurzerhand die Metal-Krone selber auf, was textlich und optisch auf dem Cover dargestellt wird. Doch auch wenn es für den Metal-Thron vielleicht noch nicht reicht, müssen sich A.Y.M. zu keiner Sekunde hinter etablierten Acts wie HAMMERFALL, AMBUSH, AIR RAID & Co. verstecken, denn „Are You Ready“ weiß über die gesamte Spielzeit zu überzeugen. Da freut man sich schon auf einen Longplayer.

Fury – Interceptor

  • Herkunftsland: GB
  • Rating: 12
  • V.Ö.: 05.09.2025
  • Spielzeit: 43:50 Min
  • Tracklist / Songs: 1. Interceptor
    2. What’s It Gonna Be?
    3. On The Town
    4. Don’t Lie To Me
    5. In Pursuit Of Destiny
    6. Can’t Resist (Gimme What I Need)
    7. Walk Away
    8. Look At Us Now
    9. DTR
    10. Undistilled
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Julian Jenkins – guitar, vocals
      Nyah Ifill – vocals
      Becky Baldwin – bass
      Tom Fenn – drums
      Tom Atkinson – guitar
      , Bild: , Bild - Copyright ©: Adam Kennedy
  • Website:
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Birmingham gehört(e) sicherlich zu den Hotspots der britischen Metalwelt, doch in letzter Zeit konnten die Briten nicht mehr mit vielen herausragenden Acts punkten. Vielleicht ändert sich das mit dem neuen Album von FURY.

Die Band hat seit ihrer Gründung 2010 zahlreiche Line-Up Wechsel durchgemacht. Eine gelungene Personalentscheidung war es, Nyah Ifill als zweite Sängerin an Bord zu holen, denn die Frontfrau gibt den Songs nochmal eine besondere Note und der Band ganz neue Möglichkeiten. So teilen sich Gitarrist Julian Jenkins und Nyah verschiedentlich die Vocals, was für ordentlich Abwechslung sorgt.
Und während das farbenfrohe Cover eher auf Retro-AOR schließen lässt, punktet die Band tatsächlich mit einer kraftvollen Mischung aus schnoddrigem Hardrock und melodiösem Heavy Metal. Insofern passt die druckvolle Produktion von Todd Campbell, den man auf einer gemeinsamen Tour mit Phil Campbell and His Bastard Sons kennenlernte, perfekt zur Musik des Fünfers. Während das titelgebende „Interceptor“ oder „Look At Us Now“ zum headbangen einladen, kommt mit „Don’t Lie To Me“ ein echtes Groove-Monster mit poppigen Anleihen aus den Boxen gekrochen. Mit „Walk Away“ wird es ruhiger, aber nicht schnulzig. „DTR“ steigert sich zur echten Rock-Hymne, bevor der Hörer mit dem verträumten „Undistilled“ entlassen wird.
FURY, in deren Reihen MERCYFUL FATE Bassistin Becky Baldwin den Tieftöner bedient, legen mit „Interceptor“ ein gelungenes und vacettenreiches Hard Rock/Metal Album vor auf dem sie sich stilistisch nicht limitieren lassen und doch den roten Faden nicht verlieren. Hört man selten und insofern sollte man „Interceptor“ durchaus mal antesten.

Deteriorot - Awakening

  • Herkunftsland: US
  • Rating: 9
  • V.Ö.: 21.10.2025
  • Spielzeit: 36:47
  • Tracklist / Songs: 01. Awakening
    02. The Flame
    03. In Battle to Survive
    04. Horrors in an Everlasting Nightmare
    05. A Ghost in the Mirror
    06. Deliver Us From Fiction
    07. Haunting Images From a Past Life
    08. Programmed By Fear
    09. Winter Moon
    10. In Silence
    11. The Spirit1
    12. To Sleep
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Paul Zavaleta – Vocals, Guitars
      James Goetz – Drums
      Travis Meredith – Bass
      Arthur Reid – Rythm Guitars
      , Bild: , Bild - Copyright ©: Deteriorot/Xtreem Music
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    • Bild: , Bild - Copyright ©: Deteriorot/Xtreem Music, Objekt - Position: Links
Deteriorot sind US-Amerikanische Death Metal-Urgesteine, seit 1992 nahezu ununterbrochen aktiv und “Awakening” ist das mittlerweile vierte Langeisen des Quartetts aus North Carolina.

Die Band zelebriert absolut puristischen Todesstahl ganz alter US-Schule, der jedoch auch maßgeblich europäisch, insbesondere britisch beeinflusst ist, wobei auch finnische Acts ihre Spuren inspiratorisch hinterlassen haben dürften. Death-Doom der ganz frühen My Dying Bride trifft bei Deteriorot auf grindiges US-Geprügel und treibende Bolt Thrower-Anleihen sowie “Karelian Isthmus”-Vibes. Gesanglich agiert Paul Zavaleta zwischen beschwörendem Flüstern und ultratiefem Gutural-Gesang sowie fiesestem Geröchel. Der Sound auf “Awakening” ist absolut roh, matschig und etwas schwachbrüstig, allerdings hat genau diese Kombination einen maßgeblichen Anteil an der extrem düsteren Atmosphäre, die “Awakening” heraufbeschwört.

Deteriorot und “Awakening” sind eine Bank für Todesmetall-Maniacs und ein absoluter Geheimtipp für alle, die es werden wollen. Wie erwähnt ein hässlicher Bastard aus uralten My Dying Bride, treibendem Bolt Thrower-Riffing, Suomi-Atmo und technischem US-Death-Geprügel. Nicht originell, dafür brutal-authentisch.

Seraina Telli – Green

Musik erscheint für sie in Farben, erklärt die Schweizerin den Titel ihres dritten Soloalbums, wobei „Green“ erst der Anfang eines größeren Projekts sein soll. Für den Moment ist das aktuelle Album aber vor allem ein eindrucksvolles Statement in Sachen Selbstverwirklichung.

Persönlich ist SERAINA TELLI auf ihren Alben stets gewesen und auch auf „Green“ greift die Multiinstrumentalistin wieder die unterschiedlichsten Themen auf: Gesellschaftskritik, Empowerment und viel persönliche Reflexion. Dabei gehen Songs wie „Home“, das textlich auch gut aus dem amerikanischen Country-Umfeld stammen könnte, wieder einmal unter die Haut. In „17“ greift Telli das Problem der Selbstfindung bzw. der Selbstzweifel auf, welches sie sicherlich aus eigener Erfahrung kennt, das aber auch auf zahllose Heranwachsende zutrifft. Dieser Identitätsprozess spiegelt sich auch in Tellis bisherigem Schaffen wider, nahm die Schweizerin doch sowohl zwei Alben mit den Metallerinnen von BURNING WITCHES auf, als auch mit dem schwer verdaulichen Prog-Rock-Trio DEAD VENUS, bevor sie sich auf ihre Solokarriere konzentrierte. Diese führte sie neben Solo-Touren auch ins Vorprogramm von GOTTHARD oder KISSIN‘ DYNAMITE, mit denen sie gerade unterwegs ist.
Rockige Momente wie in „Brown Eyed Boys“, „Get Back“ oder „In Your Face Rock” finden sich auf „Green“ ebenso wie ruhige Töne („Off“, „Gold“) oder experimentellere Songs („Love“, „Black & White“). Ausgerechnet die erste Singleauskopplung „Consequences“ ist für mich der vielleicht schwächste Song des Albums, auch wenn er ein typischer „Telli“ ist, in dem die Powerfrau ihre beachtliche Stimme voll zur Geltung bringt. Das eher poppige „Let it All Out“ hat mich hingegen vom ersten Moment an überzeugt.
Auf „Green“ bleibt SERAINA TELLI sich treu, ohne in Stillstand zu verfallen. Alle bekannten Trademarks der Ausnahmesängerin wirken ausgefeilter und noch stimmiger als auf den vergangenen Alben, so dass das „Green“ noch zugänglicher geworden ist als die Vorgänger. Optisch wie musikalisch setzt „Green“ ein fettes Ausrufezeichen – ich habe mir die LP natürlich bereits bestellt. In grünem Vinyl, ist ja klar.

Cemetery – Thoughts on Life … and Death

Düstere Zeiten bringen düstere Alben hervor. CEMETERY erzählen auf ihrem Zweitwerk die Geschichte ihres Protagonisten Jim, der in die Fänge eines totalitären Regimes gerät.

Entsprechend der inhaltlichen Entwicklung des Plots bewegt sich auch die Musik auf „Thoughts on Life … and Death“ zwischen wilder Raserei, düsterer Schwere, Aggression, Beklemmung und Verzweiflung, um schließlich im fast zwölfminütigen „Thoughts On Death“ ihren Höhepunkt zu finden.
Als musikalische Zäsur fungiert das klassisch angehauchte Zwischenspiel „Nothingness“. Geht es zuvor mit einer Mischung aus Death und Black Metal eher schnell, aggressiv und brutal vor, so präsentieren sich die letzten vier Songs experimentierfreudiger und progressiver. Dabei wird nicht unbedingt auf das Bremspedal getreten, wie man in „Believe“ nachhören kann, doch das Songwriting ist noch abwechslungsreicher als im ersten Teil. So hört man dem akustischen Teil in „Believe“ an, dass die Jungs sicherlich auch „Master of Puppets“ und „Ride The Lightning“ im Plattenschrank stehen haben. Diese Einflüsse werden jedoch gekonnt mit melodischen Gitarrenläufen und der schweren Metal Faust des Black Metal kombiniert. Hört man sich die neun Songs des Albums an, dann fallen einem zahlreiche musikalische Vergleiche ein: Mal klingt eine Passage nach DISSECTION, dann wieder nach SADUS oder auch nach PESTILENCE, die von der Band als Einfluss genannt werden. Aber in Songs wie „Among the Dead“ leben auch zahlreiche Einflüsse aus dem Death Metal Rezeptbuch Skandinaviens wieder auf.
Die stilistische Vielfalt des Albums erschließt sich nicht nach dem ersten Hördurchlauf und „Thoughts on Life … and Death“ benötigt Zeit, um die Feinheiten preiszugeben.
Ein Blick auf die wechselvolle Vergangenheit der Bayern mag Aufschluss darüber geben, weshalb sich so unterschiedliche Einflüsse in der Musik der Band finden lassen. Immerhin hat die Band ihr erstes Demo bereits 1991 veröffentlicht und in den folgenden Jahren die Bühne mit Bands wie FLESHCRAWL und PYOGENESIS geteilt. Doch Mitte der 90er Jahre kam das abrupte Ende der Band, die mittlerweile einen Vertrag mit West Virginia Records (u. a. HOLY MOSES, INCUBATOR, DEATHROW und WARPATH) unterzeichnet hatte. Als das Label bankrottging, läutete dies auch das Ende von CEMETERY ein. Unter dem Namen AEONS END veröffentlichten einige CEMETERY-Mitglieder eine EP und ein Album mit Prog Metal. Erst 2017 ging es für CEMETERY weiter und seit 2021 auch mit konstantem Line-Up.
Anspieltipps auf „Thoughts on Life … and Death” sind „Physical Fear”, „Believe” oder das abschließende „Thoughts on Death”. Wer es gerne volle Pulle auf die Zwölf hat, der wird mit „Grief, Anger and Despair“ bestens bedient.
CEMETERY bieten mit dem Konzeptalbum „Thoughts on Life … and Death” weder inhaltlich noch musikalisch leichte Kost. Doch es ist lohnenswert, sich die Zeit zu nehmen und das Album für sich zu entdecken. Neben der digitalen Version hat die Band auch ein schönes Digi-Pack im Angebot, welches neben der CD auch einen kurzen Einblick in die Geschichte des Protagonisten Jim gewährt. Willkommen in einer dystopischen Welt, die heute realer erscheint als seit langer Zeit. CEMETERY haben den passenden Soundtrack dazu geschrieben.

Leprous - An Evening Of Atonement

  • Herkunftsland: NO
  • Rating: 15
  • V.Ö.: 24.10.2025
  • Spielzeit: 126:32 min
  • Tracklist / Songs: Disc One
    01 - Silently Walking Alone
    02 - The Price
    03 - Illuminate
    04 - I Hear The Sirens
    05 - Like A Sunken Ship
    06 - Forced Entry
    07 - Out Of Here
    08 - Alleviate
    09 - Distant Bells
    10 - Foe
    11 - Nighttime Disguise

    Disc Two
    01 - Unfree My Soul
    02 - On Hold
    03 - Below
    04 - Passing
    05 - Faceless
    06 - Castaway Angels
    07 - From The Flame
    08 - Slave
    09 - Atonement
    10 - The Sky Is Red (Outro)
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Einar Solberg - Gesang, Keyboard
      Tor Oddmund Suhrke - Gitarre, Keyboard
      Robin Ognedal - Gitarre
      Simen Børven - Bass
      Baard Kolstad - Schlagzeug

      Harrison White - Keyboard, Perkussion
      , Bild: , Bild - Copyright ©: Tomasz Gotfryd
  • Website:
  • Video:
  • GALERIE - Einzelbilderauswahl:
    • Spalten: Zwei, Galerie - Einzelbilder:
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Vor 15 Jahren traten die Norweger Leprous erstmalig im niederländischen Tilburg im Poppodium 013 auf, damals als Vorband. Am 7. Februar 2025 gastierten sie dort als Headliner und präsentierten zwei karriereübergreifende Sets. Das Konzert wurde konsequenterweise aufgezeichnet und steht am 24. Oktober 2025 konserviert als limitiertes 2 CD/Blu-ray Digipak, als 3 LP Gatefold und als 2 CD Digitalalbum zur Verfügung. Wir konnten sowohl in das Album als auch die Blu-ray reinhören als auch -schauen.  

Coroner - Dissonance Theory

Das neue Album der Gerichtsmediziner gehört weder in die Kühlkammer noch in einen Leichensack, sondern in eure Anlage. Das nenne ich mal ein Comeback.

CORONER sind ein typischer Vertreter der „your favorite band favorite band“ Kategorie.

Will sagen: Die Schweizer haben unter Musikern wesentlich mehr Anerkennung gefunden als in der breiten Masse. Ich erinnere mich an ein spärlich besuchtes Konzert mit POLTERGEIST im eh schon übersichtlichen Flohzirkus in Hannover. Die eher spärliche Resonanz wohl auch an dem technischen Anspruch des Thrash Metals, den sie spielten – und spielen. Denn nach über 30 Jahren gibt es nun neues Futter für die Ohren. Ich muss zugeben, dass ich von den bisherigen Werken nur das ´No More Colour´ Album besser kenne und schätze.

Im Gegensatz zu vielen anderen Reunions legen die Schweizer mit ihrem neuen Album in Sachen Qualität eine mächtige Schippe drauf. Das liegt nicht nur an der besseren Produktion, die logischerweise in den letzten 35 Jahren Fortschritte gemacht hat. Das Songwriting hat sich (noch) weiterentwickelt, von stilistischen Brüchen will ich aber nicht sprechen. Auch wenn die erste Single ´Renewal´ heißt, geht die Stiländerung nicht so weit wie bei den Thrash-Buddys von KREATOR auf deren gleichnamigen Album.

CORONER erschaffen auf ´Dissonance Theory´ eine wesentlich dichtere und düstere Atmosphäre als auf den Frühwerken. Auch aufgrund des grimmigen Gesangs und des stelleweise durch Synthesizer Einsatz opulenten Sounds bin ich immer mal wieder an TRIPTYKON erinnert. Trotz dieser eher mächtig erhabenen Parts klingt das Album unglaublich dynamisch. Großen Anteil daran hat Drummer Diego Rapacchietti, der bei seiner ersten Studioarbeit mit CORONER einen herausragenden Job macht. Auch die Pole von ruhigen Klängen und Raserei verbindet das Trio locker. Das war es aber noch lange nicht mit dem gekonnten Vereinen von Gegensätzen. Auch vertrackte Parts und eingängige Refrains werden problemlos unter einen Hut gebracht (´The Law´). CORONER beherrschen nicht nur die ´Dissonance Theory´ sondern auch die praktische Umsetzung. Grundsätzlich tue ich mich ja mit Gitarrensoli schwer, aber sogar die überzeugen mich auf dem Album. Für mich dienen die Soli hier den Songs und nicht dem Ego des Saitenhexers – so soll es sein. Zudem sind sie sehr abwechslungsreich gehalten, Das Solo bei ´Transsparent Eyes´ könnte problemlos eine Classic Rock Scheibe bereichern.

Hinzu kommt für mich das beste Cover der Bandgeschichte in dem seit ´Punishment for Decadence´ etablierten Layout.

Hört euch einfach den Opner ´Consequence´ an,der bietet sehr viel von dem, was das gesamte Album auszeichnet. Und liebe Generation Spotify: Tut euch selber einen Gefallen und legt das Handy nach dem Start für eine Dreiviertelstunde aus den Fingern und taucht ab.

´Dissonance Theory´ ist ein beeindruckendes, intensives Album, das trotz seines Variantenreichtums wie aus einem Guss klingt.

Reverya - Affliction In Bloom

  • Herkunftsland: US
  • Rating: 13
  • V.Ö.: 24.10.2025
  • Spielzeit: 28:40 min
  • Tracklist / Songs: 01 - Allium
    02 - Wisteria
    03 - Pyrophyte
    04 - Forget Me Not
    05 - Dahlia
    06 - Lilly
    07 - Asphodel
    08 - Magnolia
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Nadine - Gesang, Keyboard
      Travis - Gitarre
      Kaleb - Schlagzeug
      , Bild: , Bild - Copyright ©: https://www.reveryamusic.com/?pgid=m9bqj2uf-fd8969a7-98c6-44b4-951c-0c2bfdf4d4e6
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Mit Affliction In Bloom präsentiert das Trio Reverya aus Tampa, Florida ihr erstes vollständiges Album – ein Konzeptwerk, in dem jeder Song eine Blume symbolisiert und ein Kapitel menschlichen Leidens und Wachstums erzählt.

The Mansters - Snapshots from a Shitshow

  • Herkunftsland: NO
  • Rating: 14
  • V.Ö.: 01.10.2025
  • Spielzeit: 20:31
  • Tracklist / Songs: 1. The World Is My Ulcer
    2. Badeland Hardcore
    3. The Beach
    4. Lessons In Giving Up
    5. Home Till I Die
    6. Something
    7. I Should Be Getting More Likes
    8. Panic Boy 2
    9. Run To The Pils
    10. Yngve`s Fault
    11. No Money, I`m Worried
    12. Johnny Is Single Again
    13. Snapshots From A Shitshow
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Drums - Oliver Smedhus
      Bass, Background Vocals - Simon Hvitstein
      Guitar - Andreas Winje
      Guitar, Background Vocals - Filip Hvitstein
      Vocals - Jan Henrik Skinnes
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Zum Glück haben die Norweger bei den ´Lessons In Giving Up´ wohl geschwänzt, denn nun liegt ein neues Album vor.

Manchmal werden Wünsche wahr – zumindest teilweise. Zum Abschluss des Reviews der großartigen ´Lessons in Giving Up´ EP habe ich mir einen Tonträger mit 25 Minuten Spielzeit gewünscht. Das neue Album bietet zumindest eine Verdopplung der Spielzeit und bringt es auf gut 20 Minuten. Zunächst war ich nicht so begeistert, dass THE MANSTERS ihr musikalisches Repertoire erweitert haben. Das hat sich nach ein paar Durchläufen geändert. Die EP bietet noch reinrassigen eher angepissten melodischen Hardcore. Auf ´Snapshots from a Shitshow´ gehen die Einflüsse weiter. Bei einigen Refrains kommen mir die Landsmänner von TURBONEGRO in den Sinn und bei ´I Should Be Getting More Likes´ werden eindeutig die RAMONES zitiert. Auch die norwegischen AMULET schimmern dann und wann durch. Es gibt wahrlich schlechtere Quellen, bei denen man sich bedienen kann. Das Grundgerüst der erfrischend kurzen Songs bildet weiterhin raubeiniger melodischer Hardcore ohne Schnickschnack. Trotz der eher derben Gangart haben viele Songs durch Chorus und/oder Gitarrenmelodie eine hohe Eingängigkeit. Ich kann da gar nicht groß einzelne Tracks rausgreifen, von „langsameren“ Songs wie ´Lessons In Giving Up“ )der merkwürdigerweise nicht auf der gleichnamigen EP war) bis zum kompakten und am Ende sogar sehr kompetent gelasteten ´Johnny Is Single Again´ überzeugt alles. Eigentlich gehen mir die eher geschrienen Vocals nach einiger Zeit auf die Nerven, Jan Henrik Skinnes schafft es, angepisst aber nicht hysterisch zu klingen. So machen solche Vocals Spaß.

Für mich überflüssig sind die kurzen norwegischen Dialoge zwischen einigen Songs, die versteht sicher kaum jemand und sie bremsen die Energie zwischenzeitlich etwas aus. Gelungen sind hingegen die Lyrics, die beweisen, dass Texte auch ohne Satansgedöns tiefschwarz sein können. Da wird mit einer gesunden Prise Nihilismus und Selbstzerstörung herrlich innerhalb, außerhalb der Szene und gegen sich selbst herrlich sarkastisch ausgeteilt.

Wer wie ich auf guten Punkrock steht und mit dem glattgebügelten Sound von Combos wie RISE AGAINST oder ANTI FLAG nicht warm wird, ist bei THE MANSTERS weiterhin goldrichtig aufgehoben. Ich hoffe sehr auf Gigs in unseren Breiten.

Biohazard - Divided We Fall

  • Herkunftsland: US
  • Rating: 13
  • V.Ö.: 17.10.2025
  • Tracklist / Songs:

    01. Fuck The System
    02. Forsaken
    03. Eyes On Six
    04. Death Of Me
    05. Word To The Wise
    06. The Fight To Be Free
    07. War Inside Me
    08. S.I.T.F.O.A.
    09. Tear Down The Walls
    10. I Will Overcome
    11. Warriors

  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt:

      Billy Graziadei - vocals/guitar
      Bobby Hambel - lead guitar
      Danny Schuler - drums
      Evan Seinfeld - vocals/bass

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Wenn man ein bestimmtes Alter erreicht hat, sieht man viele Dinge anders. Wenn man den Punkt erreicht hat, kann man auch die Jungs von ganz früher wieder zusammentrommeln, um einen würdigen Nachfolger für „Reborn In Defiance“ aufzunehmen.

Mädhouse – Plead The Fifth

Es ist schon verrückt: Eine der besten und authentischsten Sleaze Metal Combos unserer Tage kommt ausgerechnet aus dem beschaulichen Österreich. Die Truppe um Bandgründer Mikky Stixx (Git.) legt dabei ein erstaunliches Arbeitstempo an den Tag und veröffentlicht mit „Plead The Fifth“ bereits das vierte Album in sechs Jahren. Und was für eins. Irre.

Passenderweise ist „Plead The Fifth” bereits im Sommer erschienen, doch das Album ist so gut, dass ich es hier trotzdem erwähnen möchte. Und einen Schuss musikalisches Vitamin D kann man in den grauen Herbsttagen ja auch vertragen.
Die Österreicher treten der Speerspitze der Neuen Welle der Sleaze Bands wie CRAZY LIXX, H.E.A.T. oder ECLIPSE ordentlich in den Arsch, denn was der Fünfer hier bietet, ist gleich mehrere Spuren härter als die Mucke der skandinavischen Konkurrenz. Hier treffen frühe MÖTLEY CRÜE auf fette WEDNESDAY13-Riffs („Mad To The Bone”) und ein Song wie “Get A Grip“ klingt wie SLAUGHTER kurz vor der Kernschmelze, ebenso wie „Live And Tease“, das den klassischen Sundset Strip Sound wieder aufleben lässt – und auch an CRAZY LIXX auf „Loud Minority“ erinnert. Auch „We Run Riot“ kann es in Sachen Eingängigkeit mit CRAZY LIXX aufnehmen, lässt aber auch gleich noch eine Vorliebe für DEF LEPPARD durchschimmern. Da fügt sich auch die Interpretation des GIANT Klassikers „I'll See You In My Dreams“ perfekt ein. Doch die ruhigen Töne sind auf „Plead The Fifth“ eher ein Nebenschauplatz, denn der Großteil der 51 Minuten Spielzeit wird von fetten, modern klingenden Gitarren dominiert, deren Sound mitunter an die Gitarrenwände bei SHAKRA erinnert. Am wohlsten fühlen sich MÄDHOUSE wenn sie den Motor ihrer gut geölten Sleaze Machine ordentlich aufheulen lassen können: „Midnight Fever“, „We Run Riot“, „Bring on the Night“. Die Art, wie MÄDHOUSE fett-produzierte Gitarren mit absoluten Ohrwurm-Melodien kombinieren, beweist, dass man Sleaze Metal auch im 21. Jahrhundert zeitgemäß präsentieren kann, ohne dabei auf traditionelle Elemente zu verzichten. Etwas, was MÖTLEY CRÜE leider nie hinbekommen haben. Zumal Tommy Lovelace stimmlich auch deutlich mehr auf der Höhe ist als CRÜE-Frontmann Vince Neil.
Der einzige Schwachpunkt des Albums ist das wenig aussagekräftige Bandlogo sowie das etwas austauschbare Artwork. Da wäre doch mehr mehr gewesen, denn die Musik der Österreicher spricht eine deutlich ausdrucksstärkere Sprache als die optische Präsentation des Albums.
Ich habe mir jedenfalls die limitierte Vinyl-Version von „Plead the Fifth“ bestellt und die ersten Alben gleich dazu. Mit „Plead the Fifth“ bleiben MÄDHOUSE ihrem Stil treu, zeigen sich in Sachen Songwriting und Sound jedoch deutlich gereift, so dass der aktuelle Longplayer mehr Ohrwürmer enthält als die Vorgänger zusammen. MÄDHOUSE sind ein absoluter Geheimtipp für alle Sleaze Metal Fans da draußen – mal sehen, wie lange noch.

Scorpions - From The First Sting (Anniversary Collection)

  • Herkunftsland: DE
  • Rating: 0
  • V.Ö.: 17.10.2025
  • Spielzeit: ca. 2 Std. 30 Min.
  • Tracklist / Songs: Erhältlich in den Formaten:
    • DELUXE Doppel-LP
    • Doppel-CD BOOKPACK
    • Doppel-LP VINYL
    • Doppel-CD

    2LP TRACK LISTING
    LP 1
    Side A
    1 In Search Of The Peace Of Mind
    2 This Is My Song
    3 Speedy's Coming
    4 In Trance
    Side B
    1 Pictured Life
    2 The Sails Of Charon
    3 Top Of The Bill (Live)
    4 Always Somewhere

    LP 2
    Side A
    1 The Zoo
    2 No One Like You
    3 Rock You Like A Hurricane
    4 Big City Nights
    Side B
    1 Wind Of Change
    2 Still Loving You feat. Vanessa Mae
    3 Humanity
    4 Rock Believer

    2CD TRACK LISTING
    CD 1
    1 In Search Of The Peace Of Mind
    2 This Is My Song
    3 Speedy's Coming
    4 In Trance
    5 Pictured Life
    6 The Sails Of Charon
    7 Top Of The Bill (Live)
    8 Holiday
    9 Always Somwhere
    10 Lady Starlight
    11 The Zoo
    12 No One Like You
    13 When The Smoke Is Going Down
    14 Still Loving You
    15 Rock You Like A Hurricane
    16 Big City Nights

    CD 2
    1 Rock You Like A Hurricane (Live)
    2 Believe In Love
    3 Send Me An Angel
    4 Wind Of Change
    5 Under The Same Sun
    6 Still Loving You feat. Vanessa Mae
    7 Mind Like A Tree
    8 You & I
    9 Wind Of Change (Moment Of Glory)
    10 Always Somewhere
    11 Maybe I Maybe You
    12 Humanity
    13 The Best Is Yet To Come
    14 House Of Cards
    15 Rock Believer
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Aktuelle Besetzung
      Gesang, Gitarre Klaus Meine (seit 1969)
      Gitarre, Gesang Rudolf Schenker (seit 1965)
      Gitarre Matthias Jabs (1978, seit 1979)
      Bass Pawel Mąciwoda (seit 2003)
      Schlagzeug Mikkey Dee (seit 2016)
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  • Website:
  • Weitere externe Links:
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Die Arachniden aus der Landeshauptstadt sind längst eine Band der Superlative. Da ist es ihr gutes Recht, den 60. Geburtstag gebührend zu feiern. Ein Best-Of-Album gehört da zum Standardrepertoire.

„From The First Sting” reiht sich ein in eine Reihe von Best-Of-Alben (Wikipedia listet 17 Stück), die bis ins Jahr 1979 zurückreichen. Allerdings waren Zusammenstellungen wie „Best of Rockers ‘n‘ Ballads“ (das übrigens mit einem cooleren Artwork daherkam) seinerzeit für wenige Mark erhältlich, während man für das aktuelle Doppelalbum mindestens einen knappen 20er hinblättern muss. Wer es exklusiver mag, der greift zum Limited Deluxe Bookpack, muss dann aber auch einen Hunderter löhnen. Während „Best of Rockers ‘n Ballads“ noch mit 15 Songs auskam (bzw. nur 12 in den USA), dürfen sich die Käufer der aktuellen Doppel-CD auf über 30 Songs freuen – die LP-Version enthält dagegen auch nur 16 Tracks (je Track zahlt man da etwa 2 Euro).
Zwar legt der Titel der Compilation nahe, dass der Schwerpunkt auf dem Erfolgsalbum „Love At First Sting“ liegen könnte, das ist aber nur bedingt der Fall. „Still Loving You“ und „Rock You Like A Hurricane“ gibt es allerdings gleich in zwei Versionen, u. a. als bislang unveröffentlichte Liveversion mit Vanessa Mae an der Geige. Ein weiterer unveröffentlichter Track ist das im Jahr 1973 bei Rock 6 Pop performte „This Is My Song“, welches ein typischer 70er-Rocker ist. Hat mir persönlich bislang nicht gefehlt, dürfte aber für die Fans der Frühphase ganz interessant sein.
Während die großen Hits und die erfolgreichsten Alben natürlich in der Playlist berücksichtigt wurden, hätte ich mir unterbewertete Songs wie „Wild Child“ vom 1996er Album „Pure Instinct“ gewünscht – das Album wurde mit dem schnulzigeren „You & I“ berücksichtigt. Warum es vom „Savage Amusement“ Album ausgerechnet „Believe In Love“ auf das Album geschafft hat, während „Passion Rules the Game“, „Don’t Stop at the Top“ oder „Every Minute, Every Day“ fehlen, erschließt sich mir nicht so ganz. Auch von „Face the Heat“ gibt es nur „Under The Same Sun“, während „Alien Nation“ und „No Pain No Gain“ fehlen. Dafür gibt es aber „Mind Like A Tree“ vom „Eye II Eye“ Album sowie „Humanity“ vom Rohrkrepierer „Humanity – Hour I“ sowie „Maybe I, Maybe You“ von „Unbreakable“. Andererseits haben diese Songs auf einer Werkschau der Hannoveraner vielleicht auch ihre Berechtigung. Mit „House Of Cards“ („Return To Forever“), dem tollen „The Best Ios Yet To Come”, “Wind of Change”, “Still Loving You”, “When The Smoke Is Going Down”, “Send Me An Angel” usw. ist die Anzahl der ruhigen Songs recht hoch und unterstreicht nicht unbedingt, dass die SCORPIONS mit ihren letzten Alben nochmal ordentlich Gas gegeben haben. Dies ruft das abschließende „Rock Believer“ dann nochmal in Erinnerung.
Über Zusammenstellungen und Playlisten lässt sich stets trefflich streiten und eine Band wird es nie jedem Fan recht machen können – vor allem dann nicht, wenn man 60 Jahre Bandgeschichte abbilden möchte. „From The First Sting“ greift die verschiedenen Phasen der Bandgeschichte auf, beginnend bei den rockigen 70ern, über die Höhenflüge der 80er und mitten durch die Zeit der Unsicherheit in den frühen 2000ern bis hin zur Stabilisierung im letzten Jahrzehnt. Richtig große Überraschungen gibt es für mich hier nicht und ich warte lieber auf den Livemitschnitt der Jubiläumsshow aus Hannover.

Hooded Menace - Lachrymose Monuments of Obscuration

Die düstere Armee der geisterhaften Templer ist nicht nur zurück auf dem Cover des mittlerweile siebten HOODED MENACE Albums mit dem nicht ganz kurzen Namen „Lachrymose Monuments of Obscuration“. Frontmann Harri warnt sogar mit tiefen Growls: „The dark army grows“.

Greg Mackintosh ist nicht nur ein großer Fan der düsteren sowie harten Musik, sondern auch ein Charakter mit bisweilen düsteren Gedanken. Somit dürfte „Lachrymose Monuments of Obscuration” der perfekte Soundtrack für ihn sein. In den nur selten unter sieben Minuten dauernden Songs des neuen Albums finden wohl alle Fans ein Zuhause, die es bedauerten, dass PARADISE LOST nach dem „Shades of Grey“ Album langsam ihre Death Metal Wurzeln abstreiften. HOODED MENACE greifen die Stimmung dieses Albums auf und peppen es durch heftige EDGE OF SANITY Anleihen auf. Das Ergebnis sind Songs wie „Portrait Without a Face“, die gekonnt Melodien, harte Riffs und tiefe Growls kombinieren. „Daughters of Lingering Pain“ steigt dann auch gleich mit einem absoluten PARADISE LOST-Gedächtnis-Riff ein und katapultiert den Hörer in die Hochzeit des Gothic Death Metal in den 90er Jahren. In „Lugubrious Dance“ wird deutlich, dass die Finnen auch traditionelle Metal Scheiben in ihrer Sammlung haben. Allerdings arbeitet das Trio diese Einflüsse so gekonnt in den eigenen Stil ein, dass man als Hörer nicht das Gefühl bekommt, dass es hier einen stilistischen Bruch gäbe. Und wenn eine Band dann noch DURAN DURAN covert („Save A Prayer“), dann ist sogar der Kollege Lison aus dem Häuschen vor Entzückung. Der Song passt sich aber auch tatsächlich sehr organisch in den Rest des Albums ein.
Am Ende des Tages bin ich etwas hin- und hergerissen, da ich „Lachrymose Monuments of Obscuration“ in Gänze gelungen finde und zwischenzeitlich doch immer mal wieder das Gefühl habe, dass die ganzen großen Highlights fehlen. Dabei hat man mit Songs wie „Portrait Without A Face“ oder „Pale Masquerade“ durchaus eingängige Songs im Petto. Jedoch setzen sich die Melodien bei mir nicht so im Ohr fest, dass ich sie nicht auch nach mehreren Hördurchgängen immer wieder ein Stück weit neu entdecken muss. Trotzdem funktioniert „Lachrymose Monuments of Obscuration” als Gesamtwerk sehr gut und reiht sich somit ein in die Gruppe der hörenswerten Death Doom Alben dieses Herbstes.

Dead Heat – Process Of Elimination

Oxnard ist ein hartes Pflaster. Neben den musizierenden Autoschiebern El Tiburon und die Piranhas ist die kalifornische Stadt auch der Kiez der Thrash Metaller DEAD HEAT, die dieser Tage ihr Metal Blade Debüt „Process Of Elimination“ veröffentlicht haben.

Von den ruhigen Tönen zu Beginn des eröffnenden „Perpetual Punishment“ sollte man sich nicht täuschen lassen, denn der Song trifft den Hörer nach wenigen Sekunden wie eine Abrissbirne, die aus Schwermetall und Hardcore gegossen wurde. Vor allem die Stimme von Frontmann Chris Ramos verleiht den Songs der Kalifornier eine besonders wütende Note, die man normalerweise aus dem Hardcore kennt. Im Grunde klingt er wie der etwas zahmere Bruder von John Tardy. Doch auch die Mucke lädt mit ihren zahlreichen groovigen Parts zum Circle Pit ein, während es normalerweise mit nackenbrecherischer Geschwindigkeit voran geht. Dabei bedienen sich die Westküstler an Riffs der Marke alte TESTAMENT („Solace Denied“ erinnert sogar etwas an „Deciples of the Watch“), lassen aber durchaus auch eine Prise SEPULTURA („Beneath The Remains“-Ära) oder D.R.I. durchschimmern. Erwähnenswert ist dabei, dass die Band, die das Album mit Paul Fig (u. a. DEFTONES und TRIVIUM) produziert hat, es geschafft hat, den einzelnen Instrumenten ausreichend Raum im Gesamtsound zu geben. So ist der donnernde Bass von Lorence Chanch Meraz durchgängig zu hören.
Mit Krachern wie dem relativ kurzen „By My Will“ oder dem fetten „Annihilation Nation“, in dem die Band auch politisch Stellung bezieht, empfehlen sich DEAD HEAT jedem Thrash Metal Jünger. Das abschließende „Hatred Bestowed“ fasst die musikalische Bandbreite der Truppe in einem Song zusammen: malmende Groove-Parts wechseln sich mit flotten Thrash Attacken und gipfeln schließlich in wahnsinniger Ultrahochgeschwindigkeit, nur um dann in einen akustischen Part überzugehen.
Der fette Snare-Sound, die brutalen Riffs und der treibende Bass werden immer wieder von Gang-Shouts garniert, was den Hardcore Einfluss der Band unterstreicht.
Mit ihrem etwa 35-minütigen Drittwerk „Process Of Elimination“ beziehen DEAD HEAT einerseits politisch Position und empfehlen sich gleichsam für Fans alter TESTAMENT, EVIL DEAD oder SEPULTURA wie auch von HATE SQAUD, MERAUDER oder SICK OF IT ALL. Starkes Labeldebüt, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Und wer den frühen DUST BOLT Werken nachtrauert erst recht nicht. 

AFI - Silver Bleeds The Black Sun

  • Herkunftsland: US
  • Rating: 11
  • V.Ö.: 03.10.2025
  • Tracklist / Songs:

    01. The Bird Of Prey
    02. Behind The Clock
    03. Holy Visions
    04. Blasphemy And Excess
    05. Spear And Truth
    06. Ash Speck In A Green Eye
    07. Voidward, I Bend Back
    08. Marguerite
    09. A World Unmade
    10. Nooneunderground

  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt:

      Davey Havok – Gesang
      Jade Puget – Gitarre, Keyboards
      Hunter Burgan – Bass
      Adam Carson - Schlagzeug

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  • Website:
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  • GALERIE - Einzelbilderauswahl:
    • Spalten: Zwei, Galerie - Einzelbilder:
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Richtig aufmerksam geworden bin ich auf AFI im Jahre 2019, als die Band für die Aufnahme von The Cure in die „Rock & Roll Hall Of Fame“ 'Just Like Heaven' performte. Doch mittlerweile sind die alternativen Düster-Rocker mit ihrem elften Album „Silver Bleeds The Black Sun“ am Start.

Sammy Hagar & The Best Of All Worlds Band - The Residency

  • Herkunftsland: US
  • Rating: 13
  • V.Ö.: 10.10.2025
  • Spielzeit: 95:37 min
  • Tracklist / Songs: Tracklist 1: digitales Format (die angegebene Spielzeit bezieht sich hierauf)
    01 - Encore, Thank You, Goodnight
    02 - Top Of The World
    03 - Summer Nights
    04 - There's Only One Way To Rock
    05 - Humans Being
    06 - Right Now
    07 - 5150
    08 - Poundcake
    09 - Ain't Talkin' 'Bout Love
    10 - Eagles Fly
    11 - Best of Both Worlds
    12 - Why Can't This Be Love
    13 - Rock Candy
    14 - Mas Tequila
    15 - Heavy Metal
    16 - I Can't Drive 55
    17 - Love Walks In
    18 - When It's Love

    Tracklist 2: Vinyl bzw. CD
    01 - Encore, Thank You, Goodnight
    02 - Top Of The World
    03 - Panama
    04 - Summer Nights
    05 - There's Only One Way To Rock
    06 - Humans Being
    07 - Right Now
    08 - 5150
    09 - Poundcake
    10 - Ain't Talkin' 'Bout Love
    11 - Eagles Fly
    12 - Best of Both Worlds
    13 - Why Can't This Be Love
    14 - Rock Candy
    15 - Mas Tequila
    16 - Heavy Metal
    17 - I Can't Drive 55
    18 - Love Walks In
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Sammy Hagar - Gesang

      The Best of All Worlds Band:
      Michael Anthony - Bass, Backgroundgesang
      Joe Satriani - Gitarre
      Kenny Aronoff - Schlagzeug
      Rai Thistlethwayte - Keyboard, Backgroundgesang, Gitarre
      , Bild: , Bild - Copyright ©: Rob Shanahan
  • Website:
  • GALERIE - Einzelbilderauswahl:
    • Spalten: Zwei, Galerie - Einzelbilder:
  • Einleitungsbild - min. Breite 600 pixel:
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Diese Livescheibe umfasst Aufnahmen von Sammy Hagar und seinen Mitstreitern der The Best Of All Worlds Band im Dolby Live des Park MGM in Las Vegas im Zeitraum vom 30. April bis 17. Mai 2025. Es werden angenehme Erinnerung wach an Van Halens Live Here, Live Now. 

Helloween - Giants&Monsters

  • Herkunftsland: DE
  • Rating: 13
  • V.Ö.: 29.08.2025
  • Spielzeit: 50min
  • Tracklist / Songs:

    01. Giants On The Run
    02. Savior Of The World
    03. A Little Is A Little Too Much
    04. We Can Be Gods
    05. Into The Sun
    06. This Is Tokyo
    07. Universe (Gravity For Hearts)
    08. Hand Of God
    09. Under The Moonlight
    10. Majestic

  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt:

      Michael Kiske (1987–1993, seit 2016) - Gesang
      Andi Deris (seit 1994) - Gesang
      Kai Hansen (bis 1988, seit 2016) - Gitarre, Gesang
      Michael „Weiki“ Weikath - Gitarre
      Sascha Gerstner (seit 2002) - Gitarre
      Markus Grosskopf - Bass
      Daniel „Dani“ Loeble (seit 2005) - Schlagzeug

      , Bild:
  • Website:
  • Video:
    • Video URL: https://youtu.be/8wcT6IkMOdw, Video - Titel: HELLOWEEN - A Little Is A Little Too Much (Official Music Video), Objekt - Position: Links
  • GALERIE - Einzelbilderauswahl:
    • Spalten: Zwei, Galerie - Einzelbilder:
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Die Kürbisköpfe zelebrieren gekonnt die Wiedervereinigung weiter!

Igorrr - Amen

  • Herkunftsland: FR
  • Rating: 12
  • V.Ö.: 19.09.2025
  • Spielzeit: 49 Minuten
  • Tracklist / Songs: 01. Daemoni
    02. Headbutt
    03. Limbo
    04. Blastbeat Falafel
    05. ADHD
    06. 2020
    07. Mustard Mucous
    08. Infestis
    09. Ancient Sun
    10. Pure Disproportionate Black and White Nihilism
    11. Étude n°120
    12. Silence
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt:
      Gitarre, Gesang, Instrumentierung
      Gautier Serre
      Bass
      Erlend Caspersen (seit 2017)
      Gitarre
      Martyn Clément (seit 2019)
      Gesang
      JB Le Bail (seit 2021)
      Gesang
      Marthe Alexandre (seit 2022)
      Schlagzeug
      Rémi Serafino (2023–2024 Live; seit 2024)
      , Bild:
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„Amen“: Ein Klangbeben, das die Seele erschüttert

Gautier Serre, der Alchemist der musikalischen Kontraste hat mit „Amen“ ein Werk geschaffen, das weniger ein Album als ein seismisches Ereignis ist. Es ist ein Beben, das die Fundamente konventioneller Musik erschüttert und den Hörer in eine Welt aus Chaos und Schönheit, Brutalität und Anmut katapultiert.

„Amen“ ist keine Sammlung von Liedern, sondern ein Kaleidoskop aus Klängen, Hier treffen die archaischen Schreie des Death Metal auf die engelhaften Gesänge der Oper, während Breakbeats und elektronische Spielereien - wie z.B. das Theremin - eine unheilige Allianz mit barocken Klavier- und sogar Spinettklängen eingehen. Wunderschön arrangierte Akustikgitarren Parts neben brutalen Metalriffs. Es ist ein Klangteppich, der so dicht gewebt ist, dass er den Hörer geradezu verschlingt.

Ein Fest der Gegensätze.

Igorrr scheut sich nicht, die Grenzen der Genres zu sprengen. Metal, Klassik, Elektronik, Jazz – alles wird zu einem einzigen, atemberaubenden Ganzen verschmolzen. Laure Le Prunenec, die Muse von Igorrr, brilliert mit einer Stimme, die zwischen himmlischer Reinheit und infernalischer Raserei oszilliert.

Gastbeiträge, wie die von Corpsegrinder, fügen dem Ganzen eine zusätzliche Dosis an roher Energie hinzu.

Die Songs sind komplex, überraschend und voller unerwarteter Wendungen.

Igorrr versteht es meisterhaft, den Hörer auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen mitzunehmen.

"Amen" ist ein Album, das man nicht nur hört, sondern wirklich erlebt. Es ist eine Entdeckungstour in die Tiefen des menschlichen Geistes, ein Ausflug durch die Extreme der Emotionen. Für alle, die nach etwas Neuem und Außergewöhnlichem suchen, ist dieses Album ein absolutes Highlight. Gautier Serre beweist einmal mehr, dass er ein wahrer Visionär in der Musik ist.

Anspieltipp: „Silence“ – dass meiner Meinung nach eingängigste Stück – für Igorrr-Verhältnisse.


Amorphis - Borderland

Der neue Longplayer heißt zwar „Borderland“´, aber die Finnen von Amorphis haben sich noch nie so richtig um Grenzen gekümmert, zumindest was musikalische Genres angeht. Vielleicht ist gerade auch das das Erfolgsgeheimnis. Schließlich kann die Band mittlerweile auf eine fünfunddreißigjährige Karriere zurückblicken.

The Red Jumpsuit Apparatus - X's For Eyes

Ich habe THE RED JUMPSUIT APPARATUS damals über den Soundtrack zum Film Never Back Down kennengelernt – ihr Song „False Pretense“ war dort ein echter Stimmungsmacher und ist mir bis heute im Ohr geblieben. Mit diesem Hintergrund war das neue Album X’s For Eyes für mich auch eine kleine Zeitreise. Viele Momente auf dieser Platte haben mich tatsächlich wieder in jene Phase zurückversetzt, als Emo, Pop-Punk und Post-Hardcore noch das Rückgrat unzähliger Coming-of-Age-Soundtracks bildeten.

Wenn eine Band wie THE RED JUMPSUIT APPARATUS im Jahr 2025 ein neues Album veröffentlicht, ist der nostalgische Beigeschmack kaum zu vermeiden. Kaum eine andere Formation steht so sehr für den Sound der frühen 2000er – diese Mischung aus melodischer Emotionalität, treibenden Gitarren und ausdrucksstarken Refrains. X’s For Eyes ist dementsprechend weniger ein Aufbruch, sondern vielmehr ein Rückblick: eine Platte, die sich hörbar an den eigenen Wurzeln orientiert und den Spirit vergangener Jahre erneut aufleben lässt.

Bereits der Opener „Always the King“ (feat. Kellin Quinn) bringt die Stärken von THE RED JUMPSUIT APPARATUS auf den Punkt: kernige Riffs, eine gute Balance aus Shouts und klaren Gesangspassagen sowie eine harmonische Ergänzung durch Kellin Quinn, die dem Song zusätzliche Strahlkraft verleiht. Der Titeltrack „X’s For Eyes“ zeigt, dass die Band noch immer ein Händchen für eingängige Refrains hat. Hier klingt sie frisch, druckvoll und erinnert an die Energie, die ihre frühen Werke ausgezeichnet hat. Auch „Home Improvement“ ragt positiv heraus – mit starkem Drive, rhythmischen Akzenten und einem eigenen Charakter, der sich vom nostalgischen Grundton des Albums absetzt. „Getting By“ schließlich kombiniert Härte und elektronische Elemente zu einem der modernsten Stücke der Platte.

Insgesamt dominiert jedoch der Blick zurück: viele Songs greifen auf vertraute Strukturen, Harmonien und Klangfarben zurück. Das funktioniert – vor allem für langjährige Fans, die mit den ersten Alben der Band aufgewachsen sind. Die nostalgische Mischung aus 90s- und 2000er-Ästhetik, punkigen Untertönen und melodischen Refrains sorgt für ein angenehmes Wiederhören, ohne wirklich neue Impulse zu setzen. 

Die Produktion ist solide und druckvoll, wenn auch nicht immer fein austariert. Ronnie Winters bleibt stimmlich präsent und charismatisch, doch die ganz großen Emotionen blitzen nur in einzelnen Momenten auf. Besonders stark sind die Songs, in denen THE RED JUMPSUIT APPARATUS Härte und Melodie klug austariert – weniger überzeugend sind jene, die zu sehr im Retro-Sound verharren.

Am Ende ist X’s For Eyes eine ehrliche, nostalgische Platte – ein Rückblick auf eine Zeit, in der diese Art von Musik Stadionhymnen hervorbrachte. Für Fans ein lohnendes Wiederhören, für Neulinge ein solider Einstieg in den Sound einer Ära. Doch wer auf musikalische Weiterentwicklung hofft, wird hier kaum fündig.

Gainbombs – Gain, Boom, Bang

  • Herkunftsland: DE
  • Rating: 12
  • V.Ö.: 03.10.2025
  • Spielzeit: 43 Min
  • Tracklist / Songs: 1) Schlucke (Intro)
    2) The Open One
    3) Bang Boom Bang
    4) FCK You AFD
    5) Welcome To The Moshpit
    6) It’s all about the Game
    7) Lucky Man
    8) Dynamite
    9) So Rockable
    10) Song For The Different
    11) Lemmy And Bruce
    12) Go!Go!!Go!!!
    13) Gainbombs
    14) Still The Right Way
    15) Andi&Dave (Outro)
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Mace – Gitarre, Vocals
      Stense – Bass, Vocals
      Tscherno – Drums

      Klaus Vanscheidt – Solo in Tracks 4 + 1

      Gäste in “Fck You AFD”
      Alex Schwers (Slime/Ruhrpott Rodeo), Dan Ganove, Dani (Der Butterwegge/Angelika Express, Der Dumme August), Der Ole, Julia (Erection), Massendefekt, Mel (ShirleyHolmes), Mirko (Sondaschule), Reb (The Bates), Vom Ritchie (Cryssis/Die Toten Hosen)
      , Bild: , Bild - Copyright ©: Gainbombs (Promo)
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Wenn Schlucke und die GAINBOMBs was am Planen dran sind, dann ist die Neugier natürlich geweckt. Mal schauen, ob das Debüt der Ruhrpott-Punker mit ebenso vielen „echten Gefühlen“ punkten kann wie Fränkys „Eingelocht“.

Das Trio, das bisher u. a. bei Bands wie SKUNK, IN CASE OF EMERGENCY, REGICIDE oder MOTÖRHEADMANIACS Erfahrungen sammelte oder noch sammelt, haut mit dem 43-minütigen Debüt „Gain, Boom, Bang“ eine wilde Mischung aus humorvollen sowie ernsthaften Punkrockern raus. Während man im Opener „The Open One“ über die eigene Lieblingsbiersorte philosophiert, sind das geniale Intro „Schlucke“ sowie „Bang Boom Bang“ Verneigungen vor dem 1999er Kultfilm mit Ralf Richter. Deutlich ernsthafter wird es dann mit „FCK You AFD“, welches man nicht nur als Single ausgekoppelt hat, sondern für dessen Aufnahme man sich auch eine illustre Reihe von Gästen eingeladen hat. Und in „Song For The Different“ setzt man sich für Minderheiten ein.
Musikalisch wandeln Mace & Co. nicht ausschließlich im typischen Deutsch-Punk-Revier, sondern binden vielmehr Rockabilly und Twang-Sounds in ihre Songs mit ein. So erinnert die Gitarrenarbeit in Songs wie „Bang Boom Bang“ oder "It’s All About The Game“ durchaus an THE BOSSHOSS zu „Stallion Battallion“-Zeiten. Aber auch die Vorliebe für DIE ÄRZTE oder MOTÖRHEAD (nicht zuletzt in „Lemmy & Bruce“) schimmert immer mal wieder durch, wobei die GAINBOMBS ihre Vorbilder nicht kopieren, sondern tatsächlich Einflüsse zu ihrem eigenen Sound verschmelzen. Mit Songs wie „Go!Go!!Go!!!“ oder „Gainbombs“ gibt es auch jede Menge Arschtritt-Punkrock für Freunde der RAMONES.
Die GAINBOMBS haben die Produktion des Albums in die eigenen Hände genommen und dabei einen recht eigenständigen Sound gefunden, der sowohl Mainstream- als auch Streetpunk-tauglich ist. Insofern kann ich mir die Band sowohl auf der großen Bühne beim Rock Am Ring vorstellen als auch in der verrauchten Eckkneipe. Mir zumindest gefällt der recht differenzierte Sound, bei dem kein Instrument zu sehr im Vordergrund steht – besonders der Bass gefällt mir gut.
Die GAINBOMBS legen mit „Gain, Boom, Bang“ ein hörenswertes Debüt vor, mit dem sie verschiedene Nischen innerhalb des Punkrock-Universums bedienen.

🎤 Releaseshows:
01.11.2025 – Vinyl Cafe, Dorsten
29.11.2025 – Maxus, Gladbeck

Darkness - The Death Squad Chronicles

  • Herkunftsland: DE
  • Rating: 0
  • V.Ö.: 26.09.2025
  • Spielzeit: 52:30
  • Tracklist / Songs: 1. The Gates
    2. Terror For Terror
    3. Battle To The Last
    4. Death Squad
    5. Soldiers
    6. Burial At Sea
    7. Last Round Is On Us
    8. Victims
    9. Iron Force
    10. Defenders Of Justice
    11. Predetermined Destiny
    12. Proud Pariah
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Lee - Vocals
      Arnd - Guitar
      Dominik - Guitar
      Ben - Bass
      Lacky - Drums
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  • Website:
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Heavy Birthday zum 40sten!

Auch die Ruhrpott Thrasher von DARKNESS nullen in diesem Jahr und schauen zum Geburtstag zurück und nach vorne.

Auf ´The Death Squad Chronicles´ finden sich Neueinspielungen von (sehr) alten Tracks und zwei neue Songs. Songs wie ´Victims´ stammen vom ersten Demo und drei Songs vom unterbewerteten ´Death Squad´ Debüt haben ihren Weg auf die Scheibe gefunden. Gerade der Titeltrack ist eine teutonische Thrash Granate der Extraklasse, nicht ohne Grund sind in dem Video so einige Prominente der Thrash Sene zu sehen. Natürlich gibt es dazu Songs vom Nachfolger ´Defenders of Justice´ und auch das bei Fans nicht unumstrittene ´Conclusion & Revival´ Album wurde nicht ausgespart. Wie auch bei den Neueinspielungen von SODOM oder DESTRUCTION ziehe ich die Originalversionen vor. Diese Songs müssen für mich so klingen wie damals in meinem Jugendzimmer. Ich will ja auch, dass Mutter nichts am Rezept für den Apfelstrudel ändert. Manches soll halt so bleiben, wie es ist. Für alle, die die Endachtziger Phase verpasst haben, ist das Album ein guter Einstieg, der hoffentlich dazu anregt, sich die alten Scheiben zuzulegen. Dank der Wiederveröffentlichungen durch High Roller sind die ersten beiden Alben und die Demos ja leicht erhältlich.

Bemerkenswert ist, dass das Album mit Songs aus vier Jahrzehnten nie verstaubt und wie aus einem Guss klingt. Da sind wir wieder bei Mutters Apfelstrudel – warum Rezept und Zutaten ändern, wenn’s gut ist? Eben. DARKNESS haben nach ihrer Reunion starke Alben abgeliefert und es scheint, als bekämen sie langsam die Anerkennung, die sie verdienen. Wir wollen mal nicht übertreiben und freuen uns erstmal auf die nächsten 10 Jahre.

Wolfheart - Draconian Darkness II (EP)

  • Herkunftsland: FI
  • Rating: 0
  • V.Ö.: 19.09.2025
  • Tracklist / Songs:

    01. Carnivore
    02. Forefathers
    03. Burning Sky (Live)
    04. The Gale (Akustic)
    05. Grave (Orchestral Version)

  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt:

      Tuomas Saukkonen - Vocals, guitars
      Vageliss Karzis - Guitars, vocals
      Lauri Silvonen - Bass, vocals
      Joonas Kauppinen - Drums

      , Bild:
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Etwas über ein Jahr ist es jetzt her, dass die melodischen Death Metaller von Wolfheart ihren letzten Longplayer „Draconian Darkness“ herausgebracht haben. Unser Fazit lautete damals: Die Finnen zelebrieren in gekonnter und überzeugender Art und Weise ihren melodischen Death Metal, der aufgrund der einzigartig gefühlvollen Klargesänge und dem dosierten Hang zum Symphonischen einen unverkennbaren Wiedererkennungswert besitzt. Einfach melodischer Death Metal der Extraklasse!

Jetzt ist mit der EP „Draconian Darkness II“ sozusagen die „kleine Schwester“ zu haben. Darauf liefert Mastermind Tuomas Saukkonen, der gerade mit dem neuen Before-The-Dawn-Album ein weiteres Eisen im Feuer hat, zwei brandneue Tracks sowie eine Live-Aufnahme von 'Burning Sky', 'The Gale' im akustischen Gewand und 'Grave' in einer orchestralen Version.

'Carnivore' bietet dabei die typische Wolfheart'sche Brachialität im Verein mit düsterer Infernalität und orchestraler Eingängigkeit. Ähnliches gilt für 'Forefather', das mit einem Mehr an atmosphärischer, sehnsuchtsvoller Intensität aufwarten kann. Mit 'Burning Sky' zeigen die Finnen gekonnt und verlustfrei ihre Live-Qualitäten, wohingegen 'The Gale' in seiner instrumentell reduzierten Version sein ganzes melancholisches wehmütiges Potenzial offenbart. Der Song 'Grave' schließlich ist nach seiner orchestralen Metamorphose eher etwas für die experimentelle Fraktion, für alle anderen zumindest interessant.

Fazit: All diejenigen, denen der große Longplayer-Bruder gefallen hat, dürfen die kleine EP-Schwester auf keinen Fall links liegen lassen. Denn bei Wolfheart weiß man, was man hat!

WOLFHEART live in Deutschland:

Draconian Darkness Over Europe”

w/ BEFORE THE DAWN, SUOTANA, FULL HOUSE BREW CREW

Presented by Nahka Agency

01.10.2025 DE Hamburg - Logo
02.10.2025 DE Leipzig - Hellraiser
03.10.2025 DE Essen - Turock
04.10.2025 DE Weinheim - Café Central
12.10.2025 DE Lindau - Club Vaudeville
13.10.2025 DE Munich - Backstage

Sondaschule – Wir bleiben wach

Mit „Unbesiegbar” hatten SONDASCHULE 2022 ein wahrlich starkes Album abgeliefert und zu Recht den höchsten Charterfolg der Karriere sowie zahlreiche ausverkaufte Shows gefeiert. „Wir bleiben wach“ hat es somit aus vielerlei Gründen schwer, sich als würdigen Nachfolger zu etablieren.

Neben der Tatsache, dass sich die Mühlheimer Ska-Punkrocker mit „Unbesiegbar“ unwiderruflich an der Schwelle zur deutschen Spitzenklasse positioniert hatten, waren das Album sowie die folgenden Shows auch durch den unerwarteten Tod des langjährigen Gitarristen Daniel „Blubbi“ Junker gekennzeichnet. Insofern stellt „Wir bleiben wach“ also eine bedeutende Zäsur für die Rocker dar.
Und ich muss gestehen, dass die im Vorfeld ausgekoppelten Singles für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle waren: „Weit, weit weg“ hat mich total geflasht, während ich mit „Ich trinke nicht mehr“ bis heute wenig anfangen kann. Doch beide Songs repräsentieren zweifelsohne das SONDASCHULE-Universum. Und auch poppige Tracks wie das melancholische „Weine nicht“ gehören dazu. Wie breit die Band stilistisch aufgestellt ist, war auch auf „Unbesiegbar“ deutlich hörbar, doch auf „Wir bleiben wach“ wurden die Grenzen vielleicht noch etwas mehr ausgeweitet. So erinnert mich das mit livetauglichen „oooohhhs“ ausgestattete „Ärgerlich“ in der Strophe durchaus an die NDW-Helden TRIO. Ihre chillige Seite zeigt die Band u. a. in „Sex, Kokain und frische Luft“.
Am stärksten sind SONDASCHULE für mich immer dann, wenn sie ihre Kernzutaten Ska und Punkrock zusammenführen und ordentlich Gas geben, wie in „Das kann doch mal passieren“, „Weit, weit weg“ oder „Steh auf“. Doch die Erlebnisse der vergangenen Jahre scheinen sich auch in zahlreichen Songs und deren Texten widerzuspiegeln: „Wenn’s am schönsten ist“, „Du bist gut so“, „Steh auf“ oder „Weit, weit weg“.
Nachdem „Wir bleiben wach“ nun mehrfach bei mir gelaufen ist, kann ich doch sagen, dass sich das Album als würdiger Nachfolger zu „Unbesiegbar“ präsentiert, auch wenn der Vorgänger für mich die Nase etwas vorn behält.
SONDASCHULE präsentieren sich auf „Wir bleiben wach“ als glaubhafte, authentische Band mit Rückgrat, die sich weder inhaltlich noch musikalisch etwas vorschreiben lassen will. Trotz dieser Kompromisslosigkeit hat man mit der Hilfe von Produzent Vincent Sorg (u. a. DIE TOTEN HOSEN, BROILERS) wieder einen Weg gefunden, die Erfolgsgeschichte der Band auch anno 2025 weiterzuschreiben. Ich bin gespannt auf die kommende Tour…

Mors Principium Est - Darkness Invisible

  • Herkunftsland: FI
  • Rating: 12
  • Tracklist / Songs:

    01. Of Death
    02. Venator
    03. Monuments
    04. Tenebrae Latebra
    05. Summoning The Dark
    06. Beyond The Horizon
    07. The Rivers Of Avernus
    08. In Sleep There Is Peace
    09. An Aria Of The Damned
    10. All Life Is Evil
    11. Matso Mika Matso

  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt:

      Ville Viljanen – vocals
      Jori Haukio – lead guitar
      Jarkko Kokko – rhythm guitar
      Teemu Heinola – bass
      Marko Tommila – drums

      , Bild:
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Mehr als ein viertel Jahrhundert treiben Mors Principium est nun schon ihr melodisches Death Metal Unwesen. Und zum Glück stehen die Finnen jetzt mit ihren neunten Longplayer in den Startlöchern. Die Tage werden kürzer, die Dunkelheit nimmt zu, aber mit „Darkness Invisible“ kommt gar nicht erst irgendeine Form von Müdigkeit auf.

Vintersorg - Vattenkrafternas Spel

  • Herkunftsland: SE
  • Rating: 10
  • V.Ö.: 26.09.2025
  • Spielzeit: 61:08
  • Tracklist / Songs:

    1. Efter Dis Kommer Dimma

    2. Störtsjö

    3. Malströmsbrus

    4. Från Djupet Dunstar Tiden

    5. Ur Älv Och Å

    6. Kraftkällan

    7. Regnskuggans Rike

    8. Skyrök

    9. Ödsliga Salar

  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt:

      Vintersorg - Guitars, Keyboards, FX and Drum Programming

      Matte Marklund - Lead Guitars

      Simon Lundstöm - Bass

      , Bild: , Bild - Copyright ©: Vintersorg / Hammerheart Records
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    • Bild: , Bild - Copyright ©: Vintersorg / Hammerheart Records, Objekt - Position: Links
Originalität ist nach wie vor und einmal mehr DAS Pfund, mit dem Andreas “Vintersorg” Hedlund punkten kann. Angefangen beim überragenden Artwork des neuesten Outputs “Vattenkrafternas Spel”. Vom ersten Blick und von der ersten bis zur letzten Note des Albums ist zu jeder Minute erkennbar, wer hier am Werk ist.

Auch der mittlerweile elfte Longplayer von Vintersorg wird getragen von Hedlunds einzigartiger cleaner Stimme im Wechsel mit seinem kräftigen schwarzmetallischen Keifen innerhalb des wiederum unverkennbaren Spektrums zwischen Black Metal, Folk und Progressive Rock. Über sämtliche Kritik ist auch die Produktion erhaben, denn “Vattenkrafternas Spel” klingt genauso, wie ein Vintersorg-Album klingen sollte bzw. muss. Übrigens trotz Drum-Computer.

Das Songwriting allerdings ist über weite Strecken nicht mehr als solide. An Biss fehlt des Vintersorg nicht, wohl aber etwas an Frische. Denn über weite Strecken des gut einstündigen Werkes wirkt “Vattenkrafternas Spel” doch oft sehr gefällig, zu lang, zu ausladend und zu wenig fokussiert. Viele Song-Passagen der Mal mehr und Mal weniger wilden Klanglandschaften werden analog zum Artwork vom reißenden Strom mitgerissen oder alternativ im wildromantisch plätschernden Gewässerlauf hinfortgespült, ohne dass nachhaltige Eindrücke zurückbleiben. Höhepunkte oder Ausreißer eines Kalibers “Ur älv och å”, in denen Hedlund auch sein kompositorisches Talent vollständig ausschöpft, sind leider die positive Ausnahme.

“Vattenkrafternas Spel” wird auf jeden Fall keinen Fan von Vintersorg enttäuschen oder gar verprellen. Aber im direkten Vergleich zum Vorgänger-Album “Till Fjälls del ll”, der rückblickend überraschend guten Reminiszenz an das 98er-Werk, mit dem dem Schweden der Durchbruch gelang, fällt das neue Album aus meiner Sicht deutlich ab. Selbstverständlich ist man von dem Opus Magnum “Cosmic Genesis” oder auch von einem “Ödemarkens Son” meilenweit entfernt. Und aktuell gebe ich der wesentlich raueren und knorrigeren “Orkan”- oder “Jordpuls”-Phase wie auch dem proggigen “Visions From A Spiral Generator” bis hin zum völlig entrückten “The Focusing Blur” den Vorzug. Trotzdem ist “Vattenkrafternas Spel” ein Vintersorg-Album durch und durch.

Sorrowful Land – Hiraeth

  • Herkunftsland: UA
  • Rating: 12
  • V.Ö.: 12.09.2025
  • Spielzeit: 49 Min.
  • Tracklist / Songs: 01 - The Day Is Past And Gone
    02 - Unreachable
    03 - Dark Trinity
    04 - Astray
    05 - In Times Of Endless Nights
    06 - The Silent Slumber
    07 – Hiraeth
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Max Molodtsov - guitars, bass, drums, keyboards, programming, backing vocals on 'The Day Is Past And Gone', 'Dark Trinity' and 'Astray’.
      Stefan Nordström - lead vocals.
      Henrik Ekholm - clean vocals on 'Dark Trinity'.

      All music composed by Max Molodtsov.
      Lyrics written by Max Molodtsov with adaptations from poetry of John Leland on 'The Day Is Past And Gone' and Robert William Service on 'Dark Trinity'.
      Lyrics on 'Unreachable' by Stefan Nordström.
      Sorrowful Land logo by Slobodan Jovanovic.
      Artwork, booklet & CD design by Romulo Dias.
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Das walisische Wort „Hiraeth“ beschreibt ein tiefes Gefühl von Heimweh und Nostalgie, verbunden mit der Trauer über einen Verlust oder eine idealisierte Vergangenheit, die vielleicht nie existierte. Dementsprechend stellt Bandkopf May Molodtsov die Frage nach der Unabänderbarkeit des Vergangenen ins Zentrum seines vierten Albums „Hiraeth“.

In den sieben Songs des Albums versucht der Ukrainer Molodtsov Antworten auf verschiedene Fragen des Lebens zu finden. Der Soundtrack dazu ist pechschwarz und zentnerschwer. Im Stile von frühen PARADISE LOST, von SEPTICFLESH, FLOWING TEARS & WITHERED FLOWERS oder DRACONIAN schleppen sich Molodtsov und seine Mitstreiter durch die Songs und bedecken damit alles in ihrer Reichweite mit einem schwarzen, schweren Umhang. Dass dabei lediglich ein Song („Astray“) unter fünf Minuten bleibt, gehört zum Geschäft und standesgemäß gipfelt das Album im opulenten titelgebenden Track am Ende des Albums.
„Hiraeth“ orientiert sich voll und Ganz an der wahren Lehre und stilistische Vorbilder wie PARADISE LOSTs „Gothic“ sind kaum zu überhören, was mir aber sehr gut gefällt. Die schwermütigen Gitarrenriffs werden immer wieder durch melancholische Akustik-Parts oder ruhige Klavier-Parts unterbrochen, neben den abgrundtiefen Growls findet man hier und da auch mal klaren Gesang und die omnipräsenten Leads machen einem Gregor Mackintosh alle Ehre. Wer sich zwischen „Gothic“ und „Icon“ zuhause fühlte, der wird auch mit diesem Album gut klarkommen, auch wenn herausragende potentielle Evergreens vielleicht Mangelware sind.
Unweigerlich verbindet man den Bandnamen SORROWFUL LAND momentan natürlich mit der kriegsgebeutelten Ukraine und der rabenschwarze, melancholische Gothic Death Metal der Band klingt wie die musikalische Beschreibung des Jahrzehnts. „Hiraeth“ ist alles andere als fröhlich, klingt verzweifelt, brutal und versprüht mit jeder Note eine gewisse Portion Tragik. Damit bildet SORROWFUL LANDs „Hiraeth“ in diesem Herbst ein düsteres Triumvirat mit PARADISE LOSTs „Ascention“ und COLOSALISTs „Two Suns“. Hörenswert.

Meridian – Meridian

Keine Angst, hier handelt es sich nicht um eine Rezension der versehentlich falsch geschriebenen neuesten Ausgabe eines Merian Heftes über Süddänemark. Das stolz selbstbetitelte neue Album der Dänen MERIDIAN dürfte sich auch deutlich besser verkaufen als die traditionellen Reisemagazine ähnlichen Namens.

Und wer bei der Single „Crown The King Of Violence” verwundert in sich hineingehört und sich gefragt hat, wie einem diese Band in den vergangenen zehn Jahren durch die Lappen gegangen sein kann, dem sei gesagt, dass „Meridian“ für die Band einen musikalischen Relaunch allererster Güte darstellt. Ich habe verwundert festgestellt, dass ich zumindest den aus 2019 stammenden Vorgänger „The Fourth Dimension“ im Regal stehen habe. Auf dieser Scheibe drehen die Dänen ihre Runden in deutlich rockigerem Tempo und kombinieren eher AOR und proggigen Melodic Metal miteinander. Damals hatte noch Lars Märker für die Vocals gesorgt. Dieser hat das Mikro nun an Søren Adamsen weitergegeben, der in der Vergangenheit nicht nur bei u. a. FIREFORCE gesungen hat, sondern mit ARTILLERY Übersongs wie „Dark Days“ aufgenommen hat. Mit dem Wechsel am Mikro ging auch eine musikalische Neuausrichtung einher und der Fünfer wagt einen Spagat zwischen melodiösem Hard Rock und Thrash Metal, wobei sich die Songs dann meist stilistisch im Bereich METAL CHURCH, SWORD oder VICIOUS RUMORS einpendeln. „Taking Power“ ist ein tolles Beispiel dafür, wie man Melodie und kantige Riffs perfekt verbinden kann. Das eröffnende „Uprising“ hingegen zeigt gleich zu Beginn des Albums, dass MERIDIAN es ernst meinen und dem deutlich zahmeren Hard Rock der Vergangenheit den Rücken zugewandt haben. „Last Words Of A Dying Man“ drückt mit Double Bass und messerscharfen Riffs durch die Boxen, während „Swinging The Chain“ deutlich mehr Rock enthält. Und vor allem „The Way Back“ klingt nach einem Zugeständnis an alte Fans und erinnert in der Strophe gesanglich sogar an „Shot In The Dark“ von OZZY. In „Mask of Anger“ klingen dann die progressiven Vorlieben der Band nochmal durch. Doch so bleibt „Meridian“ über die gesamte Spielzeit interessant und abwechslungsreich. Auch die Produktion ist deutlich bissiger ausgefallen als auf dem Vorgänger.  

Søren Adamsen gibt hier einen Einstand von Format und MERIDIAN haben die Zeit seit „The Fourth Dimension“ bestens genutzt, um sich stilistisch neu aufzustellen. Es hat sich gelohnt, dass sie diesen Schritt gegangen sind, und „Meridian“ klingt zwar weder nach ACCEPT noch nach IRON MAIDEN, wie im Bandinfo suggeriert, dafür verweist es die aktuellen Scheiben von METAL CHURCH und VICIOUS RUMORS problemlos auf die Plätze. MERIDIAN gelingt ein starker Neubeginn mit einer bärenstarken Scheibe, die tatsächlich keinerlei Füllmaterial enthält. Schade, dass dieses Kraftpaket nicht auch ein ansprechenderes Äußeres bekommen hat, damit die Fans das Album nicht übersehen.

Colosalist – Two Suns

  • Herkunftsland: CZ
  • Rating: 15
  • V.Ö.: 09.09.2025
  • Spielzeit: 44 Min.
  • Tracklist / Songs: 01 – From the Others
    02 – Creeping Frost
    03 – Visdomer
    04 – Dabrakar
    05 – Die Inside Me
    06 – Soul of Birds
    07 – No Angels at Home
    08 – Witnesses from Shadows
    09 – Over the Sky
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Lyrics & Music: Petter Stanek
      Produced by: Aksu Hanttu
      Mastered by: Svante Forsbäck

      Colosalist are:
      Petter Stanek - vocal, guitar
      Zuzana Klementova Zamazalova - vocals, violin
      Filip Chudy: bass guitar
      Tomas Paulus: vocal, guitar
      Jan Jaglarz: drums
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Mit „Ascension“ haben sich PARADISE LOST nicht nur selbst übertroffen, sondern sicherlich auch den aktuellen Standard für ihr Genre gesetzt. Doch neben dem Meisterwerk der trübseligen Briten dringt der zaghafte Glanz zweier Sonnen in die herbstlichen Septembertage: COLOSALIST melden sich nach mehr als zehn Jahren mit „Two Suns“ zurück.

Die 90er Jahre wurden schon damals schlechter geredet, als sie musikalisch waren. Immerhin hat das Jahrzehnt die bislang letzten relevanten stilistischen Evolutionen im Metal-Universum hervorgebracht. Neben PARADISE LOST öffneten Bands wie TIAMAT, THERION, MY DYING BRIDE, CEMETARY & Co. die Tore zu neuen, ebenso schwermütigen wie fesselnden Welten. Aus diesem Mutterboden sprießen deutlich hörbar die musikalischen Blüten von COLOSALIST, die ihre Vorbilder nicht kopieren, aber doch auf ihre eigene Weise zitieren. Dabei besticht „Two Suns“ vor allem auch durch den variablen wie gelungenen Einsatz von gleich drei Sängern, so dass tiefe Growls ebenso zum Songgeschehen gehören wie weibliche Vocals und düsterer Gesang im Stile des „Icon“-Nick Holmes. Ein Song wie „Witness From Shadows“ greift dabei die frühen LAKE OF TEARS auf, ebenso wie die Aggressivität von FURBOWL. Die tschechisch-norwegische Kooperation ist stets darauf bedacht, nicht einfach nur einen Abklatsch ihrer Vorbilder zu liefern, sondern die verschiedenen Bands als Inspiration für eigene Kompositionen zu nutzen, die Melancholie in grandioser Weise mit Melodie und Eingängigkeit verbinden. So finden sich in „Visdomer“ opulente Passagen, die im wunderbaren Kontrast zu den kratzigen Vocals der Strophen stehen. Der Refrain hingegen geht nur schwer wieder aus dem Ohr. Die Single „Die Inside Me“ kreuzt abermals die DNA von LAKE OF TEARS mit den Doomstern von CORPORAL PUNISHMENT und überzeugt durch tiefschwarze Strophen, denen abermals ein eingängiger Chorus gegenübersteht.
Bereits der Opener „From the Others“ deutet an, wie problemlos COLOSALIST tiefe Traurigkeit, eingängige Melodien und schwere Riffs miteinander verknüpfen können. Mit „Creeping Frost“ hat die Band den vielleicht schwächsten Song an die Nummer 2 der Setlist gestellt – aber vielleicht gefällt mir auch nur die Melodie nicht. Das Riff ist im Herzen recht modern, doch die Band taucht es in tiefes Schwarz und erinnert letztlich an die Schweden von ROSICRUCIAN, die es in den 90er Jahren auf zwei Alben gebracht haben.
COLOSALIST punkten gleich mit einer ganzen Reihe potentieller Genre-Hits: Neben „Visdomer“ und „Die Inside Me“ sind da vor allem „Soul of Birds“ und „No Angels at Home“ zu nennen. Und trotz aller Eingängigkeit empfehlen sich COLOSALIST aufgrund der omnipräsenten Melancholie und der schweren Riffs weniger für den Fernsehgarten als für das Mera Luna Open Air, denn an den Songs auf „Two Suns“ werden sowohl Fans von THE NEPHILIM ihre Freude haben wie auch die Anhänger TIAMATs zur „Clouds“ und „Wildhoney“ Phase. Und auch wer PARADISE LOST vor allem von „Gothic“ bis „Dragonian Times“ hörte, dürfte an „Two Suns“ Gefallen finden.
Neben PARADISE LOSTs „Ascension“ ist „Two Suns” von COLOSALIST zweifelsohne das stärkste Düster-Metal-Album des Jahres und es ist zu hoffen, dass die Band nicht abermals elf Jahre benötigt, um neues Material in Form zu gießen. Andererseits hat sich das Warten auf dieses Album auf jeden Fall gelohnt. Besser und authentischer kann man 90er-Jahre-Gothic-Death-Metal im 21. Jahrhundert nicht zelebrieren.
Leider scheint es „Two Suns“ in unseren Breiten lediglich als digitale Veröffentlichung zu geben, so dass zu hoffen bleibt, dass sich in Zukunft ein größerer Vertriebspartner finden lässt.

Kathryn Williams - Mystery Park

  • Herkunftsland: GB
  • Rating: 13
  • V.Ö.: 26.09.2025
  • Spielzeit: 41:19 min
  • Tracklist / Songs: 01 - Thoughts Of My Own
    02 - Goodbye To Summer
    03 - Gossamer Wings
    04 - Tender
    05 - This Mystery
    06 - Sea Of Shadows
    07 - Move Me
    08 - Paradise
    09 - Knew You Forever
    10 - Sunsets
    11 - Servant Of The Flame
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Kathryn Williams – Gesang
      Leo Abrahams – Gitarre, Bass, Keyboard, Ukulele, Klavier
      Neill MacColl – Gitarre, Gesang
      Polly Paulusma – Gesang, Gitarre [bei Goodbye To Summer sowie Tender]
      Paul Weller – Gesang, Hammond Orgel [bei Gossamer Wings]
      Ed Harcourt – Klavier [bei This Mistery, Sea Of Shadows, Move Me sowie Sunsets], Mariachi Bass [bei Move Me], Gesang [bei Sunset]
      Chris Vatalaro – Schlagzeug, Klavier [bei Knew You Forever]
      David Ford – Mundharmonika [bei Move Me]
      Emma Smith – Violine [bei This Mystery, Sea Of Shadows sowie Move Me]
      , Bild: , Bild - Copyright ©: © Emma Holbrock
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Anfang 2025 hatten wir aus England Polly Paulusma mit ihrem Album Wildfires zur Bewertung in den eigenen virtuellen Hallen. Sie spielt beim Album Kathryn Williams' als Co-Autorin einiger Lieder, Gastmusikerin und -sängerin eine wichtige Rolle. Daneben sollte auf alle Fälle noch Paul Weller als Gastmusiker genannt werden. Kathryn Williams stammt aus Liverpool. Wenn man die eigene Seele der Musik verschrieben hat, kann das eine kleine Bürde sein, weil alle Liverpool mit den Beatles sofort in Verbindung bringen. Lassen wir Liverpool Liverpool sein und begeben uns in den Mystery Park, um den Klängen zu lauschen. 

Paradise Lost - Ascension

„Ascension“ (Aufstieg, Himmelfahrt) also. Wenn sich Paradise Lost mit ihrem bahnbrechenden Schaffen nicht schon längst in den Metal-Olymp katapultiert hätten, wäre der neue Longplayer dazu bestens geeignet. Denn er zeigt die Doom-Metal-Veteranen in einer mehr als herausragenden Form, die man den Briten nach ihrem letzten Corona-Meisterwerk „Obsidian“ eigentlich gar nicht mehr zugetraut hätte.

DONOTS - Schwert aus Holz

  • Herkunftsland: DE
  • Rating: 14
  • V.Ö.: 19.09.2025
  • Spielzeit: 43:11 min
  • Tracklist / Songs: 01 - Allein zu allein
    02 - Dead Man Walking [Feat. Chuck Ragan]
    03 - Whatever Happened To The 80s
    04 - Keiner kommt hier lebend raus [Feat. Shitney Beers]
    05 - Stop The Clocks [feat. Campino & Matt Hensley]
    06 - Wake The Dogs
    07 - Problem kein Problem
    08 - Room With A View (Give Me Shelter)
    09 - Eine letzte letzte Runde
    10 - Calling
    11 - Augen sehen
    12 - Out In The Cold [Feat. Kuddel]
    13 -  So Long [Feat. Frank Turner]
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Ingo Knollmann - Gesang, Klavier
      Guido Knollmann - Gitarre, Gesang
      Alex Siedenbiedel - Gitarre, Backgroundgesang
      Jan-Dirk „Purgen“ Poggemann - Bass, Backgroundgesang
      Eike Herwig - Schlagzeug, Backgroundgesang
      , Bild: , Bild - Copyright ©: © Marcel Weste
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Die DONOTS erschließen sich mit Schwert aus Holz neue Auftrittsmöglichkeiten, nämlich auf den Auftrittsmuscheln in Parkanlagen: Schön gediegen beim Nachmittagstee, Kaffee und Sahnetörtchen. Im Park von Emsdetten, an den Salinen von Rheine, an den Auen des Aasees zu Münster usw. Da ist es nun, das Akustikalbum Schwert aus Holz, auf das mit einigem Vorlauf schon die Holztrommel geschlagen wurden.

Whiskey Myers - Whomp Whack Thunder

  • Herkunftsland: US
  • Rating: 14
  • V.Ö.: 17.10.2025
  • Spielzeit: 46:54 min
  • Tracklist / Songs: 01 - Time Bomb
    02 - Tailspin
    03 - I Got To Move
    04 - Rowdy Days
    05 - Icarus
    06 - Midnight Woman
    07 - Break These Chains
    08 - Born To Do
    09 - Rock N Roll
    11 - Ramblin’ Jones
    11 - Monsters
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Jeff Hogg - Schlagzeug
      Tony Kent - Keyboard
      Cody Tate - GItarre
      John Jeffers - Gitarre
      Jamey Gleaves - Bass
      Cody Cannon - Gesang
      , Bild: , Bild - Copyright ©: © Khris Poage
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Die Geschichte dieser Band beginnt 2007 in Texas, USA als Trio, 2008, nach einem Umzug, erweiterte sich das Line-up und man nannte sich fortan Whiskey Myers und gründete das Label Whiggy Thump. Den ein oder anderen Konsumenten des reichhaltigen Angebots von Netflix, Paramount, Amazon Prime könnte die mehrfach Platin ausgezeichneten Whiskey Myers schon unter die Ohren gekommen sein durch die CBS-Serie SEAL Team, den Film mit Angelina Jolie Those Who Wish Me Dead, der Netflix-Serie What/If, den Paramount-Serien Landman sowie Yellowstone (dort auch sichtbar präsent). 2025 wartet nun auf mit Album Nr. 7.

Cancer Void - First Metastasis

Die Tschechen senden ein erstes todesmetallisches Lebenszeichen, das kann sich hören lassen.

Wobei ich das Format nicht ganz verstehe. Wenn man Intro und Zwischenspiel außen vor lässt, finden sich auf der EP vier Songs mit einer guten Viertelstunde Spielzeit. Die perfekte Länge für ein Demo. Wisst ihr noch damals, als Bands erst Demos und dann Platten über Labels veröffentlicht haben? Wer soll das auf einem überschwemmten Markt alles auf dem Schirm haben, geschweige denn kaufen? Das aber sind allgemeine Gedanken, jetzt zu den Songs. Die können sich wahrlich hören lassen. CANCER VOID spielen old school Death Metal, der morbide daherkommt. Nur selten wird die Geschwindigkeit richtig angezogen, in der Regel watet die Band im Midtempo durch den knöcheltiefen Morast. Die EP ist für diese Art von Mucke genau richtig produziert, alles in allem also ein sehr gelungener Einstand.

Da wir hier beim Twilight und nicht auf der Onkologie des regionalen Krankenhauses sind, hoffe ich, dass die ersten Metastasen ordentlich streuen und auf die Größe eines kompletten Albums anwachsen.

Mad Dogs - The Future Is Now

  • Herkunftsland: IT
  • Rating: 9
  • V.Ö.: 05.09.2025
  • Spielzeit: 42:23
  • Tracklist / Songs: 1. The Future Is Now
    2. Go Ahead (Don’t Give Up)
    3. It’s Not Late Tonight
    4. Stoker
    5. Black Sheep
    6. No Way To Come Back
    7. Don’t Bend Over
    8. Nothing To Lose
    9. Be Your Number
    10. No More Lies
    11. Switch Up My Time
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Marco Cipolletti - Guitar, Vocals
      Luca Zenobi - Guitar
      Simone Mosciatti - Bass
      Giacomo Zepponi - Drums
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Die verrückten Hunde machen mir das Reviewen leicht. Ob das positiv ist, muss jeder selbst entscheiden. 

Die Italiener klingen sehr stark nach THE HELLACOPTERS ab ´High Visibility´. Musikalisch machen das einige, aber bei den MAD DOGS hat auch die Stimme eine große Ähnlichkeit zu Captain Nikke. Dessen Comeback Album ´Eyes Of Oblivion´ hat deutlich gemacht, dass dann doch keiner der Nachahmer die Qualität der Höllenhubschrauber erreicht hat. Das gilt auch für die Italiener. Klar gibt es gute Riffs und catchy Hooks, das gehört bei der Musik einfach dazu und ist auch ganz gut gemacht, mir aber viel zu nah am Original. Wohl nicht zufällig kommt mir der HELLACOPTERS Songtitel ´It’s Good but It Just Ain’t Right´ in den Kopf.
Live machen die Tracks sicherlich Spaß, auf Konserve läuft ´The Future Is Now´ bei mir erst dann regelmäßig, wenn ich mir irgendwann die HELLACOPTERS Diskografie überhört haben sollte - diese Zukunft ist nicht jetzt.

C:R:A - Zoon Logon Echon

  • Herkunftsland: DE
  • Rating: 11
  • V.Ö.: 01.06.2025
  • Spielzeit: 39:50
  • Tracklist / Songs:

    1. jumalan soturi
    2. Die In Peace
    3. Omega
    4. Zoon Logon Echon
    5. Tulikivi
    6. Juurien Kehto
    7. Another Reign

  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt:

      C:R:A – Guitars, Bass, Vocals

      V - Vocals

      Marlek – Drums

      B:A:A:L - Drums

      , Bild: , Bild - Copyright ©: C:R:A
  • Website:
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    • Bild: , Bild - Copyright ©: C:R:A, Objekt - Position: Links

Es ist nicht ganz einfach, hinter die Fassade dieser Band mit dem recht kryptischen Namen C:R:A zu blicken. Das Debut “Zoon Logon Echon” wurde über Greyman bzw. Bleikeller Records UK veröffentlicht.

 Die Spur führt allerding früher oder später in den Norden Niedersachsens und hinter C:R:A stößt man früher oder später auf Rauer, der als Kopf der Oldenburger Sethnefer, Wertstahl oder auch als Live-Gitarrist von Eïs alles andere als ein unbeschriebenes Blatt in der Szene ist.

“Zoon Logon Echon” beinhaltet sehr kalten, scheppernden Black Metal skandinavischer Prägung mit viel Hall sowie einer eisigen wie klinisch-industrieller Kälte. Dabei ist die Musik hochemotional, was sich nicht zuletzt in den markerschütternden Schreien bzw. beim Gesang manifestiert. Amtssprachen sind Finnisch und Englisch, die eingebauten Sprachsequenzen sind wiederum deutschen Ursprungs.

Sakrale Atmosphäre tifft musikalisch auf pure, (selbst-)zerstörerische Raserei. Es geht allerdings auch schleppend, schleifend und getragen, was nicht weniger beängstigend klingt.

C:R:A ist ein abwechslungsreicher schwarzmetallischer Bastard irgendwo zwischen Impaled Nazarene und Immortal mit einer abgrundtief finsteren Prise Rock ´N´ Roll. Die CD kommt im Digisleeve und ist auf 200 Einheiten limitiert. “Zoon Logon Echon” wurde zwar schon Anfang Sommer veröffentlicht, das Album bietet aber eigentlich einen perfekten Soundtrack für die anstehende dunkle Jahreszeit!

Erhältlich sind die CD im schicken Digipack (5 Euro) sowie Logo-Shirts (10 Euro) via Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Moondog Wily - Knock Knock Knock

Moondog Wily ist ein amerikanischer Musiker, ein Singer/Songwriter. Knock Knock Knock ist sein drittes Album. Es umfasst 15 Titel. Aufgenommen hat er es in einem einzigen 81 min Take am 23. August 2025 - wobei die Spielzeit 50 min umfasst. 

Orbit Culture - Death Above Life

ORBIT CULTURE liefern mit „Death Above Life“ eines der spannendsten Metal-Alben des Jahres – intensiv, durchdacht und voller Leidenschaft.

Before The Dawn - Cold Flare Eternal

Nachdem das Comeback-Album „Stormbringers“ 2023 doch eher mittelmäßig ausgefallen war, sind die melodischen Death Metaller mit ihrem neuen Longplayer „Cold Flare Eternal“ auf einem guten Wege zu alter Stärke.

Lorna Shore - I Feel The Everblack Festering Within Me

  • Herkunftsland: US
  • Rating: 15
  • V.Ö.: 12.09.2025
  • Spielzeit: 66:35
  • Tracklist / Songs: 1. Prison Of Flesh (07:00)
    2. Oblivion (08:20)
    3. In Darkness (06:43)
    4. Unbreakable (04:49)
    5. Glenwood (06:44)
    6. Lionheart (05:44)
    7. Death Can Take Me (07:16)
    8. War Machine (04:54)
    9. A Nameless Hymn (05:14)
    10. Forevermore (09:47)
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Will Ramos - Lead Vocalist
      Michael Yager - Background Vocal / Bass Guitar
      Austin Archey - Drums
      Adam De Micco - Guitar
      Andrew O’Connor - Orchestra / Synthesizer
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Mit ihrem neuesten Album katapultieren Lorna Shore ihre eh schon steile Karriere in bisher ungeahnte Dimensionen.

Crowne – Wonderland

Ein dystopisch anmutendes Stadtbild mit gespenstischem Riesenrad lässt eher auf das Ende der schwedischen Supergroup CROWNE schließen als auf ein packendes Melodic Metal Album. Doch für den Fünfer um Frontmann Alexander Strandell scheinen die Zeichen auf Sturm zu stehen.

In der Vergangenheit waren mir CROWNE etwas zu vorhersehbar. Im Grunde hat die Band an ihrem Stil auch auf Album Nummer 3 nichts geändert. Dennoch hat mich schon die erste Single „Waiting For You“ ziemlich begeistert, liefert die Truppe hier doch eine gute Mischung aus STRATOVARIUS und H.E.A.T. ab. Mit „Warlords Of The North“ erinnern CROWNE sogar entfernt an STORMWINDs geniales „Strangers from the Sea” und man konnte den (Angel-)Sachsen Biff Byford als Gastsänger gewinnen. Name-Dropping hat „Wonderland“ allerdings gar nicht nötig, denn Strandell, der sonst bei ART NATION, LIONVILLE und NITRATE zu hören ist, macht seinen Job wirklich hervorragend.
Mit der Single „Timing Is Right” fischen die Schweden im Fanbecken von DYNAZTY, ECLIPSE und H.E.A.T., machen ihre Sache aber besser als zuletzt DYNAZTY. Die Power-Ballade „Goodbye“ ist ein amtlicher Schmachtschinken, während „Legacy“ zunächst elektronische Elemente einbindet, dann aber zum fetten Rocker mutiert.
Während Gitarrist Love Magnusson (DYNAZTY) für kraftvolle und durchaus moderne Riffs sorgt, verziert Keyboarder Jona Tee (H.E.A.T.) die Songs mit eingängigen Melodien. Durch die Rhythmus-Sektion, bestehend aus Tieftöner John Leven (EUROPE) und Drummer Christian Lundqvist (ex-THE POODLES) bekommen die 11 Songs auf „Wonderland“ den nötigen Drive. Letztlich verwundert es aber kaum, dass CROWNE eine Melange aus den Hauptbands der Beteiligten ist. Das ist jedoch nicht negativ, denn auf „Wonderland“ gibt es bei aller stilistischen Gradlinigkeit auch ausreichend Abwechslung, um keine Langeweile aufkommen zu lassen.
Insofern muss man CROWNE anno 2025 attestieren: So geht zeitgemäßer Melodic Metal „Made in Sweden“!

Obituary – Godly Beings CD-Box

Kaum eine Death Metal Band hat ein ganzes Genre so nachhaltig geprägt wie OBITUARY, die mich allein schon durch die ikonische Optik des Debüts in ihren Bann zog und bis heute zieht. Das Debüt „Slowly We Rot” aus dem Jahr 1989 ist fantastisch gealtert und allein der Titeltrack steht nach wie vor für alles, was die Truppe aus Florida bis heute ausmacht: brutales Gegrunze, groovende Riffs und donnernde Drums. Dabei haben sich OBITURAY nie an Hochgeschwindigkeits-Wettbewerben versucht, sondern stets durch die zentnerschweren Riffs des Gitarren-Duos West/Peres überzeugt. Die vier Alben aus den Jahren 1989 bis 1994 sind bis heute stilprägend und wegweisend und dürfen in keiner ernstgemeinten Sammlung fehlen. Egal ob „Chopped In Half“, „The End Complete“ oder „Don’t Care”, die Amis konnten auf jedem Album mit zeitlosen Hits punkten. Anders als bei vielen Wiederveröffentlichungen aus dem Hause Dissonance Productions enthält jede der vier CDs Bonustracks, zumeist Demosongs, aber auch einige Live-Mitschnitte. Präsentiert werden die vier Jewel-Case-CDs im hübschen Pappschuber, der zudem ein Booklet mit Liner Notes aus der Feder des Band-Biografen David Gehlke sowie einige Bildpostkarten mit alten Bandfotos enthält. Insgesamt also ein stimmiges Ensemble. Schnappatmung dürfte es hingegen beim Blick auf die Rechnung geben, denn ein großer deutscher Versandhändler ruft sage und schreibe knappe 70€ für die Box auf. Bei anderen Händlern findet ihr das Teil immerhin für gute 50€ - was jetzt auch nicht gerade geschenkt ist. Angesichts des doch recht hohen Preises dürfte die Box letztlich doch nur für Komplettisten, Neulinge oder Millionäre wirklich interessant sein. Ich nehme an, dass der Otto-Normal-Fan die Songs im Zweifelsfall über einen Streaming-Dienst beziehen dürfte. Schade, dass selbst Wiederveröffentlichungen heute nicht mehr zu einem attraktiveren Preis anzubieten zu sein scheinen. Aber entscheidet selbst: Musik und Präsentation der Box sind fraglos über jeden Zweifel erhaben.

Nero Doctrine - Daughter Of The Sea [EP]

  • Herkunftsland: DE
  • Rating: 14
  • V.Ö.: 15.09.2025
  • Spielzeit: 29:10 min
  • Tracklist / Songs: 01 - The Premonition
    02 - Daughter Of The Sea
    03 - Eight Billion Insects
    04 - Interlude
    05 - Of Moon And Waters
    06 - This Piece Is Ours
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Stefan Rengert - Gesang
      Lotti Fust - Gitarre
      Christoph Thiele - Gitarre
      Marko Berger - Bass
      Robert Shehadeh - Schlagzeug
      , Bild: , Bild - Copyright ©: © Louisa Berger
  • GALERIE - Einzelbilderauswahl:
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Nero Doctrine formierten sich 2012 unter anderem Namen im schönen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Im Folgejahr veröffentlichten sie ihr Debütalbum, 2017 erschien das zweite Werk. Ende 2023 kam es zu einem Line-up-Wechsel durch Abgänge an Gitarre und Schlagzeug. Nero Doctrine haben die Absicht, eine Trilogie aus EP zu veröffentlichen, Daughter Of The Sea definiert dazu den Start. Für Teil 2 will man gegen Ende 2025 mit den Aufnahmen beginnen. Lesern des Twilight Magazin könnten Nero Doctrine durch das Rock unter den Eichen Festival ein Begriff sein. Reviewt, so meine Recherche, wurden sie jedoch bislang noch nicht im Twilight Magazin. 

Vicious Rumors - The Devil's Asylum

Es gibt VICIOUS RUMORS nun schon über 40 Jahre. Das ist eine verdammt lange Zeit, die einige Höhen hatte, allerdings auch Schwächen und schwierige Zeiten mit sich brachte.

Mob Rules – Rise of the Ruler

  • Herkunftsland: DE
  • Rating: 13
  • V.Ö.: 22.08.2025
  • Spielzeit: 47 Min.
  • Tracklist / Songs: 01 - The Fall Of Dendayar
    02 - Exiled
    03 - Future Loom
    04 - Dawn Of Second Sun
    05 - Back To Savage Land
    06 - Trial And Trail Of Fear
    07 - Providence
    08 - Nomadic Oasis
    09 - Coast Of Midgard
    10 - On The Trail (feat. Ulli Perhonen)
    11 - Equilibrium (Rise Of The Ruler)
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Klaus Dirks – Vocals
      Sven Lüdke – Guitar
      Florian Dyszbalis – Guitar
      Markus Brinkmann – Bass
      Jan Christian Halfbrodt – Keys (2010)
      Sebastian Schmidt – Drums

      Ulli Perhonen - Guest-Vocals (On The Trail)
      , Bild: , Bild - Copyright ©: Karsten Koch
  • Video:
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Sieben Jahre zogen ins Land seit MOB RULES‘ „Beast Reborn“. Sieben Jahre, in denen sich die Welt verändert hat. Kein Wunder, dass die norddeutsche Metalinstitution auf „Rise of the Ruler“ die dystopische Geschichte ihrer Anfangstage weiterspinnt.

Nach dem kurzen Gastspiel von Lüdke Gitarrenschüler Sönke Janssen ist nun erstmals Florian Dyszbalis an der zweiten Gitarre zu hören, auch wenn dieser nicht mehr so frisch im Line-Up ist wie Drummer Sebastian Schmidt. Die Lyrics stammen aus der Feder von Keyboarder Jan Christian Halfbrodt. Inhaltlich wie musikalisch gibt es eine Rückkehr zum „Savage Land“ der Anfangstage – auch wenn sich die Truppe um Frontmann Klaus Dirks stilistisch ja nie wirklich von ihren Wurzeln entfernt hatte. Was die Band auf „Rise of the Ruler“ abliefert, ist aber schon eine Wucht. Ein Song wie das bärenstarke „Dawn Of Second Sun“ (auch MAIDEN lassen grüßen) zündet sofort und in „Nomadic Oasis“ lässt die Band gekonnt Hard Rock Elemente in ihren Melodic Metal einfließen, bevor es in „Coast Of Midgard“ wieder einen Zacken kraftvoller zugeht. Im epischen „On The Trail“ liefert sich Sänger Klaus abermals ein Duett mit der ehemaligen SNOW WHITE BLOOD Sängerin Ulli Perhonen. Dies mag nicht jedermanns Geschmack sein, aber der Song setzt auf jeden Fall einen schönen Akzent auf dem Album und fügt sich prima in das Gesamtkonzept von „Rise of the Ruler“ ein.
Ich kann mich nicht erinnern, dass MOB RULES jemals ein schlechtes Album abgeliefert haben. Und dieser Trend setzt sich mit „Rise of the Ruler“ fort, denn Klaus Dirks und seine Jungs können auch im 31. Jahr ihrer Karriere mehr als überzeugen. Der Hörer wird für eine gute Dreiviertelstunde in eine dystopische Welt entführt, wobei die Story durch den hörenswerten Melodic Metal perfekt untermalt wird. Das tolle Artwork rundet das Gesamtbild stimmig ab.
„Rise of the Ruler“ ist als CD, in verschiedenen Vinyl-Varianten und als Earbook mit Bonus-CD erhältlich. Wie bei fast allen aktuellen Veröffentlichungen muss der Fan den Geldbeutel bis zur Schmerzgrenze öffnen, denn die reguläre CD kostet schon ca. 18€, das Earbook über 50€ und für das Vinyl muss man mindestens 32€ hinblättern. Qualitativ liefern MOB RULES zweifellos einen Gegenwert, aber langsam scheint mir doch auch eine Grenze erreicht, denn die meisten Fans werden schon jetzt stärker als vor einigen Jahren eine Auswahl beim Musikshoppen treffen müssen. Ich drücke MOB RULES die Daumen, dass „Rise of the Ruler“ bei vielen Fans auf der Einkaufsliste landet.

Exoneration - Monuments To Nothing

  • Herkunftsland: US
  • Rating: 10
  • V.Ö.: 29.08.2025
  • Spielzeit: 37:49 min
  • Tracklist / Songs: 01 - The Abyss We Crown
    02 - Thorn
    03 - Birth By Death
    04 - This Is Goodbye
    05 - Psalm 115
    06 - Basilisk [Feat. Candlebearer]
    07 - Soul Of A Great Warrior
    08 - Cope
    09 - Martyr
    10 - Where Else Should We Go [Feat. Hillyn]
    11 - Unfettered
  • Lineup / Setlist / Bands:
    • Inhalt: Corey Stiles - Gitarre, Programmierung, Gesang
      Arnaud Zijp - Gesang, Programmierung

      Candlebearer - Gastgesang bei Basilisk
      Hillyn - Gastgesang bei Where Else Should We Go
      , Bild: , Bild - Copyright ©: © Laurens de Waard
  • Website:
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Monuments To Nothing ist das Debüt des Metalcore-Projekts Exoneration. Die Hauptprotagonisten sind sind Amerikaner Corey Styles und der Niederländer Arnaud Zijp. Sie selbst beschreiben sich als Kombination aus knallharten Riffs und christusbezogenen Texten. Letzteres war für mich nicht nicht ausschlaggebend, sondern eher der Stil Metalcore und dass es ein Debüt ist. 

Mit zwei Hauptakteuren kann man schnell ableiten, dass sie entweder Multiinstrumentalisten sind, sich Gastmusiker einbestellt haben oder den Großteil des Instrumentariums an der Digital Audio Workstation entstehen lassen über Programmierung (z. B. Drums, Bass, Keys etc.). Einbestellt wurden zwei Gastsänger, der eine ist Candlebearer, also Keegan Lee, der mit Candlebearer ein Solo-Metalcore-Projekt betreibt. Die andere Person ist eine Sängerin, die sich hinter dem Pseudonym Hillyn verbirgt. Ihre Identität konnte ich bislang nicht aufklären. 
Dass nur Gesang und Gitarren "analog" eingespielt wurden, empfinde ich als nicht tragisch. Der Sound passt, auch die Songs sind gut arrangiert und komponiert, dazu gehört definitiv auch das Instrumental Soul Of A Great Warrior. Psalm 115 hat man als klerikaler Chorgesang umgesetzt. Das hört sich viel besser und stimmungsvoller an als Megadeths Psalm 23. Auch die Shouts/Screams/Growl-Stimmeinsätze bezeichne ich als gelungen. ABER. Luft nach oben bilden die cleanen Gesangsparts und Duette. In die höhreren Lagen phrasierend werden die Intervalle der Gesangsstimmen schnell dissonant, zudem bricht die Stimme mitunter weg. Das stelle ich besonders beim Duett Where Else Should We Go fest. Cope und Unfettered sind weitere Beispiele, bei denen der cleane Gesang qualitativ abfällt. Am Schluss greife ich noch Martyr heraus. Kompositorisch erinnert es mich an Machine Head. Aber auch hier ist es der Chorgesang, der die Abstriche beschert. Ingesamt fällt es mir schwer, salomisch an die angesprochene Gesangsleistung zu gehen. Die wahrgenommene Luft nach oben ist zu auffällig.

Durch die gute Qualität der instrumentalen Umsetzung, bewerte ich das Debüt von Exonaration noch als gut. Gerade der cleane Gesang führt jedoch nicht zur Entlastung. Von daher empfehle ich den Projektbeteiligten, sich mit professionellen Gesangsunterricht zu belasten, um in diesem Feld stimmfest zu sein, das gilt auch für die Gastsängerin. Potential ist auf alle Fälle da.
 

 
 

Kingdom of Giants - Burning Chrome

Seit 2010 sind KINGDOM OF GIANTS aus Kalifornien fester Bestandteil der modernen Metalcore-Szene. Burning Chrome markiert inzwischen ihre siebte Veröffentlichung und zeigt eine Band, die ihre Cyberpunk-Ästhetik nicht nur als visuelles Konzept, sondern als festes Soundfundament verinnerlicht hat. Schon nach den ersten Tönen ist klar: Hier geht es um mehr als Standard-Metalcore – die Kalifornier inszenieren eine dystopische Welt aus Neon, Industrial-Flächen und brachialen Breakdowns.