Eine Demonstration eines handwerklich einwandfrei dargebotenen Werkes feinster deutscher Todes-Metall-Geschichte - kompromisslos, ehrlich, brutal und dennoch eigenständig.
Tracklist / Songs: 01. My Kingdom Come 02. The Seed of Fear 03. The Devil’s Masquerade 04. Conquistadores 05. Moonbite Serenade 06. A Vampire’s Legacy 07. Regrets 08. The Enemy Is You 09. We All Shall Fall 10. The Pale Death
Video URL: https://www.youtube.com/watch?v=5ThKTcpuNm4, Video - Titel: Timeless Rage - A Vampire's Legacy (official lyric video) [Symphonic Power Metal meets Gothic Metal], Objekt - Position: Links, Fallback Thumb:
Video URL: https://www.youtube.com/watch?v=-BSWSdIpnbc, Video - Titel: Timeless Rage – The Enemy Is You (Offizielles Lyric-Video) [Dark Symphonic Power Metal] 2026, Objekt - Position: Links, Fallback Thumb:
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„Ein starkes Statement und wahrscheinlich eines der ambitioniertesten Symphonic Power Metal Alben des Jahres 2026.“ Große Worte, die die Erwartungen an das zweite Album der deutschen Symphonic Power Metal Recken von TIMESLESS RAGE nicht gerade vermindern. Aber heutzutage soll man ja groß denken…
In der Taktik wie im wahren Leben gibt es eine Regel: Nichts ist so beständig wie die Lageänderung. Oder der Operationsplan ist mit Angriffsbeginn Makulatur. Und so ist dennn auch, wenn der Tod aus dem Nichts ins Leben tritt und jemand entreißt (auch wenn es im Falle von Krankheiten und Verläufen antizipierbar ist). Wollte Anneke van Giersbergen bis 2026 ihre EP Trilogie La Vie, La Mort und L'Amour veröffentlicht haben, und 2026 alles zusammen als Album unter das Volk bringen, sind wir nun Anfang 2026 bei EP Nr. 2.
Video URL: https://www.youtube.com/watch?v=yTeqoo3TDyU, Video - Titel: SERPENT ICON - Tombstone Stories (Full EP Stream) [Melodic Death Metal], Objekt - Position: Links, Fallback Thumb:
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Wenn Steine reden könnten… können sie aber nicht und so übernehmen nun SERPENT ICON diese Aufgabe und erzählen die Geschichten der Grabsteine in den fünf Songs ihrer ersten EP, welche Anfang März erschienen ist.
Tracklist / Songs: 01 - End Of The Night 02 - Not Alone 03 - Still Alive 04 - So Far Away 05 - Somewhere In This Universe 06 - Learn To Live 07 - Pride 08 - Ignorance 09 - Better 10 - In Heaven Now 11 - Tonight Is What It Means To Be Young (feat. Jeanette Scherff und Aeva Maurelle)
Lineup / Setlist / Bands:
Inhalt: Marco Pastorino - Lead & Backing Vocals (Temperance, Fallen Sanctuary) Jens Faber - Backing Vocals, Guitars, Bass, Piano, Keyboards (Dawn of Destiny, Legions of the Night) Patrick Klose – Drums (Iron Savior, ex-Dawn of Destiny) Jeanette Scherff und Aeva Maurelle (ex-XANDRIA, ex-AEVERIUM) – Guest Vocals in “Tonight Is What It Means To Be Young”, Bild:
Video URL: https://www.youtube.com/watch?v=ivZupX0AdYM, Video - Titel: Neverland Train - Still Alive (2026) // official Clip // El-Puerto-Records, Objekt - Position: Links, Fallback Thumb:
Video URL: https://www.youtube.com/watch?v=WzpjEyGqlZM, Video - Titel: Neverland Train - Somewhere In This Universe (2026) // official Clip // El-Puerto-Records , Objekt - Position: Links, Fallback Thumb:
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Manche Musiker würden für die Liebe alles tun. Vor allem, wenn diese Liebe MEAT LOAF, TSO, AVANTASIA oder SAVATAGE heißt. Im Liebestaumel schreibt sich Jens Faber (DAWN OF DESTINY) die Songs, die er liebt, kurzerhand selber. Für alle Fans des opulenten Musical-Metal heißt es nun: einsteigen in den NEVERLAND TRAIN.
Tracklist / Songs: 1. That's What You Get (For Falling In Love) 2. City Of Angels 3. Wide Awake 4. Fever Dream 5. The Good Times 6. First To Be The Last 7. All For You 8. Against All The Odds 9. Born To Rise
Video URL: https://www.youtube.com/watch?v=pY1umI1yLQE, Video - Titel: Transatlantic Radio - "All For You" - Official Visualizer Video, Objekt - Position: Links, Fallback Thumb:
Video URL: https://www.youtube.com/watch?v=1dTbT2Wzmes, Video - Titel: Transatlantic Radio - "City Of Angels" - Official Music Video, Objekt - Position: Links, Fallback Thumb:
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Den 1. Preis für das bescheuertste Cover des Jahres 2026 gewinnen TRANSATLANTIC RADIO jedenfalls schon mal. Doch man soll ein Buch ja niemals nach seinem Einband beurteilen. Und so lohnt es sich auch bei TRANSATLANTIC RADIO genauer hinzuhören…
Tracklist / Songs: 01 - M.I.A. 02 - Hold Back 03 - Watch It Burn 04 - Master Of A Plan 05 - Torn Again 06 - Can't Withstand 07 - Ruthless Coward 08 - Talking Through Walls Pt. 1 09 - Talking Through Walls Pt. 2 10 - Hope Is Burning
Lineup / Setlist / Bands:
Inhalt: Darran Charles - Gesang, Gitarre, Keys, Synths Dan Nelson - Bass Gavin Bushell - Gitarre Tom Price - Schlagzeug, Bild:
Drei Jahre nach dem letzten Studioalbum sind Godsticks mit ihrem siebten Album, was sie VOiD betitelten, aus dem Studio gekommen. Lassen wir uns überraschen.
Tracklist / Songs: 1. INTRO 00:29 2. DETONATE 01:25 3. PEOPLE OVER POWER 02:33 4. EMPIRE FALLS 02:38 5. ASHES OF WAR 02:15 feat. 1876 on guest vocals and percussion 6. ALLIES AND ASSASSINS 02:02 7. BRICK BY BRICK 02:25 feat. Vinnie Stigma (Agnostic Front) 8. FEW THE TRUE 03:05 9. NOW AND TOMORROW 02:16 10. EYE FOR AN EYE 02:41 11. PIGS ON FIRE 02:23 12. STREETS OF HATRED 02:38 13. WAKE UP, KILL, REPEAT 02:11
Lineup / Setlist / Bands:
Inhalt: Marc “Meggers” Eggers – Drums Jake Kolatis – Gitarre David Rodriguez – Vocals Doug Wellmon - Bass, Bild:
Wer musikalisch mal wieder so richtig schön die Fresse poliert haben möchte, der ist hier genau richtig. Denn das neue THE CASUALTIES Album kommt einem gepflegten Faustschlag genau auf die Zwölf gleich! Da macht ihr lieber schon mal einen Termin bei eurem Zahnarzt.
Tracklist / Songs: 1. Reckless 2. Personal Rock N' Roll 3. Night Of Passion 4. Strip Me Down 5. Tongue Of Love 6. Love Tornado 7. Bad Girl 8. Street Survivor 9. Too Dangerous 10. Bodyrock
Video URL: https://www.youtube.com/watch?v=VLw_OKWJ7jg, Video - Titel: Chez Kane - "Personal Rock N' Roll" - Official Visualizer Video, Objekt - Position: Links, Fallback Thumb:
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Auf ihrem dritten Album lebt die britische Sängerin CHEZ KANE ihre Vorliebe für 80er-Jahre-Aerobic-Outfits völlig ungeniert aus und liefert gleich den passenden Soundtrack, der ihr abermals von CRAZY LIXXs Danny Rexon auf den Leib geschneidert wurde.
Die Floskel „mit Spannung erwartet” scheint mittlerweile so eine Art Running-Gag in der Promoter-Szene zu sein, immerhin werden mit Sicherheit 90 % der Promo-Schreiben völlig unbekannter Bands mit diesen Worten eingeleitet. So geschehen auch bei den Berlinern TERATOMA, die mit „Longing Voracity“ bereits ihr zweites Album vorlegen.
Zwischen Jahre ohne Sänger feiern Long Distance Calling heuer. 20 Jahre Bandbestehen. Trips war ihr letztes Werk mit Lyrics, danach gab es allenfalls rezitative Samples. Zwischen Trips und The Phantom Void veröffentlichten sie Boundless, How Do We Want To Live?, Eraser, zwei überragende Livealben [Stummfilm – Live from Hamburg (A Seats & Sounds Show) sowie Live At Lichtburg], dazu noch die EP Ghost. Die Band sagte, sie habe ein bisschen Pause zwischen den Alben Eraser und The Phantom Void nötig gehabt. Naja, es hört sich eher wie Aktiverholung an, vor allen Dingen wurde ja schön aufgetreten (herausgehobener Konzerttrip: die VR China) und auch Janosch Rathmer war mit seinen beiden Black Metal Aktivitäten Perish und The Great Sea alles andere als lässig unterwegs. Die geisterhafte Leere läutet für 2026 nun musikalisch das Jubiläumsjahr Long Distance Callings ein. Begeben wir uns auf eine Klangreise.
Tracklist / Songs: 01. The Regicide (Intro) 02. Guillotine Walk 03. Breaking Seals (feat. Udo Dirkschneider) 04. Ghost Town 05. Holy Water 06. The Enemy Within 07. Hurricane 08. Sanity 09. Towards The Shore 10. Steps Of Stone 11. Higher Call
Lineup / Setlist / Bands:
Inhalt: Axel Rudi Pell (guitars) Johnny Gioeli (vocals) Volker Krawczak (bass) Ferdy Doernberg (keyboards) Bobby Rondinelli (drums)
Produced by Axel Rudi Pell Engineered by Tommy Geiger (Blind Guardian, Helloween), Bild:
Alles neu macht der März: AXEL RUDI PELL meldet sich mit neuem Studioalbum und altbekannten Rezepten zurück. Wer also auf Überraschungen hofft, der braucht gar nicht weiterzulesen. Wer auf 100% Pell hofft, der geht am besten gleich in den nächsten Plattenladen und holt sich ein Exemplar von „Ghost Town“.
Das nenne ich mal waghalsig, das Erbe der legendären CARNIVORE auch auf Scheibe anzutreten.
CARNIVORE sind für mich eine einzigartige Band, die mit ihren beiden Alben ein absolutes Vermächtnis hinterlassen hat. So etwas Krankes, Aggressives hatte ich bis dato noch nicht gehört. Wenn ihr mit nicht glaubt, dann vielleicht Matthias Herr (der eingefleischter Fan der Slayer Frühwerke ist), der in seinem absolut lesenswerten Heavy Metal Lexikon Vol. 1 nicht aus dem Schwärmen kommt: „Mit einem Album, das auf Grund seiner musikalischen Kompetenz und textlichen Relevanz auch heute noch seinesgleichen sucht, und selbst Bands wie Slayer zu Kleinstadtpoeten auf Spitzweg-Gemälden degradierte. Mit diesem Debüt lag eines der sensationellsten, spektakulärsten und umstrittensten Alben aller metallischer Zeiten hinter den Termonuclear Warriors.“
Und nun gibt es eine neue EP. Keiner von dem Trio, das jetzt CARNIVORE huldigt, war ja Teil der Band. Sie haben sich ihre Sporen aber in Bands wie SHEER TERROR oder den CRUMBSUCKERS verdient. Joe Cangelosi ist vielleicht einigen als Drummer von KREATORs ´Cause For Conflict´ ein Begriff. Musikalische Kompetenz ist als reichlich vorhanden. Schon bei den ersten Worten, die im typischen Steele-Stil gesprochen sind, wird die Verneigung deutlich. In der Folge bedienen CARNIVORE A.D. auch viele der Trademarks ihrer Helden. Der Titeltrack startet mit einem typischen langen Schrei und holzt dann ruppig durch Brooklyn. Später wird es dann zu Sirenengeheul auch mal schleppend. ´I Stand Alone´ erinnert mich gerade am Anfang mit dem typischen Steele Gesang eher an TYPE O NEGATIVE, auch wenn er diese Art zu singen auch schon bei deren Vorgängern gezeigt hat. ´Social Decomposition´ ist mein Favorit der EP. Er startet mit dem typischen Steele-Basssond und gibt danach ohne viel Schnickschnack auf die Zwölf. Der Rausschmeißer ´Mine Is the Hand´bedient dann die kranke, dissonante Seite, die auch immer Teil des CARNIVORE Sounds war. Wie nicht anders zu erwarten, kann mich die EP nicht so begeistern wie es CARNIVORE damals taten. Alleine schon deshalb, weil es den Überraschungseffekt nicht mehr geben kann. Für mich erreichen die neuen Songs aber auch nicht die Intensität der alten Alben, aber auch das ist nicht verwunderlich. Es schaffen ja auch viele Bands, die über die Jahrzehnte durchgezogen haben nicht an die Frühwerke heranzukommen. Wenn man die 1+ nicht erreicht, heißt das ja aber nicht, dass das Abgelieferte schlecht ist. So ist diese EP eine gelungene Würdigung von CARNIVORE und mehr kann man nicht erwarten.
Da ich keine Ahnung habe, wie und nach welchen Maßstäben ich dieses Album benoten soll, gibt’s keine Bewertung, was nicht mit Null Punkten zu verwechseln ist.
1. To Outlive the Nine Ravens 2. Eternal Trees of Turquoise 3. Isle of Bliss 4. To the Gates of Hel 5. The Death Upon Our Shoulders 6. The Blights Nine 7. Arise, Black Sun 8. Her Waning Light 9. Beneath the Fallen Sky
Lineup / Setlist / Bands:
Inhalt:
Jussi Hämäläinen - guitars, backing vocals Nino Hynninen - synths Toni Hatakka - vocals Jussi Kirves - bass, synths Riikka Hatakka - vocals Antti Ruokola - drums, programming Kimmo Tukiainen - guitars
Die Messlatte war wirklich hoch, hatten die düsteren atmosphärischen Modern Metaller von Hanging Garden mit “The Garden“ doch ein wahres Meisterwerk veröffentlicht. Jetzt steht mit „Isle Of Bliss“ der Nachfolger in den Startlöchern.
Tracklist / Songs: 1. It’s Fucking Dark 2. Satanic Scum Punks 3. Let The Bastards Burn 4. Hail Satan Kurwa 5. F.O.T.D. 6. Blood On Steel 7. Drink For Hell 8. Fuck The Bastards 9. Manic Street Creatures 10. You Fucking Rat 11. B.I.F.F.O.
Lineup / Setlist / Bands:
Inhalt: Dez - Guitar/Vocals Si Fox - Bass Dave Buchan - Drums, Bild:
Und so bieten WOLFBASTARD eine sehr trinkfreudige Mischung aus Black Metal und Crust. Es gibt immer mal wieder geblastete Black Metal Parts, aber der Crust behält in der Regel die Oberhand. Es geht nicht so kompromisslos und angepisst wie bei den Black Metal Punks von IMPALED NAZARENE zur Sache. Der Mittelfinger wird trotzdem ausgefahren.
Große Innovation bieten die selbsternannten Satanic Scum Punks nicht, darum geht es den Briten sicher nicht. Logisch ist auch, dass eine solche Scheibe in den Genregrenzen bleibt. In diesen aber zeigt sich das Trio recht variabel und hat auch immer wieder gute Hooklines zu bieten. Angenehm ist, dass im Video deutlich wird, dass die Jungs auch mit einem Augenzwinkern unterwegs sind. Dann kann man auch volleprolle Textzeilen wie „Fuck for Satan, Drink for Hell“ zum Besten geben.
Clever ist die Namenswahl, wird man doch sicher in so einigen Plattenregalen neben WOLFBRIGADE einziehen, die den Briten als direkte Nachbarn sicher gefallen.
´Satanic Scum Punks´ ist kurzweilig und macht Spaß. Das Album wird bei mir wohl nicht auf Heavy Rotation laufen, wenn WOLFBASTARD in der Nähe spielen, bin ich auf jeden Fall da.
Tracklist / Songs: 01 - Rewild Me 02 - Ghost In My Room 03 - Walk This World 04 - Chat Into Lights 05 - The Lights Of Sicily 06 - The Wounds We Bled 07 - Ebbs & Flows 08 - All I Need 09 - Hey Poseidon 10 - Not Only Human 11 - Intro To Butterflies 12 - Butterflies And Moths 13 - Island 14 - London Rain 15 - Breath & Air 16 - Singing You Through 17 - Like Lovers Do (outro intro) 18 - Doubled Up 19 - Beginner 20 - I Wanna Be Your Light 21 - Magnificent
Im Februar 2025 veröffentlichte die von den Bermudas stammende Folkmusikerin Heather Nova ihr neuestes Studioalbum Breath And Air. Midori Jaeger begleitete sie auf der Platte. Heather Nova führte im Anschluss an die Veröffentlchung eine Tour durch Europa durch. Als Duo+, also eher ausnahmsweise mit Schlagzeugbegleitung durch Jake Hutton, führten die beiden Frauen Stücke von Breath And Air sowie früherer Alben auf. Das vorliegende Livealbum ist eine Zusammenstellung von unterschiedlichen Auftritten dieser Tour aus dem Jahr 2025.
Ophelia ist vermutlich vielen durch den gleichnamigen Song von Taylor Swift ein Begriff. Der Name bezieht sich auf eine Figur des William Shakespeare Dramas Hamlet . Als Geliebte von Prinz Hamlet muss Ophelia schwere Schicksalschläge ertragen, gerät in den Wahnsinn und tötet sich schließlich selbst. Eine dramatische Geschichte, welcher sich der deutsche Multiinstrumentalist Oliver Rüsing annahm und ein Konzeptalbum für seine Band KariBoW schuf.
Tracklist / Songs: 01 - Forever Enemies 02 - Stay 03 - Crowd 04 - Devil In Me 05 - Vida Inferna X 06 - As We Fight 07 - BBB 08 - Mirror 09 - End Of Illusions 10 - Shadows Of The Lost 11 - Hollow Front 12 - The Symphony
Trusting Nolan gibt es seit 2005, sie kommen aus der Stadt mit dem Dom Köln, ob von der richtigen - Dom- - Seite oder nicht spielt keine Rolle. Publiziert haben Trusting Nolan bislang zwei Alben und zwar 2007 und 2009. Am 23. Januar 2026 wurde das vorliegende Album Devil In Me veröffentlicht, was wir nun mit einiger Verspätung besprechen.
Schon der Blick auf’s Cover erinnert an die zweite Hälfte der 90er-Jahre, als viele Bands die Welt nur verschwommen gesehen haben. Und auch die erste Hörprobe lässt an die amerikanische Westküste des ausgehenden 20. Jahrhunderts denken. Doch weit gefehlt, denn SHORELINE stammen aus dem westfälischen Münster.
Tracklist / Songs: Alle sind allein (Intro) Und machen nie mehr mit Drei Akkorde, trotzdem nice Welt zu klein Oh Panama Kein Fußbreit Blaue Haare Kein Lied vom Teilen Lotterie des Lebens Fassaden Grüne Hölle No Future Kid Nur mit euch
Lineup / Setlist / Bands:
Inhalt: Dominik „Fussel“ Ruth (Geschrei, Gitarre) Lukas „elgatocastrado“ Ruth (Gitarre, Backing-Vocals) Florin „Tier, das“ Große (Schlagzeug) Julia „Chili“ (Bass, Vocals)
Video URL: https://www.youtube.com/watch?v=Hu59tlfRxLw, Video - Titel: Dorfterror - Drei Akkorde, trotzdem nice (Official Video) , Objekt - Position: Links, Fallback Thumb:
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Wenn sich Fussel, Elgato und Tier in Oberbillig zusammenfinden, um gemeinsam Musik zu machen, dann darf man schon vermuten, dass das Ergebnis kein Prog-Metal mit Jazz-Einflüssen ist. Bei Dorfkindern darf es bekanntlich ruhig etwas ruppiger und rustikaler sein. Und genauso ist es bei DORFTERROR, zumal die Truppe seit 2024 mit Bassistin Chili noch etwas zusätzliche Würze in die Band gebracht hat.
Und diese Würze ist immer dann zu hören, wenn die Dame das Mikro übernimmt und sich den ganzen Frust von der Seele schreit. Das ist nicht immer schön, aber absolut passend. Meistens brüllt jedoch Gitarrist Fussel den angestauten Frust der Band über die Welt im Allgemeinen und über Awareness, häusliche Gewalt, Klimabewusstsein, moderne Ausbeutungsstrukturen im Speziellen in die Welt. Und obwohl zur Hochzeit der Punk-Bewegung noch keins der Bandmitglieder geboren war, kauft man ihnen ihre rotzige Attitüde ab, die sich aus der Ursuppe des Deutschpunk speist. Und so punkrockt sich das Quartett mit drei Akkorden (trotzdem nice) und blauen Haaren durch die „Lotterie des Lebens“. Dabei beziehen DORFTERROR unmissverständlich Position gegen Faschos („Kein Fußbreit“) und die Ideen von Lafontaine/Wagenknecht („Kein Lied vom Teilen“), thematisieren die Suche nach der Utopie („Welt zu klein“), die Notwendigkeit der achtsamen Selbstvergewisserung („Oh Panama“) oder die Vorbehalte gegenüber Streaming-Plattformen („Grüne Hölle“). Gerade in den heutigen Zeiten erfordern solche Themen und Positionen eine besondere Portion Mut, da die soziale Guillotine der Sozialen Medien und deren Troll-Armeen bekanntlich nur darauf wartet, sich an Menschen mit Profil abzuarbeiten. Auch musikalisch sind DORFTERROR eine Bank. Mit „Blaue Haare“ verbindet man traditionellen Deutschpunk mit Punkrock à la MONTREAL. „Lotterie des Lebens“ geht musikalisch eher in Richtung Deutschrock und „Oh Panama“ erinnert vor allem wegen Chilis wütendem Gesang an eine superaggressive Version von DEINE COUSINE. Punk’s Not Dead – wer’s nicht glaubt, der wird von DORFTERROR eines Besseren belehrt. Hier passen Attitüde, Mucke und Rotz-Faktor absolut zusammen. Vor allem die erste Hälfte des Albums besteht für mich ausnahmslos aus Hits, die DORFTERROR tatsächlich als neue Generation von Punkrockern empfehlen. Die Band würde ich gerne mal im Vorprogramm von DRITTE WAHL sehen. Mein Favorit auf „Schreikinder“ ist wahrscheinlich „Drei Akkorde, trotzdem nice“, da es alle Attribute von DORFTERROR in beeindruckender und eingängiger Art und Weise auf den Punkt bringt. Wer deutschen Punkrock mag, der kommt an DORFTERROR nicht vorbei!
Ganz Niedersaschen steht Kopf: Ein neues Album von VICTIM. Doch halt. Bei dieser Band handelt es sich keineswegs um die kultige 90er-Jahre-Ikone aus Hildesheim, sondern um die weitaus fähigeren Thrasher aus Weimar. Diese legen mit „Nuclear Nightmare“ nun bereits ihr zweites Album vor und dürften Szenekennern bereits durch ihre Liveaktivitäten bekannt sein.
Zum Glück ist es nicht das neue und mittlerweile dritte Album der bayrischen Grinder. Es ist wohl eher die Welt an sich, das führen VOR DIE HUNDE dem Hörer eindrücklich vor Augen. Ein großer Teil der recht durchdachten Texte ist von Kapitalismuskritik geprägt, die ja aktuell mehr als angebracht ist. Kreativ sind auch die Songtitel, allerdings ist es mit ´Kriegswirtschaftsnobelpreisträgerrakete´ nicht gelungen dem längsten deutschen Wort „Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“ (RflEttÜAÜG) den Rang abzulaufen. Vielleicht ist das ja was für das nächste Album, passt ja auch thematisch.
Nun aber zum Entscheidenden: der Mucke. Das Quartett spielt Grindcore, der ohne große Überraschungen auskommt. Die braucht es ja aber auch nicht immer. Durch den düster schleppenden Rausschmeißer und das punkige ´Privatsphärentransparenzverordnung´ sorgt die Band für Abwechslung. Auch der Titeltrack kommt eher wuchtig als mit Überschall aus den Boxen. Leider erinnert mich das zentrale Riff zu sehr an das von mir so gar nicht geschätzte ´Down with the Sickness´ von DISTURBED, was mir den Song etwas verhagelt. Ansonsten gibt es aber gut gespielten Grind, der nie zu chaotisch oder wahllos wirkt. Ein fettes Kompliment gibt es für die Produktion, Snare und Bassdrum klingen fett und „klackern“ nicht wie auf anderen Veröffentlichungen. Trotz des Tempos entsteht nie ein Soundbrei. Auch die Gitarren klingen nicht modern komprimiert, sondern natürlich (soweit das bei ´ner E Klampfe möglich ist) und mähen ordentlich die Alpenwiese ab. Der genreüblich verzerrte Bass bekommt genug Raum und auch mal Akzente zu setzten. Den Vocals hingegen hätte ein bisschen mehr Variabilität gut zu Gesicht gestanden. Ich auch hätte gerne noch ein paar eher verstörende Elemente gehabt, aber das ist Geschmackssache
Der positive Eindruck, den VOR DIE HUNDE im letzten Jahr live beim Necromania Festival hinterlassen haben, wird durch das Album absolut bestätigt. Grind Fans sollten ein Ohr riskieren und das Teil zum fairen Kurs beim unterstützenswerten Label ordern.
GAEREA aus Portugal sind in der Szene schon länger keine Unbekannten mehr, spätestens seit ihrem letzten Werk „Coma“ und dem ausgiebigen Touren mit Orbit Culture und Festivalauftritten haben sie sich auch in Deutschland schon eine größere Anhängerschaft erspielt. Ihre moderne Art, Black Metal neu zu interpretieren und das Mysterium, sich auf der Bühne unter Masken zu verstecken und so ihre Identität geheim zu halten, hat das Interesse nur noch erhöht.
Die Vorabauskopplungen „Submerged“, „Hellbound“ und „Nomad“ zeigten schon, wo die Reise mit dem neuen Album „Loss“ hingeht: Post-Black-Metal, vermischt mit atmosphärischen Klangteppichen und druckvoller Komposition, aber auch der vermehrte Einsatz von Klargesang und Shouts, was die Musik eingänglicher und „massentauglicher“ macht. So lassen sich im Refrain des Intro-Songs „Luminary“ Melodien hören, die sich in die Gehirnwindungen fressen und dort nicht mehr so einfach rauskommen. Bis sie vom nächsten Break plattgewalzt werden. Experimenteller wird es bei „LBRNTH“, das mit Trip-Hops-Vibes und ätherischem Frauengesang eine Art Zwischenspiel darstellt, um in den richtigen Banger „Nomad“ überzugehen. Zum Abschluss der Platte haben die Portugiesen noch ein entspanntes „Stardust“ gepackt. Gerade als man zufrieden Wegdämmern will, werden doch noch einmal die Blastbeats ausgepackt.
Mit ihrem neuen Album haben sich Gaerea eindeutig weiterentwickelt. Ab und zu fühlt man sich auch wegen der lupenreinen, knallharten Produktion an Genre-Größen wie PARKWAY DRIVE erinnert, die die Mischung zwischen Power und Eingängigkeit inzwischen auf die Spitze getrieben haben. Wenn GAEREA es schaffen, sich ihre Eigenständigkeit zu bewahren, werden sie mit Sicherheit auf der nächsten Tour größere Hallen füllen und zahlreiche Songs von „Loss“ werden live absolute Kracher sein! Bis dahin laufen sie hier in Dauerrotation!
Tracklist / Songs: Dan Swanö - Moontower (Re-issue) Ltd. Deluxe 2CD Jewelcase in O-Card
Duration: CD 1: 43:47 + CD 2: 71:31 = 115:18 min.
CD 1: Remaster 2026 (43:47)
1. Sun of the Night (Remaster 2026) (05:14) 2. Patchworks (Remaster 2026) (04:58) 3. Uncreation (Remaster 2026) (05:40) 4. Add Reality (Remaster 2026) (06:16) 5. Creating Illusions (Remaster 2026) (04:12) 6. The Big Sleep (Remaster 2026) (05:17) 7. Encounterparts (Remaster 2026) (06:05) 8. In Empty Phrases (Remaster 2026) (05:59)
CD 2: Bonus Tracks (71:31)
1. Sun of the Night (Demo 1 1997) (05:56) 2. Patchworks (Demo 1998) (05:26) 3. Uncreation (Demo 1 1997) (05:50) 4. Add Reality (Demo 1998) (03:18) 5. Creating Illusions (Demo 1998) (04:15) 6. Encounterparts (Demo 1998) (03:10) 7. In Empty Phrases (Demo 1998) (06:30) 8. Sun of the Night (Demo 2 1998) (05:14) 9. Patchworks (Demo 2 1998) (02:39) 10. Uncreation (Demo 2 1998) (05:43) 11. The Tower (Demo 1998) (00:44) 12. Off the Edge of Sanity (Demo 1997) (03:14) 13. Sun of the Night (Demo 3 1998) (05:16) 14. Patchworks (Demo 3 1998) (04:32) 15. Melissa (Remaster 2026) (05:27) * Mercyful Fate Cover Version 16. Lucretia My Reflection (Remaster 2026) (04:08) * The Sisters Of Mercy Cover Version
Dan Swanö - Moontower (Re-issue) Transp. light blue LP
Duration: 43:51 min.
Side A (22:13): 1. Sun of the Night (Remaster 2026) (05:14) 2. Patchworks (Remaster 2026) (04:58) 3. Uncreation (Remaster 2026) (05:40) 4. Add Reality (Remaster 2026) (06:17)
Side B (21:38): 1. Creating Illusions (Remaster 2026) (04:12) 2. The Big Sleep (Remaster 2026) (05:17) 3. Encounterparts (Remaster 2026) (06:05) 4. In Empty Phrases (Remaster 2026) (06:00)
Digital album - Moontower (Remaster 2026)
Duration: 43:47 min.
1. Sun of the Night (Remaster 2026) (05:14) 2. Patchworks (Remaster 2026) (04:58) 3. Uncreation (Remaster 2026) (05:40) 4. Add Reality (Remaster 2026) (06:16) 5. Creating Illusions (Remaster 2026) (04:12) 6. The Big Sleep (Remaster 2026) (05:17) 7. Encounterparts (Remaster 2026) (06:05) 8. In Empty Phrases (Remaster 2026) (05:59)
„Ich fand heraus, dass meine Ideen bei EDGE OF SANITY eher zerstört wurden…“, diktierte Dan meinem damaligen Kollegen Eric Ende der 90er für das NO COMPROMISE 15 ins Mikrofon. Nach fast 30 Jahren ist nun auch von diesem Soloalbum des schwedischen Ausnahmekünstlers eine überarbeitete und ergänzte Neuauflage erschienen.
Tracklist / Songs: 1. Intro 2. All These Trees Are Gallows 3. Hung From Entrails 4. Excoriation Thrall 5. Eulogy to Blasphemy 6. Awoken in Autopsy 7. A Face Devoured by Rats 8. Corpses Eating Corpses 9. Threshold to Nonexistance 10. A Haunting Wordless Choir 11. Immured by Rotting Corpses 12. Burn (CD/LP only)
Lineup / Setlist / Bands:
Inhalt: Anders Härén - Guitars John Henriksson - Drums Max Bergman - Bass Magnus Ödling - Vocals, Bild:
Wenn die Fresssucht zu Tisch bittet, muss dieser schon opulent gedeckt sein. GLUTTONY sind fair und tischen richtig auf.
Ich muss gestehen, dass ich die Schweden nach ihrem starken Debüt und der folgenden Split vom Schirm verloren habe. Musikalisch und textlich knüpft ´Eulogy To Blasphemy´ da an, wo ´Beyond The Veil of Flesh´vor 12 Jahren aufgehört hat. Das Quartett spielt weiterhin klassischen Midtempo HM-2 Death Metal. Ehrlicherweise gibt es den ja inzwischen wie Sand am Meer, aber nur wenige Bands schaffen es so gut wie GLUTTONY, innerhalb der Genregrenzen zu bleiben und trotzdem frisch und eigenständig zu klingen. Zum Glück haben sie sich nicht vom Namen des Studio Blastbeat, in dem sie aufgenommen haben, inspirieren lassen. Lediglich beim Opener geben die Jungs kurzzeitig mal richtig Vollgas. Diese Mucke lebt für mich eher von dem gemäßigten Tempo, mit dem es durch den blutgetränkten Morast geht. Dazu kommt das genau richtige Maß an Melodie, die den Tracks nie die Wucht und düstere Stimmung nimmt. Und auch in Sachen Hooklines heben sich GLUTTONY vom Gros der anderen Bands dieses Genres ab, auch wenn sie das ungemein hohe Niveau von LIK nicht ganz erreichen.
Als Bonus gibt es auf der LP und CD mit ´Burn´ noch ein KING DIAMOND Cover. Das freut mich sehr, kann ich mir den King trotz der musikalischen Klasse aufgrund seiner schrillen Stimmlage nur schwer anhören. Mit Grunts geht der Track viel besser rein.
Unterm Strich trifft mein Fazit zum Debüt auch auf ´Eulogy To Blasphemy´ zu: Wer auf traditionellen Schweden Death mit ordentlich Druck, Frische, Variabilität und Spirit steht, muss sich die Scheibe zulegen.
Tracklist / Songs: 1 Auf die nächsten Zehn 2 Sag mir warum 3 Großstadtprolet 4 Sandra 5 Magen - Darm 6 Roter Teppich 7 Gott ist tot 8 Revolution 9 Filmriss 10 Komm mit uns 11 Lied über Blumen 12 Für immer asozial 13 Therapie 14 Zeit zu gehen
Wenn ich den Namen ENGST gelesen habe, war ich mir nie sicher, ob es sich um eine Black Metal Band oder aber um eine Pop Truppe handelt. Und das Coverartwork des aktuellen Albums „Gute Laune“ entpuppt sich in dieser Hinsicht auch nicht gerade als besonders hilfreich. Da hilft nur eins: die Play-Taste drücken.
Seit dem letzten Album Lamb Of Gods Omen sind vier Jahre vergangen. Im ersten Quartal 2026 melden sie sich nun mit Into Oblivion von ihren unterschiedlichen Aufnahmeorten zurück. Und keine Sorge: es ist nicht zum Vergessen oder dem Untergang geweiht.
Tracklist / Songs: 1 Straight outta nowhere 2 Lights out 3 Beg to differ 4 Desperado 5 Corns about 2 pop 6 Me and my horse 7 What the funk 8 Last summer 9 Come clean 10 Licky licky 11 Timeless
Straight out of Gymnasium Wolbeck kehren Popelbremsen-Träger Henning Wehland und seine H-Blockx-Männer 36 Jahre nach Bandgründung mit einem neuen Album zurück in den Crossover-Ring.
Tracklist / Songs: 01. Revenge…Best Served Cold 02. Inheritance 03. The Descent 04. One Outnumbered 05. No Question 06. Sublime 07. Not of This Earth 08. Home Rule 09. Ultimate Authority 10. Snap Your Fingers,Snap Your Neck 11. However It May End Bonus Tracks: 12. Out of This Misery 13. Corpus Delicti 14. Whose Fist Is This Anyway
Lineup / Setlist / Bands:
Inhalt: Tommy Victor - Guitar/Vocals Christopher Dean - Bass Tyler Joseph - Drums, Bild:
Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Zum Beispiel 31 Jahre ´Clenasing´.
Und so gingen PRONG 2025 auf Konzertreise, um dieses Jubiläum zu feiern. Dabei wurden im Lauf der Tour alle Songs des Albums gespielt, neun haben es auf die Live-Scheibe zur Tour geschafft. Dazu gesellen sich eher „neuere“ Songs. Klassiker wie ´Beg To Differ´, die eigentlich Bestandteil jedes Livesets sind, haben es nicht auf das Album geschafft. Mir ist immer noch unerklärlich warum das großartige ´Power Of The Damager´ weiterhin ausgespart bleibt. Aber zurück ins Jahr 1994. Wie mindestens 60.000 Andere habe ich PRONG da zum Release von ´Cleansing´ auf den Dynamo Open Air gesehen. Es verdient absolute Hochachtung, dass Tommy Victor (und seine wechselnden Mitstreiter) bis heute durchziehen und auch in 200er Clubs (wie dem Béi Chéz Heinz) alles geben. PRONG sind live immer eine Bank und nach dem 2002er ´100% Live´ Album gibt es nun die zweite Chance, sich die Band auch zu Hause live zu geben. Der Titel der Platte passt, es wurde nachträglich nichts neu ein oder dazu gespielt. Klar, fehlt dann die zweite Gitarre insbesondere bei Soli, aber das ist das Los der Powertrios und Druck behalten die Amis trotzdem. Ich finde es immer etwas schade, wenn Live-Alben - wie hier - aus verschiedenen Gigs zusammengestückelt sind, darunter leidet dann doch die Atmosphäre. Da habe ich lieber ein paar Verspieler und ein durchgängiges Set. Leider haben es auch wenige Ansagen auf das Album geschafft. Ma ehrlich ´Mortal Way Of Live´ beispielsweise ist einfach auch aufgrund der Ansagen von Tom Angelripper Kult.
Mit dem Köcher voller Hits kann natürlich auch diese Veröffentlichung ordentlich punkten. Mir wäre etwas mehr an Live-Atmosphäre lieber gewesen.
Das Quartett Means To Collapse bleibt dem zweijährigen Rhythmus mit Veröffentlichungen treu: 2022 das Album Shattered Sun, 2024 die EP The Prophet und heuer die EP Darkened Mind. Bislang waren ihre Produktionen immer sehr gut angekommen. Ob sie auch hier die Serie fortsetzen können, wird sich durch das Review erschließen.
Video URL: https://www.youtube.com/watch?v=V44aIzCoCro, Video - Titel: Fili Bibiano's FORTRESS - "Fugitive" (LYRIC VIDEO | HIGH ROLLER RECORDS), Objekt - Position: Links, Fallback Thumb:
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FILI BIBIANO’S FORTRESS klingt irgendwie nach Konkurrenz für Giovannis Eisladen auf dem Marktplatz von Rocky Beach, ist aber tatsächlich der aufgepimpte Name der 2016 in Kalifornien gegründeten FORTRESS, die 2021 mit „Don’t Spare The Wicked“ ein formidables Debüt vorgelegt hatten.
Als Lost Society im Jahr 2010 gegründet wurden, war Thrash das Maß aller Dinge für die Jungs, was sich natürlich in den frühen Songs niedergeschlagen hatte. Spätestens auf dem 2022er „If The Sky Came Down“-Album wurde ja viele neue Töne und Sounds angeschlagen, die den neuen Weg (und damit ein sich Entfernen vom reinen Thrash) ankündigten. Hier und Da mal ein paar Metalcore-Einschläge und sonst viel Groove-Metal. Diesen Weg haben die Finnen auf ihrem neuen Longplayer sogar noch ausgebaut, wenn nicht sogar in eine Richtung gedrückt, welche die Fans aus den ersten Stunden nun endgültig enttäuschen dürfte. Aber Stillstand und die eigene Wiederholung sind ja bekanntlich der Tod. Von daher haben Lost Society die Gunst der Stunde erkannt und mit „Hell Is A State Of Mind“ ein Album erschaffen, auf dem das Rad zwar nicht neu erfunden wird, welches aber in die Zeit passt. Ich wage sogar zu sagen, dass einige Songs in der Kategorie „Lost Society goes symphonic“ angesiedelt werden dürfen, da dort die Orchester-Arrangements stark im Vordergrund stehen.
Und genau das ist beim Titelsong „Hell Is A State Of Mind“ der Fall. Mit der typischen Härte von Samys´ Gesang, gepaart mit seiner cleanen Stimme ein gelungener Titelsong, dessen Chorus im Ohr hängen bleibt!
Hier hat sich jedenfalls jemand ganz gehörig „orchestral“ ausgetobt.
„Afterlife“ fängt als Opener im Midtempo sehr ruhig mit cleanem Gesang an, bis es im Wechsel einen schnellen Sprechgesang übergeht und von Orchester-Sounds unterstützt wird. Wer im Vorfeld bereits das Video zu „Blood Diamond“ auf Youtube angesehen hat, weiß, dass einem fast schon in Nightwish-Manier im Intro die Streicher um die Ohren gehauen werden, untermalt von einem stampfenden Gitarrenriff. Bei „Synthetic“ gibt’s dann zur Abwechslung mal das klassische zweistimmige Gitarrensolo und Industrial-Sounds. Ein cooler auf die Fresse Song, bei dem es live sicherlich einen Circle-Pit geben wird. Dass der Band auf dem letzten Album „If The Sky Came Down“ bereits Anleihen von Linkin´Park unterstellt wurden, kann ich bei „Is This What You Wanted“ nur bestätigen. Auf jeden Fall ein Anspieltipp!
Nach einem Akkustik-Gitarren-Intro stampft „Kill The Light“ wie Accepts „Princess Of The Dawn“ los und verrät am Ende, wie der Song live gespielt werden wird. „No Longer Human“, ein weiterer ruhiger Song im Linkin´Park Style mit fetter Orchester-Untermalung. Zwei richtig fette Groove-Metal Songs sind den Finnen mit „Dead People Scare Me (But The Living Make Me Sick)“ und „Personal Judas“ gelungen. „Dead People Scare me…“ wurde ja schon im Mai 2025 inkl. Video veröffentlicht. Wer es sich damals bereits angesehen/angehört hat, weiß was ich meine.
Ein gelungenes Album, das sehr melodisch und groovy geworden ist und die nötige Portion an Härte trotzdem nicht fehlen lässt.
Die vielen ruhigen Parts zeigen zudem die ruhige Seite eines sonst eher flippigen Samy Elbanna. Wie gesagt, die Thrash- und „Knüppel aus dem Sack“-Ära bei Lost Society ist vorbei.
„Hell Is A State Of Mind“ darf auf jeden Fall als eine Art musikalische Zeitenwende für Lost Society betrachtet werden.
Tracklist / Songs: 01 - Die Auslöschung 02 - Oath Ov Prometheus 03 - Ænæ Lithi 04 - A Lullaby for the Descent 05 - Penumbrian Lament 06 - Introjects 07 - I, the Deceit (ft. Sakis Tolis) 08 - Death Is Forever 09 - Maladie de l'Esprit
Unverkalt stammen ursprünglich aus Griechenland und sind nun sesshaft in Berlin. Mit "Héréditaire" veröffentlichen sie am 27. Februar 2026 ihr drittes Album. Die Besonderheit hierbei ist, dass es diesmal nicht allein durch Unverkalt erscheint, sondern via Season of Mist, bei denen die Band kürzlich erst ihren Vertrag unterschrieben hat.
Die Avant-Garde Post-Metal-Band sind trotzdem auch bei "Héréditaire" wieder zum Großteil selbstständig unterwegs gewesen. Nicht nur die Songs, sondern auch das Artwork des Albumcovers, die Albumproduktion und auch die Videoproduktion stammen allein von Unverkalt mit Support an vereinzelten Stellen, wie zum Beispiel im Mixing & Mastering des Albums oder auch bezüglich Equipments bei Video-Drehs.
Neun Songs umfasst das neue Album und bereits der erste Song "die Auslöschung" zieht den Hörer meiner Meinung nach gleich mit in den Abgrund der Zerstörung. Zunächst befindet man sich durch die hypnotisierende Stimme von Dimitra Kalavrezou in einer Art Trance, die einem dann wiederum durch Black Metal Parts aus dem Kopf gepustet wird. Eine Mischung aus Leid und Zerstörung, die sowohl instrumental als auch gesanglich deutlich heraussticht.
Das Album schafft es, dass man beginnt alles zu hinterfragen, zu verstehen, auszubrechen oder eher zu zerbrechen. Wird man vielleicht, dem Titel des ersten Songs nach zu urteilen, selbst ausgelöscht? Oder aber sind es die Gedanken, die Gefühle, unsere alten Traumata, generationsübergreifende Probleme und vielleicht etwas anderes, was hier klar und ausgelöscht werden soll?
Die Sängerin Dimitra Kalavrezou ist stimmlich gesehen nicht die Einzige in dem Album, die zu hören ist. Der Sänger und Gitarrist Eli Mavrychev ist ebenfalls durch seine düstere und markante Stimme zu hören und begleitet vor allem die Blast Beats. Von Geschrei, über gefühlvollen balladigen Gesang, bis hin zu leidvollen Ausbrüchen und einzelnen zarten Lines, wird in "Héréditaire" gesanglich so gut wie alles geboten und perfekt kombiniert.
Vor allem der sechste Song: ‚Introjects‘, welcher kürzlich als dritte und letzte Vorab-Single erschienen ist, beschreibt und verbindet das Zusammenspiel der verschiedenen Stile oder eher Welten ziemlich gut. Denn hier findet man die Mischung aus Post-Metal, Avant-Garde und Black-Metal auf jeden Fall.
Der Sänger und Gitarrist Sakis Tolis, vorallem bekannt durch die Band Rotting Christ, ist im Song "I, The Deceit" durch einen Gastauftritt ebenfalls zu hören und verleiht dem Album damit zusätzliche Aufmerksamkeit, die absolut gerechtfertigt ist.
Die klaren Vocals von Dimitra Kalavrezou bleiben im gesamten Album zwar konstant erhalten und bilden nach wie vor eine zentrale Rolle bei Unverkalt, werden aber in diesem Album definitiv durch rauere und ausbruchsartige Passagen ergänzt. Man spürt einfach, dass hier wirklich Herz drinsteckt. Ich denke "Héréditaire" ist aktuell das stärkste und ausdrucksvollste Album von Unverkalt, welches sich aber vor allem durch die (eher neuen) ausgeprägten Kontraste der einzelnen Stile auszeichnet, die perfekt miteinander verschmelzen. Reinhören sollte man allerdings selbst, da diese Band durch ihre Musik definitiv ein Unikat ist!
Tracklist / Songs: 1. Ascent Glorious (00:36) 2. Sisyphus Awakening (4:55) 3. Karma Loop (ft. Charlotte Wessels) (3:35) 4. Push That Rock (2:46) 5. Purgatory (4:39) 6. Exposed (3:27) 7. Scream (3:40) 8. Where The Edges Meet (3:16) 9. Gunslingers of the New American Desert (4:42) 10. Desolation Throne (3:03) 11. Thoughts in Freefall (ft. Dave Davidson of Revocation) (4:10) 12. The River (2:24) 13. Tempus Fugue (ft. Chaney Crabb of Entheos) (8:05) 14. Descent Limitless (1:22)
Im letzten Jahrhundert hat man im Plattenladen die LPs und CDs durchgeblättert und sich Scheiben mit interessanten bzw. ansprechenden Artworks rausgezogen. Meist konnte man an Cover und Label bereits erkennen, welche Art von Mucke einen erwartet. Das fällt bei „Age of Legends“ von IN VIRTUE schwer.
Diese Unsicherheit ändert sich auch dann nicht, wenn man das Album mehrfach durchgehört hat. Nach dem instrumentalen Intro („It’s a bit Disney…“ gesteht Frontmann Trey Xavier) beginnt die Band mit einem Lick, das in Richtung DRAGONFORCE geht, nur um umgehend auf ein modernes US-Radio-Metal-Riff umzuschwenken. Spätestens als der Gesang einsetzt, fühlt man sich an eine Mischung aus STUCK MOJO und SEETHER erinnert, jedoch nur so lange, bis nach etwa 1,30 Minuten corige Growls einsetzen. Eine knappe Minute später lässt Basser Jamie Hush mal eben die Finger fliegen und die Band schwenkt um in ein proggiges Zwischenspiel. Da ist ganz schön was los. Für „Karma Loop“ gab es Schützenhilfe von Charlotte Wessels, so dass man sich unweigerlich an DELIAN oder noch eher AMARANTHE erinnert fühlt. Doch auch dieser Eindruck währt nicht lange, denn „Push That Rock“ greift Country-Elemente auf und hätte auch auf einem KID ROCK meets BLACKBERRY SMOKE-Album Platz gefunden, zumal der Song nahtlos ins modern donnernde „Purgatory“ übergeht. Hier findet man die gesangliche Bandbreite von James Hetfield, über Klargesang bis hin zu Growls. Mit modernem US-Groove-Metal geht es weiter („Exposed“, „Scream“), bevor man diese DNA in „Where The Edges Meet“ vereinzelt mit Metal-Elementen kreuzt. Bei „Gunslingers…“ lässt NICKELBACK grüßen. „Thoughts In Freefall“ hingegen greift – vor allem wegen des Gesangs – stärker in die Melodic Metal Schublade, bevor es mit „The River“ eine Piano-Ballade gibt.
„Age of Legends“ ist kein schlechtes Album, mir fehlt jedoch der musikalische rote Faden. Bandkopf Trey Xavier ist offenbar ein gefeierter YouTube-Star und ebenso klingen IN VIRTUE auch: zugeschnitten auf ein amerikanisches Mainstream-Publikum und zeitgenössische Streaming-Hörgewohnheiten.
Das ist hier alles handwerklich gut gemacht, die Jungs wissen mit ihren Instrumenten umzugehen, doch letztlich fehlt „Age of Legends“ das Zeug dazu, IN VIRTUE in die Liga der lebenden (und toten) Metal-Legenden zu katapultieren. Stattdessen droht das Album eher in die musikalische Beliebigkeit abzudriften.
Tracklist / Songs: 1. Metal um die Welt 2. Das weltbeste Versteck 3. Unkka Dunkka 4. Irosaurus 5. Kokosnuss-Banjo 6. Pattaja Hai 7. Rob, die Robbe 8. Bayerische Höhle 9. Kuhglocke, Go! 10. Heavy-Hubschrauber 11. Pharaonen Fest 12. Saurierbus 13. Muffin-Bass-Magie 14. Wenn der Mond erwacht
Video URL: https://www.youtube.com/watch?v=R_cpglEX4s4, Video - Titel: Heavysaurus – Pattaja Hai (Offizielles Musikvideo) | Dino Metal für die ganze Familie, Objekt - Position: Links, Fallback Thumb:
Video URL: https://www.youtube.com/watch?v=6QTUw7aJ7Ug, Video - Titel: Heavysaurus – Kuhglocke, Go! (Offizielles Musikvideo) | Dino Rock für Kids, Objekt - Position: Links, Fallback Thumb:
Video URL: https://www.youtube.com/watch?v=q-24t7rfQzQ, Video - Titel: Heavysaurus – METAL Tour 2026 (Offizieller Tourtrailer) | Dino Rock für Kids, Objekt - Position: Links, Fallback Thumb:
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Nachdem die Metal-Echsen zuletzt im Schloss von Osiris Osbourne nach den Wurzeln des Heavy Metal forschten, ist es nun an der Zeit, ihre Erkenntnisse in musikalischer Form den Fans vorzustellen. Klar, dass das Album schlicht „Metal“ heißen muss.
Tracklist / Songs: 01 - Thrust 02 - Normal Isn’t 03 - Bad Wolf 04 - Self Evident 05 - A Public Stoning 06 - The Quiet Parts 07 - Mantastic 08 - Pendulum 09 - ImpetuoUs 10 - Seven One 11 - The Algorithm [Sessanta Live Mix]
Lineup / Setlist / Bands:
Inhalt: Maynard James Keenan Carina Round Mat Mitchell
Vor gut 20 Jahren erblickte das musikalische Projekt Puscifer das Licht der Welt. Eine Übersetzung für den Bandnamen gibt es nicht. Maynard James Keenan spielte in der ersten Episode der Comedy-Serie Mr. Show das Bandmitglied der fiktiven Band Prucifer. Danny Lohner [Nine Inch Nails] sowie Tim Commerford und Brad Wilk [Rage Against The Machine] wirkten anfangs an dem Projekt mit. Bislang wurden vier Alben produziert, Anfang Februar 2026 ist nun Platte Nr. 5 veröffentlicht worden. Und das besprechen wir an dieser Stelle.
Tracklist / Songs: 1. Gates To The Shadowzone (Intro) 2. Necropalace 3. Halls Of Weeping 4. The Night Has Fangs 5. Dragon Dreams 6. Blackheart Witchmoon: The Infernal Masquerade
Zugegeben, dass sich die hochspannenden und -interessanten Mannen vom nordamerikanischen Kontinent, der bandhistorisch von Florida bis Quebec reicht, nicht auf Dauer im Indie-Brennglas von 20 Buck Spin halten lassen würden, war klar. Insofern ist der Schritt zu Century Media kaum verwunderlich. Aber obwohl sich die Entwicklung vom tiefschwarzen Death-Doom hin zu mehr atmosphärisch-verspieltem Black Metal auf der “Bluenothing”-EP sowie auf der “Starpath”-Split mit Dream Unending bereits nachvollziehbar abzeichnete, hat “Necropalace” nur noch in Ansätzen etwas mit dem einzigartigen Underground-Highlight “Foreverglade” aus dem Jahr 2021 zu tun. Wer Worm mit diesem tonnenschweren, faulig-schwarzen Death Doom-Ungetüm aus den Sümpfen Floridas schätzen und lieben gelernt hat, der wird trotz der Weiterentwicklung auf EP und Split vor eine gewaltige Aufgabe gestellt.
“Necropalace” ist zwar immer noch doomig, über weite Strecke regiert allerdings atmosphärischer Mittneunziger - Black Metal, der so seinerzeit über Avantgarde Music, Adipocere, Holy Records oder auch Last Episode hätte erscheinen können. Nur handelt es sich bei Worm eben nicht um ein paar junge Wilde, sondern durchaus um gestandene Musiker. Herausragend ist dabei eigentlich nur das wirklich virtuose Lead- und Sologitarrenspiel, das es verdient, zum Abschluss des Albums beim finalen Fünfzehnminuten-Epos “Witchmoon: The Infernal Masquerade” von einer Ikone wie Marty Friedman gewürdigt zu werden. Auch wenn Gitarren-Liebhaber angesichts der Saitenhexereien mit der Zunge schnalzen, mir ist das in der Breite und Tiefe des über weite Strecken beliebigen Black Metals, der mehr überaltert und altbacken denn zeitlos klingt, zu wenig.
Förderlich wirkt sich auch nicht der Umstand aus, dass man, angefangen beim Artwork (Andreas Marschall war auch schonmal besser – Anm. d. Verf.) in optisch-visueller Hinsicht gleich sämtliche Klischees der zitierten Zeitspanne übernommen hat, die nur bedingt gut gealtert sind: Corpsepaint, Schwerter, Dolche und Rüschenhemden, barbusige und kunstblutbesudelte Frauenhaut, darüber ein Retro-Filter im Video – ist es Huldigung, Satire oder Slapstik?
Nun, ich bin weder Kaufmann, noch Marketing-Stratege aber ich wage zu bezweifeln, ob Worm mit “Necropalace” die Hoffnungen und Erwartungen eines Labels wie Century Media erfüllen werden, weil ich mir aufgrund der musikalischen Ausrichtung kaum vorstellen kann, dass derzeit für solche Musik und Image ein Markt existiert, der über die Reichweite von 20 Buck Spin hinaus geht. Ulver könnten grüßen lassen. Allerdings haben die Norweger bekanntlich ja trotz oder auch gerade wegen “Nattens Madrigal” ihren Weg gemacht.
Damit war nun wirklich nicht unbedingt zu rechnen aber unverhofft kommt dann eben doch manchmal oft…
In Aeternum gehören zu den schwarzen Death Metallern aus der zweiten Reihe Schwedens. Gegründet 1994 liegt die letzte offizielle Veröffentlichung in Form der “The Blasphemy Returns”-EP schlappe zehn Jahre zurück, der letzte von vier vorangegangenen Longplayern, namentlich “Dawn Of A New Aeon”, gute zwei Dekaden. Über Qualität brauchen wir in Skandinavien nicht reden aber unstete Besetzungen und Veröffentlichungen sind auch im Heavy Metal nicht gerade förderlich für Welt-Karrieren, wenn man nicht gerade Klassiker vom Schlage “Storm Of The Lights Bane”, “Vittra”, “Welcome To My Last Chapter”, “Ancient God Of Evil” oder “Far Away From The Sun” in der Diskografie stehen hat.
Nun, trotzdem will es das Trio um Gründungsmitglied David “Impious” Larsson (Guitars, Vocals) nochmal wissen, mit pechschwarzem Death Metal, dessen Fundament der feurige Sensenmann auf dem gelungenen Artwork zwischen Sacramentum und Dissection beerdigt hat, wobei In Aeternum weit entfernt von schön gefärbten, klassischen Schwedenharmonien sind. Die Gitarren schneiden und klirren unerbittlich, ja – In Aeternum entfesseln darüber hinaus aber auch eine infernalische Wucht mit Death-/Thrash-Stakkati in Kombination mit doomigen, Morbid Angel – lastigen Tempoverschleppungen, während bei den Leads Disharmonien und Obertöne regieren.
“...Of Death And Fire” enthält eine absolut bösartige Mixtur zwischen dem schwedischen Gottvater Quorthon, den bereits erwähnten Dissection und Sacramentum sowie den Ami-Urgesteinen Morbid Angel. Den phänomenalen Abschluss bildet die herausragende Bathory-Gedächtnishymne “To Those Who Have Rode On” mit aller Epik, Erhaben- und Andächtigkeit, bei der ein gewisser Erik Danielsson hart am Wind des Langbootes In Aeternum segelt. Ein fetter, tiefschwarzer, thrashiger Elchtod-Brecher mit Hang zur Tradition.
In Aeternum liefern Qualität und überzeugen, ohne zu glänzen.
Auf der einen Seite kraftvoll, rotzig, zornig, auf der anderen Seite zerbrechlich, herzzerreißend und melancholisch, das sind die beiden Pole, in dessen Spannungsfeld sich der grungige, schnörkellose Alternative Rock von Eileen Noise bewegt.
Ein Sound, der seit den 90er Jahren nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt hat und nun auf dem Album „No One Leaves Clean“ in einem überaus frischen mitreißenden Gewande daherkommt. Schon die ersten Songs, die schon seit etwas längerer Zeit auf Youtube so herumwaberten, haben sofort ihr volles Suchtpentenzial entfaltet, einfach gekommen, um zu bleiben.
Das liegt unbezweifelbar an der unverwechselbaren Stimme der unbekannten Sängerin, die in all ihren Facetten direkt das Herz trifft, sei es, indem die abrissbirnenhafte Rockröhre alles im Weg stehende niederbrettert oder indem das zerbrechlich wirkende Alter Ego den Beschützerinstinkt weckt. Zu der ersten Kategorie gehört unbezweifelbar 'Inner Turmoil', ein Track der so dermaßen düster und grungig hypnotisierend auf die Zwölf geht, dass man fast benommen zu Boden geht. Hammer!
Ein weiterer Track für die Ewigkeit ist 'Miles Of Nothing', der einen auf eine angenehm sehnsuchtsvoll-pissige Weise einlullt, dass man alles um sich herum vergisst. Weltklasse! Herausragend in diesem Zusammenhang ist 'Caving In', das jenseits all seiner Energie durch die gelungen Solo-Gitarren punkten kann. Ein mehr als würdiger Rausschmeißer ist schließlich 'Lost In The Abyss', ein Song, der durch seine straighte Gradlinigkeit im Verein mit einem hohen Maß an Eingängigkeit besticht. Etwas sehnsuchtsvoller, aber nicht minder mitreißend ist dann der Opener 'House Of The Infamous'.
Fazit: Auch wenn man nicht so überhaupt nicht weiß, wer die Sängerin ist, die dem Dark Grunge von Eileen Noise durch ihre rockröhrig-zornige sowie gefühlvoll-zerbrechliche Stimme das Suchtpotenzial verleiht, dem düster-angegrungten Alternative Rock kann man sich jedenfalls überhaupt nicht entziehen. Freundinnen und Freunde dieses Genres, die mit Bands wie Veruca Salt, Belly, Throwing Muses oder Künstlerinnen wie P J Harvey groß geworden sind, werden ihre helle Freude haben.
Wenn man auf der Suche nach unter die Haut gehenden, düster-melodischen Doom Metal ist, muss die Reise nicht immer gen Norden in die skandinavischen Gefilde gehen. Denn manchmal ist das (sehr) Gute viel näher als man denkt.
„Gereifter, präziser und atmosphärischer” soll „Blood is for Suckers“ klingen. Doch wenn ein Album mit „Weiterentwicklung“ beworben wird, schrillen bei mir alle Alarmglocken. Wer mag schon Veränderungen bei seiner Lieblingsband? Oder geht es nur Stiergeborenen wie dem Kollegen Lison und mir so?
Die blutgierigen Untoten aus Österreich sind wahrlich eine umtriebige Band und „Blood is for Suckers“ reiht sich tatsächlich organisch in die bisherige Diskografie der Horror-Rocker ein. Insofern kann also auch Entwarnung gegeben werden, denn für mein Dafürhalten hören wir auf „Blood is for Suckers“ tatsächlich nur minimale Veränderungen, die man problemlos unter „natürliche Weiterentwicklung“ verbuchen darf. Der Fünfer verleugnet auf Album Nr. 12 seine Rock ‘N‘ Roll-Wurzeln nicht, auch wenn die etwas glattere Produktion die einzelnen Komponenten und Instrumente weniger klar abbildet, als dies vielleicht in der Vergangenheit der Fall gewesen ist. Songs wie „Dear Mister Price“ haben neben den Rockabilly-Roots einen unüberhörbaren Punkeinschlag, der absolut massenkompatibel ist. Die 41 Minuten Spielzeit vergehen wie im Fluge, da die gesamte Scheibe sehr authentisch und organisch klingt. Die einzelnen Songs reihen sich gut aneinander und lassen einen roten Faden erkennen. Dennoch haben die einzelnen Nummern ausreichend Eigenständigkeit, um das Album nicht zu einem Einheitsbrei verkommen zu lassen. Und dass man es bei den BZfOS mit absoluten Profis zu tun hat, erkennt man auch daran, dass sich das hohe Niveau der Songs nicht gegen Ende der Scheibe auswäscht. Im Gegenteil, denn mit aggressiven „Krampus Is Coming“ und „696 Sermons“ hauen die Österreicher zum Schluss noch zwei Highlights raus. Ob man sich beim Albumtitel vom TWISTED SISTER-Album „Love is for Suckers“ hat inspirieren lassen, ist nicht überliefert. Musikalisch haben TS aber wohl weniger Einfluss auf das Songwriting gehabt. Macht aber nichts, denn mit „Blood is for Suckers“ können die BZfOS problemlos zwischen den MISFITS und den H-BLOCKX die Bühne entern und würden die Fans beider Bands glücklich machen. Kurz gesagt: BZfOS liefern auch mit „Blood is for Suckers“ wieder ordentlich ab.
Mit SYLOSIS habe ich mich in den letzten Jahren wirklich wenig bis gar nicht beschäftigt. Die Band war zwar immer auf meinem Radar, aber so richtig eingetaucht bin ich nie. Dies ist doppelt verwerflich, da man seit dem Debüt bereits seit 2008 in Metalhausen unterwegs ist! Schande über mein Haupt! Dies wird dann auch sogleich „bestraft“, wenn man „The New Flesh“ zum ersten Mal abspielt. Elf Versohlungen und eine „Streicheleinheit“ später weiß man dann gar nicht so recht, welcher Zug einen gerade überrollt hat. Ich habe selten ein Album erlebt, vor allem in den letzten Jahren, bei dem ich im wahrsten Sinne des Wortes mit offenem Mund dagesessen habe. Was hier gezaubert und abgerissen wird, ist absolutes Top-Level. Ein wahrer Wirbelsturm an Riffs, den Mastermind Josh Middleton über die Saiten flitzen lässt. Aber der Reihe nach!
Es ist ein wenig her, dass das aktuelle Album von »Beyond the Black« die Gehörgänge der Fans erreicht hat. Zum 09.01.2026 erschien das Album »Break the Silence« auf dem Label »Nuclear Blast Records«.
Ich habe mir das Album nun einige Male angehört. Normalerweise neige ich dazu, einen kleinen Rat zu geben, wie man die von mir rezensierten Alben am besten hören kann, um es richtig genießen zu können.
Hier, und das ist kein Manko, ist mir das nicht möglich. Dieses Album funktioniert bei mir wirklich immer. Ob ich es beim Wäscheaufhängen höre, beim Spazieren oder auf dem Sofa sitzend und gelegentlich nach draußen in die Natur schauend: »BREAK The SILENCE« funktioniert immer.
Nicht alle Songs gleichermaßen, aber für fast jede Situation ist das passende Lied dabei.
Die ersten zwei Songs sind für mich die Songs, die ich am ehesten als, „Beweg deinen Allerwertesten“-Musik bezeichnen würde. Sie machen Laune, sie gehen vorwärts und machen richtig Laune auf den Rest des Albums.
Song Nummer drei ist ein Duett mit dem Herrn Chris Harms. Etwas ruhiger, breiter im Arrangement. Ein toller erster Eindruck, was dieses Album an Vielfalt zu bieten hat.
»Let there be rain« ist keine Unbekannte, aber eine musikalische »Arsch hoch« Ansage. Verspielt und dennoch richtig geradlinig. Ich mag es sehr, wenn die Musik durchaus ihre Komplexität durchscheinen lässt, sie einen aber nicht erschlägt.
Das folgende »Ravens« ist wieder eine Pause im Arschbewegen. Aber es ist ein wunderbares Lied, um zu erleben, zu erhöhren, wie großartig Jennifer Haben über die Jahre geworden ist. Sie war schon immer großartig, aber mit diesem Album zementieren Beyond the Black das. Und bei »Ravens« kommt das wirklich grandios raus.
Mit »The Flood« kommen »Beyond the Black« wieder zurück zu ihren ersten Schritten. Nur dieses Mal etwas geschliffener. Richtig breit im Sound, ein wunderbar tragendes Gitarrensolo und dazu ein gewaltiger Klangteppich, der die Erde ist, auf der dieses Nachtschattengewächs wurzelt.
Song sieben reiht sich in die Welt des Albums wunderbar ein. »Can You Hear Me« ist in Zusammenarbeit mit »Asami« entstanden. Asami’s Stimme ist eine unerwartete Ergänzung zu der Klangfarbe von »Jennifer Haben«. Die Zusammenarbeit dieser beiden Stimmen, hebt diesen Sing genauso hervor, wie zuvor auch die Zusammenarbeit mit »Chris Harms« und »Lord Of The Lost«.
Ihr werdet es lieben.
Genauso werdet Ihr den drittletzten Song dieses Albums lieben werden. Womöglich sogar ein wenig mehr. Dieses Lied ist ein Abbild dafür, was diese Scheibe sein soll. Der Text ist französisch und verdammt, die Sprache mit dem Seidentuch funktioniert auch mit der Musik von »Beyond the Black« mehr als nur ausgezeichnet. Dieser Song ist meiner Meinung nach die Perle des Albums.
Song Nummer 9 ist der letzte, der sich rein rhythmisch in die Riege »Arsch hoch« einordnen lässt. »Like a Hologram« springt mir als Perle nicht sofort in die Gehörgänge, aber es ist ein brillanter Punkt, um dem Album einen metallenen Abschluss zu geben. Ganz sicher wird das einer dieser Songs sein, die live so richtig gut sein werden. Da freue ich mich schon drauf.
Denn der letzte Song dieses Albums ist der stärkste. Ich denke, dass dieses Lied so ruhig und auch hauptsächlich auf Deutsch gehalten ist, ist der Botschaft, die dieses Album durchzieht, geschuldet.
Das Album an sich ist ein Statement. Ein Statement in zweierlei Punkten. Als Erstes ist das Album ein Zeichen für das notwendige Reflektieren dieser schwierigen Zeiten. »Beyond the Black« haben es geschafft, mit dem Album »BREAK the SILENCE« das Zeitgeschehen einzufangen und das Darüber-Nachdenken in Musik zu verwandeln.
Das zweite Statement ist, dass Sie mit dem Album gezeigt haben, wie gut Sie sind und was da noch an sich aufschwingender musikalischer Macht im nicht mehr ganz verborgenen schlummert.
Vor einigen Jahren habe ich mir die ersten Songs der Band angehört und ich war damals interessiert, aber noch nicht angefixt. Mitlerweile muss ich sagen, dass »Beyond the Black« mich als mehr als nur interessierten Zuhörer gewonnen haben.
Ich bin sehr gespannt, was da noch kommen mag. Das Album »BREAK the SILENCE« ist auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung. Ist natürlich immer Geschmackssache, aber ich empfehle, reinzuhören.
Ein episches Metal-Album, das spannende ägyptische Göttersagen mit kraftvollem Gesang und großer Orchestermusik wie aus einem Kinofilm erzählt.
Nach ihrem ersten Erfolg reisen Aeon Gods auf ihrem neuen Album „Reborn To Light“ weit zurück in die Zeit der Pharaonen. Die Band aus Lübeck hat sich diesmal voll und ganz der ägyptischen Mythologie verschrieben. Das Ergebnis ist kein normales Rock-Album, sondern eine 45-minütige Abenteuerreise, die so spannend und groß klingt wie ein Soundtrack im Kino.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Sonnengott Re. Das Album erzählt von seiner zwölfstündigen Reise durch die gefährliche Unterwelt – vom Untergang der Sonne bis zum glänzenden Sieg am Morgen. Man merkt sofort, dass die Texte der Band wichtig sind. Die Lieder stehen nicht einfach nur nebeneinander, sondern fühlen sich an wie die Kapitel in einem spannenden Buch. Von der Erschaffung der Welt bis zum großen Finale zieht sich eine klare Geschichte durch das ganze Werk.
Musikalisch bekommt man genau das, was Fans von epischem Metal lieben. Es gibt schnelle Lieder mit harten Gitarren, die ordentlich Druck machen. Gleichzeitig sorgen die Keyboards von Anja „Su’en-Chel“ Hunzinger für einen riesigen, feierlichen Klang. Man hat beim Hören fast das Gefühl, mitten in einer alten Tempelanlage zu stehen. Besonders gut ist, dass die Band sich Zeit lässt. Es gibt nicht nur lautes Geballer, sondern auch ruhige Momente, in denen die Musik mal kurz durchatmen kann. Das macht das Album sehr abwechslungsreich und stimmungsvoll.
Sänger Alex „Sol’Ra-tu“ Hunzinger macht dabei einen tollen Job. Er schreit nicht wild herum, sondern singt sehr klar und kräftig, sodass man jedes Wort der Geschichte gut versteht. Seine Stimme passt perfekt zu den großen Refrains, bei denen man am liebsten sofort mitsingen möchte. Unterstützt wird er oft von gewaltigen Chören, die für echte Gänsehaut sorgen und die Songs noch größer wirken lassen.
Am Ende erfindet Reborn To Light den Metal zwar nicht völlig neu, aber es macht alles richtig. Die Band weiß genau, was sie will: packende Musik und eine tolle Atmosphäre. Wer Bands wie Powerwolf oder Hammerfall mag und Lust auf eine Reise ins alte Ägypten hat, sollte hier unbedingt reinhören. Es ist ein stimmiges, starkes Album, das zeigt, wie viel Energie in dieser Band steckt.
Tracklist / Songs: 1. Fire And Ice 2. We Are One 3. Down Low 4. Free…Forever 5. Crusader 6. Coming Home 7. Die Like Warriors 8. Until The Gods Are Calling 9. Sleepless 10. The Warning 11. Haunted By The Past 12. Betrayed
Lineup / Setlist / Bands:
Inhalt: David Rosario (vocals) Stein Hjertholm (guitar) Taran Lister (guitar) Anders Halsan Engum (bass) Per Helge Bruvoll (drums)
Was irgendwie nach Pizza und Pasta klingt, bezeichnet aber nicht den romantischen Italiener von nebenan, sondern steht für kraftvollen Hardrock mit Power-Metal-Ambitionen. Namenspatron David Rosario präsentiert mit „Northern Crusaders“ den Nachschlag zum 2023er Debüt „To The Gods We Swear“.
Zierte das Cover des Debüts noch ein grimmiger Nordmann, stellen sich einem auf „Northern Crusaders“ die fünf Metal Warriors von ROZARIO entgegen. Vielleicht nicht das kreativste Artwork, aber letztlich kommt es ja auch mehr auf den Inhalt als auf die Verpackung an. Und da geizen ROZARIO nicht mit schmissigen Riffs und großen Melodien. Bereits der Opener „Fire And Ice“ bleibt mit seinem eingängigen Refrain sofort im Ohr. Die aktuelle Single „We Are One“ dürfte alle Anhänger von BLOODBOUND & Co. begeistern, während „Down Low“ eine kraftvolle Mischung aus WIG WAM, SHAKRA und BAI BANG darstellt: fette Riffs, eine moderne Produktion und ein eingängiger Chorus. Doch auch danach lassen einen die Norweger nicht wieder vom Haken. Mit „Free…Forever“ liefern Rosario und seine Mannen einen grandiosen Ohrwurm ab, der den Spirit von Bands wie SAXON ins 21. Jahrhundert transportiert. Bei „Crusader“ handelt es sich übrigens nicht um eine Coverversion des gleichnamigen SAXON-Klassikers. „Die Like Warriors“ schleicht sich langsam an den Chorus an, der dann mit voller Wucht durch die Boxen donnert und den Hörer unvermittelt in seinen Bann zieht. Ein absoluter Höhepunkt in der Albummitte. In der zweiten Albumhälfte wird oftmals wieder in Melodic Power Metal Gewässern gekreuzt und „The Warning“ würde sich auch gut auf einem BLOODBOUND-Album machen. Während es mit Taran Lister einen neuen Mann an der Gitarre gibt, hat man in Sachen Studio und Produzent lieber keine Experimente gemacht und sich bei WIG WAM-Gitarrist Trond Holter einquartiert, der „Northern Crusaders“ einen amtlichen Sound verpasste. Zwar bekommt man fette Gitarrenwände und donnernde Drums geboten, doch für meinen Geschmack klingt der Sound insgesamt etwas synthetisch – so wie man es im Grunde auch von WIG WAM kennt. Da hätte ich mir einen etwas organischeren und erdigeren Sound gewünscht. Aber letztlich tut dieser Punkt der Qualität des Albums keinen Abbruch. ROZARIO setzten den auf „To The Gods We Swear“ eingeschlagenen Weg konsequent fort und haben an genau den richtigen Schrauben gedreht, um ihre Songs noch eingängiger und kompakter zu gestalten. ROZARIO gelingt mit „Northern Crusaders“ etwas, wovon viele Bands trotz guter Kompositionen nur träumen können: Ob nach dem Aufstehen, beim Zähneputzen, im Supermarkt oder beim Spaziergang, die Melodien des Albums holen einen immer wieder ein und man trällert die Songs unweigerlich vor sich hin. Viel eingängiger kann man Melodic Metal nicht spielen.
Tracklist / Songs: 01 - Dark Days 02 - No Surrender 03 - Time To Defend 04 - Shards And Lies 05 - Codeine Cowboy 06 - View 07 - Banish The Fake 08 - Trouble Will Find Me 09 - Sending Fire 10 - The Core 11 - Kissing Dirt
Horseman, eine Metalcore/Groove Metal/Thrash/Modern Metal Band, die sich 2008 in Ostwestfalen formierte, veröffentlichte in Vergangenheit insgesamt drei Alben (2010, 2012, 2018). Unschwer zu erkennen sind die acht Jahre zwischen Album #3 und dem vorliegenden Werk No Surrender In Dark Days. Kapitulieren gilt nicht! Also rein in den virtuellen Moshpit.
Tracklist / Songs: 01 - Sermon Of The Dying Light 02 - Tower 03 - Salt And Sulfur 04 - I Whisper Your Name Like A Curse 05 - Coven Of Two 06 - Altar Of Your Love 07 - Anodyne 08 - Sunder
Finnland - mystisch, kalt, dunkel. Dass dort Musik und besonders das Metalgenre auf fruchtbarem Boden gedeien kann, zeigt die Menge an international bekannten Acts: Amorphis, Impaled Nazarene, HIM/Ville Valo, Sentenced, Tarja, Nightwish, Sonata Arctica, Children Of The Bodom. Atlas sind auch eine finnische Band. Ihr Subgenre ist Modern Metal bzw. Northcore. Mir bislang unbekannt war das der Grund, mich von Neugier übermannen zu lassen und mir das Album zum Reviewen zu angeln.
Tracklist / Songs: 1. Long Gone Losers 2. Pack Of Lies (The Nomads Cover) 3. Her Strut (Bob Seger Cover) 4. Little Miss Sweetness (The Temptations Cover) 5. Oh Yeah Allright! 6. I Get A Sensation (Adam West Cover) 7. Disappointment Blues 8. American Ruse (MC5 Cover) 9. Ferrytale (1998 version) 10. Whole Lot Of Shakin´ In My Heart (Since I Met You) (Smokey Robinson Cover) 11. I'm Eighteen (Alice Cooper Cover) 12. Sent En Lördagkväll (Nationalteatern Cover) 13. Working For MCA (Lynyrd Skynyrd Cover) 14. Boney Maronie (Larry Williams Cover) 15. A Man And A Half (Wilson Pickett Cover) 16. 455 SD (Radio Birdman Cover) 17. Freeway To Hell 18. Get Ready (Smokey Robinson Cover) 19. Doggone Your Badluck Soul 20. Stab Your Back (Damned Cover) 21. Heaven (Scott Morgan Cover) 22. What´d Ya Do? (Ramones Cover) 23. Speedfreak (Motörhead Cover) 24. Ungrounded Confusion (The Flaming Sideburns Cover)
Na, da hat die die Nuclear Blast Promoabteilung aber einen Elfer verschossen.
Eine Compilation mit 24 älteren Songs der HELLACOPTERS – das schreit doch nach einem Action Rock (auch wenn Nicke den Begriff nicht mag) Adventskalender. Wer will schon einen von Douglas? Na ja, vielleicht klappt es bei der vierten Zusammenstellung.
Gute Alben haben schließlich Saison und so macht auch diese Cream Of Crap wieder Spaß. Durch die vielen Singles und EPs hat sich bei den Schweden jede Menge Material angesammelt und die wenigsten werden alles im Schrank haben. Als Verweigerer kann ich nicht sagen, ob man bisher alles über Spotify bekommen hat. Allein die Tracks der ´Dissapointment Blues´10 Inch lohnen die Anschaffung. So bekommt ihr die sieben Songs, für die auf Discogs zum Teil Mondpreise aufgerufen werden zu einem guten Kurs. Es ist wohl Geschmackssache, dass die Tracks nicht chronologisch angeordnet sind. Dadurch klingt die Scheibe noch mehr wie ein Sampler, schon durch die unterschiedlichen Produktionen. Hinzu kommt, dass es auch wieder etliche Coverversionen gibt. Ich in ja der Überzeugung, dass Nicke durch die Mitgliedschaft bei ENTOMBED einige Metaller auf diesen Sound aufmerksam gemacht hat, die sich sonst derbere Kost geben. Für die gibt es jetzt die Chance alte, für sie neue, Bands dieses Genres zu entdecken. Ich frage mich, wann auch THE HELLACOPTERS mal das Cover von ´Night Of The Vampire´ veröffentlichen, zumindest an Livemitschnitten dürfte es ja keinen Mangel geben.
Für alle, denen insbesondere das aktuelle Album ´Overdriver´ zu sehr in Richtung Classic Rock ging, gibt es hier noch mal THE HELLACPOTERS, wie sie früher einmal waren. Im Vergleich zu vielen anderen Compilations ist dies eine wirklich gelungene Veröffentlichung.